Inwiefern kommt die Abschaffung des Solitaritätszuschlages den Unternehmen zugute?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also wir (AG) zahlen Solidaritätszuschlag und wenn der abgeschafft wird, entlastet das uns.

Wie hoch das Aufkommen ist, können andere nachschauen aber nachdem derzeit alle Steuerschätzungen weit übertroffen wurden und aktuell kaum ein Unternehmen keine Rekordgewinne ausgewiesen haben solle, wird das Aufkommen an Solidaritätszuschlag aus der Körperschaftsteuer nicht gering sein.

Wenn es weniger ist, können auch noch weitere Entlastungen für Unternehmen geplant sein. Das gibt jedenfalls der Link her.

Das ist Augenwischerei. Man kann den SolZ mathematisch locker auf die Einkommensteuer umlegen.

Es ist nur so, dass der SolZ anderen Stellen zugute kommt als die ESt. Was hier betrieben wird, ist also lediglich die Umverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Man muss also dann auch anderweitig schrauben.

Und da der Länderfinanzausgleich 2020 fällt, ist es nur logisch, dass man da den SolZ gleich mit killt.

Soweit alles gut - die Augenauswischerei betrifft da nur, wie das Ganze dem Bürger verkauft wird.

Mir fallen da ein paar alte Steuern ein:

Kreditgewinnabgabe, Hypothekengewinnabgabe, Vermögensabgabe, Berlinzulage.

Seit die abgeschafft sind, hat kein Mensch auch nur einen Cent mehr in der Tasche.

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Danke, auch für den Zusammenhang mit dem Länderfinanzausgleich, der ja auch nicht gerade des Bürgers Nähe genießt.

Also Augenwischerei, Politiker- oder Volksverdummung?

Wenn man es dem (Wahl-)Bürger hätte verkaufen wollte, dann hat Altmaier aber die falsche Überschrift gewählt und das Pferd vom Schwanz aufgezäumt.

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@LittleArrow
Also Augenwischerei, Politiker- oder Volksverdummung?

Da fragst du mich zuviel. Mein Job ist es, Lebenssachverhalte in steuerliche Folgen umzusetzen und Leute vor der Verwirklichung dieser Lebenssachverhalte zu beraten, wie man was man optimieren kann.

Was der Staat als das Machtinstrument der herrschenden Klasse dann mit den Steuern macht, weiß ich nicht genau.

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Meine Idee wäre -

Steuern und Abgaben sind Teile des Lohnes -

somit würden die Lohnkosten sinken.

Du meinst, dass dann die Bruttolöhne/-gehälter gesenkt würden? Vergiss es.

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@LittleArrow

Doch, das meine ich.

Es wäre doch zumindest ein erster Effekt.

Was kurz danach geschieht, steht in den Sternen.

Es ist wahrscheinlich wie bei der Umstellung auf Euro.

Vorher kostete eine Lebekässemmel ein Mark fünfzig.

Zwei Monate lang dann 75 Cent.

Und bald einen Euro fünfzig.

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@correct

Euro-Umstellung: Leider hast Du nur hinsichtlich der Preise damals recht. Aber die Löhne wurden korrekt umgerechnet; es erfolgte keine Anpassung.

Damals wie heute wurden/werden die Löhne nicht verändert.

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@LittleArrow

Ja, leider habe ich recht.

Seitdem haben sich im Verhältnis zur DM die Preise verdoppelt - die Gehälter jedoch nicht.

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