Investitionen oft riskant aufgrund des Konstruktes. Wie erkennbar?

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5 Antworten

Kann man das als unterfahrener Anleger überhaupt?

MNein, kann man nicht.

Deshalb sind ja geschlossene Fonds, Genusscheine, für die Man sich das Unternehmen ansehen muss und vergleichbare Anlagen nichts für unerfahrene Anleger.

Aber diese Dinge kann man prüfen lassen. Man kann Leute fragen, die eben diese Sachkenntnis haben und das Prospekt und die Unterlagen prüfen udn eine Empfehlung abgeben, die kann positiv, wie negativ sein.

Vor 1-2 Tagen wurde hier wegen einer Investition bei Beate Uhse gefragt, der Frager fand die Bilanz nicht schlecht und ich habe da 2 Minuten reingesehen und erhebliche Risiken gefunden.

Damit will ich nicht sagen, dass man das nicht machen soll, aber man sollte sich der Risiken eben bewusst sein.

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Kommentar von rausJob
30.06.2014, 15:39

das sind klare Worte. Dann lasse ich das mal bzw. versuche, Wissen aufzubauen.

dh.

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Du sprichst hier von geschlossenen Beteiligungsformen, nicht von Publikumsfonds. Da gibt es mindestens vier Herausforderungen, die die meisten Anleger ignorieren oder verharmlosen:

  • Eine fehlende Fungibilität der Anteile bedingt, daß man nur mittel- bis langfristig nicht benötigtes Kapital und nur maximal einen gewissen Prozentsatz des Vermögens investieren sollte. Andernfalls wird man in einer Notlage mit hohen Abschlägen bis hin zur Unveräußerbarkeit rechnen müssen.

  • Ausführliche Verkaufsprospekte enthalten alle wichtigen Eckdaten zu solchen Anlagen. Insbesondere enthalten Sie Angaben über Rechte und Pflichten der Anleger, die Umlage und Berechnung von Kosten, die Laufzeit und das Investitionsziel. Die bei weitem meisten Anleger lesen das nicht und denken, daß mit den knappen Zweiseitern zu einer Anlageform alles gesagt ist. Weit gefehlt!

  • Die inhärenten Risiken jeder Anlageform lesen sich leider immer sehr ähnlich. Man findet geradezu viele, vertraute Textbausteine, über die man dann einfach hinwegliest. Die wirklich differenzierenden Risiken erkennt man nicht.

  • Eine Anlage in eine geschlossene Beteiligung ist Vertrauenssache. Es geht um Vertrauen in die Vermittler (die ggf. später deutliche Renditeanteile abschöpfen können), das Fondsmanagement (das durch Managementgebühren und ggf. sogar Performancefees auf seine Kosten kommt) und das Anlageziel (das eine Modererscheinung sein kann, gegenüber offenen Fonds keinen Mehrwert bietet oder wirklich nachhaltig in dieser Beteiligungsform erst zu sinnvollen Erträgen führen mag). Leider wird dieses Vertrauen typischerweise nicht seine Berechtigung überprüft.

Daher würde ich generell Deine Frage verneinen. Ein unerfahrener Anleger sollte sich definitiv nicht mit solchen Beteiligungen befassen - es sei denn, es handelt sich um eine generell einfach strukturierte, vertrauenswürdige Investition, beispielsweise ein Windkraftfonds Deiner Gemeinde, ein Recyclingprojekt Deiner Stadt oder ähnliches.

Ich habe im Laufe der Zeit in einige solcher Beteilligungsfonds investiert, bin derzeit immer noch in drei solchen engagiert und wurde bisher nicht enttäuscht. Film-, Wald- und Schiffsfonds, sowie obskure Genußrechtsprodukte habe ich jedoch nicht angefaßt :-)

Aus meiner Sicht muß das aber auch nicht sein. Man muß nicht in Beteiligungen investieren, um einen sinnvollen Anlageerfolg zu erreichen. Das geht sehr gut auch mit Sparplänen und einer robusten Anlagestrategie auf Basis von Publikumsfonds.

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Du redest von geschlossenen Fonds und dazu müssen immer Prospekte übergeben werden. Da steht im Grunde alles drin. Das Problem ist, dass viele Menschen lesefaul sind und daher zu bequem, sich diesen immer recht umfänglichen Werken zu widmen. Lieber vertraut man den schönfärberischen Reden des provosionsgierigen Gegenüber. Es wäre also ganz einfach, sich zu informieren wenn man es denn wollte. Auch das Internet ist da sehr hilfreich. Wenn eine Anlage überwiegend kritisch bewertet wird, sollte man die Finger davon lassen.

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Kommentar von rausJob
30.06.2014, 15:40

Interesse ist da. Lesefaul bin ich nicht immer. Wissen will ich aufbauen.

Danke für deine Sicht.

dh.

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eigentlich sollte man bei jeder dieser Anlagemöglichkeiten Unterlagen erhalten, die die Risiken genau beschreiben, das Konstrukt erläutern etc. Nachschusspflichten sollten doch genannt sein.

Ich kann nur empfehlen, diese Unterlagen genau zu lesen. Ist man unsicher, versteht man was nicht, dann fragen, bis man es verstanden hat. Bleibt Unsicherheit oder Unverständnis, dann die Finger davon lassen.

Was man nicht versteht, kauft man nicht.

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Langfristig sind Aktienfonds gut. Die schwanken zwar, aber das hat nichts mit Sicherheit zutun. Aktienfonds sind Sachwert und insolvenz- und inflationssicher.

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Kommentar von LittleArrow
30.06.2014, 15:54
insolvenz- und inflationssicher

Klar, da haften Fondsgesellschaft, BMF, Niklaus & Co. persönlich.

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