Insolvenz und 450€ Job

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6 Antworten

Solange Du Schüler bist, ist der Nebenjob kein Problem. Ein Schüler braucht nicht zu arbeiten, also wird sein Einkommen nicht berücksichtigt.

Das ändert sich, wenn Du in das Berufsleben einsteigst. Dann wird Dein Verdienst mit angerechnet, bis Du das 25. Lebensjahr erreicht hast und noch bei Deinem Vater wohnst.

Ganz einfach, wenn Deine Eltern und Du kein ALG II bekommen, wird von Dir gar nichts angerechnet.

theoretisch könnte ein ganz schlauer Gläubiger versuchen den pfändungsfreien Betrag einschränken zu lassen, aber ich sehe kein Risiko.

Sejuu 21.09.2014, 21:05

Also im Klartext: Ich kann ohne bedenken einen 400€ Job annehmen ohne das sich irgendwas ändert bzw. meinem Vater mehr Geld abgezogen wird. Richtig? Da keiner von uns ALG II bezieht.

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wfwbinder 22.09.2014, 10:34
@Sejuu

genau richtig.

Nur das Gehalt Deines Vaters ist in dem Insolvenzverfahren interessant.

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Meine bedenken dabei sind jedoch, das dieses Geld was ich da verdiene meinem Vater angerechnet wird

Bezieht dein Vater Leistungen nach SGB II oder XII? Ansonsten wird nichts angerechnet. Du hast keine Schulden, du bist nicht in der PI.

Hallo Sejuu,

Die Privatinsolvenz ist zunächst die Deines Vaters und dabei geht es um seine Schulden. Was das ALG 2 angeht, oder welche Sozialleistung bezieht er ?, hat mit der Privatinsolvenz erst mal gar nichts zu tun. Von Bedeutung ist hier weiter ob Ihr in einem gemeinsamen Haushalt lebt und ob hier eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt.

Sejuu 21.09.2014, 20:48

Ich hätte wohl noch einiges Ergänzen sollen, also mein Vater arbeitet und wir wohnen zusammen in einem Haushalt inklusive meiner Mutter. Inwiefern wirkt es sich denn darauf aus? Ändert das sehr viel an der Situation?

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SimonuCarolaR 16.10.2014, 12:25
@Sejuu

Vielleicht noch ein später Nachtrag für Dich, Sejuu, damit Du vlt. Dich ein wenig mehr beruhigen kannst, was deine spezielle Frage angeht:

Ein Teil meiner Familie ist in einer sehr ähnlichen Situation, der Vater musste vor wenigen Monaten auch Privatinsolvenz anmelden (heißt das "anmelden"? oder "beantragen" oder "in die Insolvenz gehen"? na egal), ist zudem jetzt arbeitsunfähig geschrieben. Von daher zunächst mal: Ich weiß, wie schwer es für eine Familie sein kann, damit umzugehen (wir kriegen das natürlich hautnah mit) - du hast mein Mitgefühl.

Mein Cousin selbst ist noch Student (wohnt aber nicht mehr zuhause) und arbeitet nat. auch auf 450-EUR-Basis, seine Schwester ist festangestellt als Friseurin, während meine Tante auch gleich zwei Jobs ausübt. Und soweit ich das mitgekriegt habe, werden alle Verdienste unabhängig voneinander betrachtet. Es gibt also fürs Finanzamt keinen "Familienpool" an Geld, der dann irgendeinen einfluss auf die Privatinsolvenz hätte.

Das wäre jetzt aber kein Expertenbeitrag, sondern 'nur' ein Bericht, der auf persönlichen Erfahrungen beruht.

Liebe Grüße

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Immer wieder interessant das Google Wissen und der Blick ins Gesetzbuch. Also, klären wir das doch mal.

Die Privatinsolvenz deines Vaters hat nichts mit dir zu tun. Du kannst Milliadär sein und kein Cent wechselt den Besitzer. Auch wenn ihr zusammen wohnt.

Ende der Vorlesung zum Insolvenzrecht.

Zweite Vorlesung. Sozialrecht. Da sieht es anders aus. Darauf argumentieren meine Google Freunde im Forum und beziehen sich die Antworten drauf.

Da gibt es bedarfsgemeindchaften und was du sonst so liest hier als Antwort.

Doch das ist eine komplett andere Baustelle als Deine Frage! Und deshalb irrelevant !

EDIT:

Noch ein kleiner Anhang da ich merke das es von Wichtigkeit ist:

Mein Vater ist berufstätig und ich wohne mit meinen Eltern in einem Haushalt.

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