Insolvenz Asian Bamboo - wie soll ich jetzt als Aktionär agieren?

2 Antworten

Das wäre Dir nicht passiert, wenn Du 30,- bis 50,- euro in Bücher von Kostolany investiert hättest.

Also schlucke diesen Verlust und verkaufe schnell, solange Du noch einen Käufer findest, damit es sich wenigstens steuerlich auswirkt. 

Dann lese Kostolany und beginne bei 0,- wieder.

Bei manchen Aktien wundert mich ein Totalverlust nicht.

Es ist generell sinnvoll, Verluste zu begrenzen. Das Prinzip Hoffung "das steigt sicher auch bald wieder" ist Unsinn und verbrennt nur Geld. Daher: wenn ein Instrument heftig fällt, wird es dafür Gründe geben und Du verkaufst es. Punkt. Keine Emotionen. Einfach nur eine Transaktion beendet.

Das Ende war doch absehbar, als der Wert von 40 EUR auf unter 25 EUR absackte. Das darf eine Aktie nicht ungestraft tun. Da verkauft man gnadenlos und nimmt den Verlust in Kauf. Schließlich kann das Geld anderweitig investiert werden, wo es sich wieder vermehren kann.

Verkaufe das Ding schleunigst, sonst gibt es nicht mal einen steuerlichen Verlust.

Man kauft jetzt auch nicht nach, denn etwas, das bei 1 EUR liegt, kann auch nochmals 90% fallen. Das wären dann 0,10 EUR. Nennt man dann Pennystock.

Vergiß das Ding einfach. Es gibt genügend bessere Aktien. Wenn Du die Regel beherzigt hast, nicht mehr als 1-2% Deines Portfolios in eine einzelne Aktie zu stecken, stört Dich das auch nicht weiter, denn es geht einfach weiter. Der Verlust ist bald vergessen.

Daimler ist auch von 80 auf 17. Dann war doch das Ende bei 17 auch absehbar oder?

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@Bruchlandung

Wenn ich Daimler bei 80 EUR gekauft hätte, dann hätte ich schon längst vor dem Erreichen von 17 EUR verkauft. Es spielt doch keine Rolle, ob es Daimler oder Asian Bamboo oder Sino Forest ist. Man verkauft, wenn ein Instrument nicht die Erwartungen erfüllt. Hoffnung ist fehl am Platze. Wenn dann Daimler bei 80 gekauft wurde, bei vielleicht 64 verkauft und dann wieder bei 18 gekauft, hätte man pro Aktie einen Verlust von 16 EUR und bei Stand von 80 EUR einen Gewinn von 62 EUR, d.h. unter dem Strich einen Gewinn von 46 EUR je Aktie. Hätte man einfach in der Hoffnung gehalten, dann wäre das ein Nullspiel. Es wäre jedoch das Risiko einer nicht so schnellen Erholung ebenso vorhanden, d.h. die beiden Handelsvarianten unterscheiden sich gewaltig im Risiko. Darum geht es letztendlich: Risikomanagement. Nicht darum, daß Du aufgrund Deiner prophetischen Vorahnungen weißt, daß eine Aktie X gut laufen wird.

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