Insolvenz / Pensionskasse

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7 Antworten

.Ich hatte schon 3 Einschreibebriefe zum Rechtsanwalt der Insolvenz gesendet

Ich glaube, der Insolvenzverwalter hat im Moment größere Dinge zu bewältigen, als Deine Pensionskasse.

Erst wenn die wichtigen Dinge erledigt sind, wird er sich um belange wie die Deinen kümmern.

Deine Rentenansprüche sind durch den Pensionssicherungsverein gesichert. Also wirst Du irgendwann Deine Reente bekommen.

Die eingezahlten Beiträge erstattet zu bekommen dürfte kaum möglich sein.

Übrigens, je nach dem in welchem Alter Du bist, könnte eine weitere Einzahlung durch deinen neuen Arbeitgeber schon sinnvoll sein.

Niklaus 20.08.2014, 12:13

Lieber Walter, das ist bei versicherungsförmigen Durchführungswegen der BAV nicht der Fall. Braucht es auch nicht, denn die Ansprüche wurden mittels Versicherung der Pensionskasse rückgedeckt. Siehe mein Antwort.

Ich fand es übrigens schade, das du dich nicht gemeldet hast oder warst du nicht in München?

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wfwbinder 20.08.2014, 12:54
@Niklaus

nein, die Wiener und Münchener waren hier. ziemlicher Stress

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Eine PK wird normalerweise extern bei einem Unternehmen eingerichtet, z.B. bei einer Versicherung.

Wenn die Unverfallbarkeit der Beiträge eingetreten ist, dann kann das Geld gar nicht zur Insolvenzmasse gehören und der Insolvenzverwalter hat da nichts zu kamellen.

Hier fehlt ein Berg an Informationen um eine konkrete Einschätzung zu ermöglichen.

Eine Rente aus Pensionskassen , Pensionsfonds oder anderen Altersvorsorgesystemen wird mit erreichen der Regelaltersgrenze und dem Bezug der gesetzlichen Rente in monatlichen Beträgen ausgezahlt. Eine Barauszahlung von Beiträgen ist nicht vorgesehen weil gesetzlich ausgeschlossen. Ein Insolvenzverwalter hat auch keinen Zugriff auf Finanzmittel der Pensionskasse (Einlagenschutz).

Ein Pensionskasse ist ein versicherungförmiger Durchführungsweg. Pensionskassen sind selbständige Versorgungseinrichtungen in der Rechtsform eines Versicheurngsvereines auf Gegenseitigkeit. D.h. die mittelbare Zusage wurde nicht durch Arbeitgeber gewährleistet sondern mittels Versicherung durch die Pensionskasse. Deine eingezahlten Beiträge dürften durch die Insolvenz des AG nicht verloren gehen, denn sie sind auf dich abgetreten. Du hast das alleinige Bezugsrecht. Du solltest auch eine Kopie des Versicherungsscheines als versicherte Person haben. Mitnahme nach Ausscheiden nur wenn der neue Arbeitgeber die gleiche Pensionskasse hat.

Suche deine Unterlagen nach Pensionskasse durch und setze dich mit der Pensionskasse in Verbindung.

Der Rat ist ganz einfach: Das Geld ist nicht weg und die 15,53€ ist wirklich eine Rente, evtl. sogar zu versteuern nach dem Alterseinkünftegesetz.

Auch das was die Firma mit dir gemacht ist legal, nach dem Motto die leistungen des Arbeitgebers werden nicht verfressen sondern kommen durch eine Gehaltsumwandlung dem Arbeitnehmer später als Rente zu Gute.

Das der Insolvenzverwalter Zugriff auf den Pensionsfond hat darf bezweifelt werden. Gerade diese betrieblichen Leistungen will der Gesetzgeber vor den Gläubigern retten.

Wenn Jemand insolvent ist, muss er Insolvenz anmelden, d.h. die Zahlungsunfähigkeit erklären, d.h. er hat schlicht keine Kohle mehr...! Ob das jetzt Firmen oder Privatpersonen betrifft ist grundsätzlich unerheblich.

WER sollte denn in einer zahlungsunfähigen Firma Beiträge in deine Pensionskasse weiterzahlen? Vielleicht wird sie ja abgewickelt und ist nicht mehr vorhanden. Beiträge zu PKs werden üblicherweise auch nur für Arbeitnehmer entrichtet. Deinen weiteren Fragen entnehme ich, dass du arbeitslos bist.

Du kannst ja im Prinzip froh sein, dass deine bisher erworbenen Ansprüche auf zusätzliche Altersrente, also die seit 2003 eingezahlte Kohle durch das unwiderrufliche Bezugsrecht für dich gesichert sind und nicht in die Insolvenzmasse fallen, denn andernfalls wären sie verloren! Essensmarken wären nicht abgesichert...

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