Insolventin verstirbt. Im gemeinsamen Haushalt lebender Sohn schlägt Erbe aus. Wer bekommt Nachlass?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich hatte eine vergleichbaren Fall in der Verwandtschaft. Verwandte (Kinder) können persönliche Gegenstände entnehmen. Allerdings muss man den Gläubigern den Zutritt und die Verwertung der Wert-Gegenstände gestatten. Das läuft ähnlich ab wie bei einer Pfändung durch Gerichtsvollzieher. Wenn der Sohn viele Gegenstände erworben hat, sind die ja sein Eigentum. Dieses Eigentum des Sohnes bleibt unberührt.

Aber das kann der Insolvenzverwalter genauer erklären, der bekommt schließlich Geld für seine Tätigkeit.

Hallo, wie mir bekannt.... 

man darf nur wertlose Erinnerungsstücke der Verstorbenen ( z.B.Fotoalbum ) oder eure eigenen höchst persönlichen Gegenstände (muss nachweisbar sein) der Wohnung entnehmen. Hausrat wie auch Elektrogeräte natürlich nicht, egal in welchem Zustand diese sind. 

Quasi das gesamte persönliche Eigentum !!! der Verstorbenen darf nicht entnommen werden. 

Ich würde generell, schon allein um keinen Ärger zu provozieren, nur im Einvernehmen mit dem Nachlasspfleger irgendwelche Gegenstände entnehmen, denn es kann unter Umständen sogar als Annahme der ganzen Erbschaft gesehen werden. 

Erst einmal vielen Dank für die Antwort. Es geht ja in diesem Fall um die besondere Problematik, daß der Sohn halt weiterhin in dem Haushalt lebt. Da kann ja wohl keiner vom Staat vorbei kommen und ihm die Wohnung ausräumen? Viele der Möbel und Geräte hat er nämlich aus eigener Tasche bezahlt und sie seiner Mutter nur zur Benutzung zur Verfügung gestellt.

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@Trauerfrosch

stimmt, etwas speziell ist es hier schon, da der Sohn den Mietvertrag der ehemals gemeinsamen Wohnung jetzt allein weiter führt ! 

Auch wenn bei euch keine Erbstreitigkeiten zu erwarten sind, kontaktiert so bald wie möglich das Nachlassgericht und vergewissert euch dort, ob ihr in diesem Fall die ganz persönlichen Sachen der verstorbenen Mutter/Lebensgefährtin bis zur Abholung separat lagern dürft. 

Der Sohn muss ja nun mal die Wohnung weiter bewohnen können. 

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@Gaenseliesel

Hier handelt es sich ja um einen gemeinsamen Haushalt, also wäre aufzuteilen, was der Verstorbenen gehört hat. Wenn nun die Insolvenz durch das Konsumerverhalten ausgelöst wurde, ist ja nachzuvollziehen, wem bestimmte Dinge gehört haben. Will diese der Sohn weiter benutzen, dann wird er sich wohl mit den Gläubgern einigen müssen.

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Wenn alle Erbenausschlagen, dann erbt der Staat. Soweit ist das klar geregelt. Auch wenn der Fragestellewr keinen Wert in den Hinterlassenschaften sieht, kann dies ein professioneller Verwerter von Entrümpelungen anders sehen und der Staat als Erbe könnte so jemanden mit der "Entrümpelung" beauftragen.

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