Innergemeinschaftliche Lieferungen Probleme?

4 Antworten

Wie @Eifelia richtig schreibt, ist es kein Problem.

EinigeUnserer Mandanten machen genau dies und nichts anderes.

Was Eifelia an Deinem speziellen Modell zweifeln ließ, war vermutlich Dein Beispiel zur Vereinfachung.

Bei meinen Mandanten geht es eher darum, dass eine Ware hier Containerweise gekauft wird und in kleineren Gebinden nach Polen, Tschechien, Belgien, NL geht woraus sich eben auch die Preisdifferenz von 20-25 % (auf den Nettopreis) ergibt, denn 10.000 Stück bekomme ich natürlich billiger als 10-100 Stück.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Ich habe gelesen, dass man bei Shops beim Kauf angeben muss, dass man Gewerbetreibender ist und falls man dies nicht tut, dass man keine Vorsteuer abziehen darf. Ist da was dran?

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Von Experte wfwbinder bestätigt

Wenn Du ausschließlich an niederländische Unternehmer verkaufst, ist das so richtig und kein Problem. Die Frage ist halt, warum diese Unternehmer bei Dir für 119 kaufen sollen, wenn Sie bei Deinem Lieferanten für 100 kaufen könnten, aber das wirst Du ja abgeklärt haben.

Und das Finanzamt ist damit einverstanden, wenn das komplette Unternehmen darauf basiert? Verkaufe nicht hier in DE und somit keine Abgabe von Mehrwertsteuer.

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@qwertz3

Dann nochmal deutlicher. Es kommt nicht nur darauf an, WO Du verkaufst, sondern auch darauf, AN WEN. Verkaufst Du also NUR an niederländische Unternehmer (die sich Dir gegenüber als solche durch Angabe ihrer niederländischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ausweisen)? Wenn nicht, solltest Du dringend mal § 6a UStG lesen.

Wenn ja, nochmal die Frage: Warum sollen diese Unternehmer bei Dir für 119 kaufen, wenn sie bei Deinem Lieferanten für 100 kaufen könnten?

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@Eifelia

Danke für die Rückmeldung.

Genau verkaufe an ein niederländisches Unternehmen mit einer niederländischen Ust-Id. Sagen wir so bei meinem Lieferanten kann nicht jeder kaufen.

Dann könnte ich darauf basierend ein Unternehmen aufbauen ohne Liebhaberei oder sonstige Dinge zu befürchten?

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Das Ganze nennt man "Liebhaberei" und wird so nicht vom deutschen FA durchgewunken. Des weiteren mangelt es Dir klar an den Regeln um die Vorsteuer zurück zu erhalten. Dein Model erinnert etwas an Cum und Ex.

Ich habe gerade gelesen was unter Liebhaberei fällt und frage mich wieso ich darunter fallen würde, wenn ich die Gewinne durch die Vorsteuer erziele und am Ende des Jahres meine Einkommenssteuer zahle.
Von welchen Regeln sprechen wir dabei?

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Wie kommst Du denn jetzt auf Liebhaberei? Abhängig von der Höhe der sonstigen Kosten macht der TE doch durchaus Gewinn.

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Nein, das Finanzamt hat kein Problem wenn man Dinge einkauft und dann teurer verkauft. Das nennt sich glaub ich Handel.

Gemeint war, ob das Prinzip so funktionieren würde. Auf weitere Kommentare von Ihnen kann ich verzichten.

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@qwertz3

Falls du meinst du würdest durch die Steuerkonstellation hier irgendwie Geld verdienen würdest: Dem ist nicht so.

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@Freedom64

Doch. Wenn er in D für netto 100 einkauft und dann nur innergemeinschaftliche Lieferungen für 119 ausführt, verdient er natürlich Geld - 19 bei jedem Verkauf.
Allerdings habe ich Zweifel daran, dass der FS hier weiß, dass innergemeinschaftliche Lieferungen nur dann vorliegen, wenn die Kunden Unternehmer sind. Und selbst wenn das so wäre - warum sollten die dann für 119 bei ihm kaufen, wenn sie bei seinem Lieferanten für 100 kaufen könnten.

Genau das versuche ich gerade aus ihm herauszukitzeln. Die erste Anwort lässt darauf schließen, dass meine Zweifel berechtigt sind.

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@Eifelia

Ja, genau das meinte ich. Er macht halt Gewinn weil er teuer verkauft als er einkauft. Aber nicht durch irgendeinen Steuereffekt der auftritt, wie er scheinbar denkt.

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Genau verkaufe an ein niederländisches Unternehmen mit einer niederländischen Ust-Id. Sagen wir so bei meinem Lieferanten kann nicht jeder kaufen.

Dann könnte ich darauf basierend ein Unternehmen aufbauen ohne Liebhaberei oder sonstige Dinge zu befürchten?

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