Inkassobüro lässt nicht locker?

3 Antworten

Ich würde an Deiner Stelle einfach mal behaupten VOR dem Schreiben des Inkassounternehmens bezahlt zu haben. Wenn das stimmt, ist es eh gut. Wenn es nicht stimmt, muss man hoffen, dass es durch geht.

Selbstverständlich kann ein Schuldner eben gerade nicht verlangen, dass die Info nicht an eine Auskunftei weiter gegeben wird, auch nicht nach DAGVO. Allenfalls bei Lücken in der Datenschutzerklärung ginge das nicht. Dann wäre das Geschäftsmodell von Auskunfteien beschädigt und Gläubiger wären ungeschützt.

Ansonsten hilft es mit dem Versandhandel zu sprechen und eine kulante Lösung zu besprechen. Umso kleiner der Versandhandel, desto höher die Erfolgswahrscheinlichkeit.

In KEINEM FALL sollte einfach abgewartet werden. Dann kommen die Kosten für Mahnbescheid noch hinzu und später mglw. noch Pfändungskosten des Gerichtsvollziehers. Da kommen insgesamt schnell 200 € zusammen.

Die Einmeldung einer Forderung an die Schufa bedingt deren gerichtliche Feststellung oder das Einverständnis bzw. die Anerkennung des Schuldners. Ferner muss er darauf hingewiesen werden.

Eine streitig gestellte Forderung darf nicht eingemeldet werden.

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Wurdest Du vorher via Rechnungslegung festgelegtes Zahlungsdatum / via Mahnung in Zahlungsverzug gesetzt?

https://www.mahnung-online.de/mahnverzug.html

also kann wenn nur der Händler die ihm durch ein von ihm beauftragtes Inkassobüro entstehenden Kosten an Dich weiterleiten. Denn Du hast mit dem IB keine Geschäftsbeziehung.

In der Mahnung stand das Zahlungsziel drin. Dieses habe ich überschritten. Leider. Allerdings habe ich mit der Zahlung an das Versandhaus meine Rechnung beglichen und dieses hat mir bestätigt, dass es keine weitere Forderung an mich stellt.

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Na immerhin hast du ja bis zum 29. April Zeit.

Ich würde da gar nichts machen. Soll doch der die Musik bezahlen, der sie bestellt hat.

Den Gedanken hatte ich auch. Ich habe mit dem IB keinen Vertrag geschlossen. Das Versandhaus stellt keine weiteren Forderungen an mich.

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Diese Antwort ist falsch.
Abgesehen davon, dass man im Leben NIE den Kopf in den Sand stecken sollten ist das umso falscher, wenn es um juristische Angelegenheiten geht. Sie muss in jedem Fall reagieren. Sonst gibt es einen Mahnbescheid und dann wird es doppelt so teuer.
Die Musik wurde hier eben gerade nicht vom Rechnungsempfänger bestellt, sondern von dem der nicht pünktlich gezahlt hat.
Ich würde einfach mal behaupten VOR dem Schreiben des Inkassounternehmens bezahlt zu haben. Wenn das stimmt, ist es gut.
Wenn es nicht stimmt, muss man hoffen, dass es durch geht.
Man sollte Rechnungen immer zahlen. Ist die Reputation wegen Kinkerlitzchen erst einmal beschädigt wird das Leben schwierig. Dann gibt es auch keine neue Wohnung mehr.
Selbstverständlich kann ein Schuldner eben gerade nicht verlangen, dass die Info nicht an eine Auskunftei weiter gegeben wird, auch nicht nach DAGVO. Allenfalls bei Lücken in der Datenschutzerklärung ginge das nicht.

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@Carlchen319
Sonst gibt es einen Mahnbescheid und dann wird es doppelt so teuer.

Dem Mahnbescheid kann man aber auch mit einem Kreuz widersprechen. Ferner darf kein Rechtsnachteil entstehen durch die Nichtäußerung im vorgerichtlichen Verfahren.

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@Kevin1905

beides ist natürlich nicht richtig.

  1. Wenn Du nicht zahlst, obwohl der Gegner (Kläger) einen berechtigten Anspruch hat, verlierst Du die Klage und zahlst die Kosten. Nichts anderes als eine Klage ist ein Mahnbescheid.
  2. Den Fehler mit dem Widerspruch machen leider viele. Dann geht es halt zum Amtsgericht und die Kosten steigen um den Faktor 5. Das schöne am Mahnbescheid für den Beklagten ist ja geade, dass er so billig ist. Der Gang vors Amtsgericht ist nur sinnvoll, wenn man Gründe vorbringen kann, die Klage abzuweisen. Das Kreuz zeigt anderen nur, dass man die Vorteile eines Mahnbescheides nicht nutzen möchte und daher lieber das fünfache zahlen möchte. Das ist alles.
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@Carlchen319
Wenn Du nicht zahlst, obwohl der Gegner (Kläger) einen berechtigten Anspruch hat, verlierst Du die Klage und zahlst die Kosten. Nichts anderes als eine Klage ist ein Mahnbescheid.

Ein Mahnbescheid ist ein vereinfachtes automatisiertes Verfahren, dass sich nur für klare Rechtslagen empfiehlt, also Fälle die auch im streitigen Verfahren nahezu 1 zu 1 so bescheiden würden.

Es findet keine Prüfung der Ansprüche durch das Gericht statt. Wenn also Widerstand vom Schuldner zu erwarten ist, weil er der Forderung gänzlich oder teilweise widerspricht, ist vom Mahnverfahren abzuraten und der Gläubiger sollte direkt Klage einreichen.

Im Schnitt erreicht mich einmal im Jahr ein Mahnbescheid in irgendeiner Sache. Noch nie ist einer davon in ein streitiges Verfahren gegangen, nach meinem Widerspruch. Entweder weil die Gegenseite die Kosten scheut oder sich ihres Anspruchs nicht ganz so sicher ist. Der MB, da relativ günstig, wird auch gern als Druckmittel verwendet.

Ferner sind diese oft falsch. Es finden sich in den Nebenforderungen oft Inkasso- und Rechtsanwaltskosten. Es gibt keinen Grund diese rechtswidrige Kostendoppellung hinzunehmen, gleich ob die Hautpforderung berechtigt ist oder nicht. Oder die Kosten für den Rechtsdienstleister sind gemessen am Fall zu hoch.

Den Fehler mit dem Widerspruch machen leider viele. Dann geht es halt zum Amtsgericht und die Kosten steigen um den Faktor 5.

Es gibt keinen Automatismus zur Überleitung ins streitige Verfahren. Der Gläubiger muss dies beantragen (Ausnahme: arbeitsrechtliches Mahnverfahren). Und aus o.g. Gründen machen es viele nicht, weil sie dann in Kostenvorschuss gehen und die Klage begründen müssen. Auf ein Anerkenntnisurteil zu hoffen ist dann auch mitunter blauäugig.

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@Carlchen319
Diese Antwort ist falsch.

Ich weise noch mal auf die gegebenen Kalenderdaten hin. Der Gläubiger hätte durchaus mit einer Mahnung auf den ausstehenden Betrag hinweisen können. Er hat insoweit eine Schadensminderungspflicht.

Ich würde hier einem Verfahren gelassen entgegensehen.

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