Inkasso Forderungen berechtigt?

2 Antworten

Das entspricht einen Gebührensatz von 1,1, sofern die Beauftragung noch im letzten Jahr erfolgt ist. Max. zulässig wären 1,3.

Zuerst würde ich mir vom Inkassobüro mal eine Vollmacht des Gläubigers vorlegen lassen. Die Zahlungsaufforderung weist du mit Verweis auf die fehlende Vollmachtsurkunde zurück (§ 174 BGB).

Rechnung sähe übrigens so aus:

  • Gegenstandswert gem. Anlage 2 RVG bis 500 € (Stand 2020): Gebühr von 45 €
  • Gebührensatz von 1,1 (2300 VV RVG)
  • 45 € x 1,3 = 49,50 €
  • Post- und Telekommunikationspauschale (7002 VV RVG) sind 20 % der Gebühren (max. 20 €)
  • 49,50 € x 20 % = 9,90 €
  • 49,50 € + 9,90 € = 59,40 €

Welcher Gebührensatz hier angemessen ist, könnte hier eine spannende Diskussion werden. Grundsätzlich könnte man hier erst mal ein standardisiertes Masseninkasso und damit einen Gebührensatz von 0,3 gemäß 2301 VV RVG unterstellen (BGH Urteil vom 14.03.2019, 4 StR 426/18 (PDF)).

Ich gehe jedoch davon aus, dass das Inkassobüro da eine andere Auffassung vertreten wird. Dazu müssten man sich mal deren Argumente anhören. Dass der Inkasso-Auftrag des Gläubigers über ein einfaches Anschreiben hinausgeht, würde ich erst mal mit Nichtwissen zu bestreiten, eine gegenteilige Darlegung obläge dem beauftragten Inkassobüro oder dem Gläubiger.

Diese Angelegenheit müsste aber im Zweifelsfalle gerichtlich geklärt werden. Das dürfte für dich noch weniger erstrebenswert sein als für das Inkassobüro. Vielleicht kann man sich auch irgendwo in der Mitte treffen. Je nachdem, was das Inkassobüro noch an Argumenten anbringt, irgendwo zwischen 0,5 und 1,0.

Das alles Vorausgesetzt, dass die gegenständliche Forderung überhaupt besteht.

Disclaimer: IANAL, TINALA, BRD-Recht

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

Hattest du den wirklich vergessen oder hattest du ihn gekpndigt und die belästigen dich trotzdem?

Weil hatte auch schon mit dem Sa uladen zu tun, über Jahre Rechnungen für eine längst gekpndigten Vertrgág geschickt weil die Hur ensöhne die Kündigung einfach nciht akzeptiert hatten!
Inkasso geshcickt und sosntwas, irgendwann gabs ein urteil, da hiß es auch, ich hatte ja tausendfach und eindeutig mein Absichten zur Vertragsbeendigung mitgeteilt (inklusive Verbraucherzentrale, die für mich das ebenfalls nochmal higneschrieben ahtte)
und dass die sich ihre ganzen Forderungen in den Ar sch schieben konnten!

Kurzum: obwohl shcon lange geküngit, haben die mich unberechtigt noch lange belästigt.
Ich würde bei dir auch mal gucken ob da überhaupt was dran ist an der Forderung. Und selbst wenn nicht, vorsihtig sein, denn die besch eissen offenbar sehr gerne!

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