Inflationsausgleich - bei welcher Geldanlage ist das gewählietstet?

5 Antworten

Hallo schnippe,

Inflation heißt, dass die Kaufkraft deines Geldes sinkt. Beispiel: Für 1 EUR konntest du vor 5 Jahren noch 3 Bötchen kaufen, heute nur noch 2. Dein Geld kauft dir also bei gleichem Nominalbetrag (hier: 1 EUR) weniger Waren ein.

Bei der Geldanlage ist es daher wichtig, dass der Ertrag diesen Kaufkraftverlust ausgleicht. Beispiel: Bei 2% Inflation in einem Jahr muss dir deine Anlage schon mehr als 2% Zuwachs nach Steuern und Kosten bringen, damit du deine Kaufkraft hältst.

Wenn du also dein Geld auf einem Sparbuch hast und dafür nur 1% Zinsen bekommst, dann hast du zwar nach einem Jahr mehr Geld, aber dieses Geld kauft dir trotzdem insgesamt weniger Dinge ein. Real (also nach Abzug der Inflation) hast du also dann an Vermögen verloren.

Als Anlagen, die Inflation ausgleichen, gelten z.B. Aktien von Versorgern, weil die Unternehmen die Preissteigerungen auch für ihre Produkte umsetzen und dann mehr Gewinn erzielen. Zudem steckt da ein Substanzwert dahinter, der unabhängig ist vom Geldwert. Beispiel: Das Unternehmen Siemens hat schon einige Währungskrisen überdauert.

Anlageformen in Geldwerten, also alles wo dein Geld Zinsen bringt, sind generell eher Inflationsverlierer, weil diese es regelmäßig nicht schaffen, genug Ertrag zu bringen. Es gibt zwar auch "inflationsgeschützte Anleihen", allerdings liegt der Teufel hier im Detail. Es kommt z.B. sehr darauf an, wie die Inflation genau gemessen wird. M.E. sind diese Anleihen keine gute Lösung.

Einen gewissen Schutz bieten allgemein Sachwert-Anlagen, also neben Aktien auch z.B. Immobilien, Holz/Forst, Land, Edelmetalle, Kunst, u.a. Es kommt natürlich dann hier darauf an, die spezifisch richtige Lösung zu finden.

Schau mal bei www.kaufkraftschutz.de. Das ist ein neuer Blog, in dem es genau darum gehen soll.

Beste Grüße,

morpheus

Bei all den Diskussionen sollte man zwischen "normaler" Inflation und Krisenzeiten mit hoher oder galoppierender Inflation unterscheiden.

Die "normale" Inflation lag in der Vergangenheit zwischen 1% und 8% pro Jahr. Begleitet war sie von Zinsen die ca. 2-3% über der Inflationsrate lagen. Also nach Steuern so mal eben nix verloren.
Bei "normaler" Inflation ist es hilfreich in Sachwerte wie Immobilien, das Eigenheim, Aktienfonds zu investieren. Aber auch der Ansparvorgang über ein paar Jahre zum Kauf eines Eigenheims ganz normal als Sparbuch, Tagesgeld, kurzlaufende Anleihen ist ok und sinnvoll.
In Krisenzeiten ist nicht nur die Inflation das Risiko sondern die Veränderung von Sitten. Wenn im letzten Monat das Auto 10% billiger war und erkennbar der Trend weiter geht und die eigene Gehaltserhöhung nicht mehr mit läuft hilft nur die schon bestehende Verschuldung und das Sitzen auf einem Goldberg oder in einem Eigenheim um einigermaßen über die Runden zu kommen.
Dann ist jeder bemüht das vorhandene Geld so schnell als möglich weiter zugeben und irgendwas zu kaufen. Und seien es die Kartoffeln für die nächsten 5 Monate.

Tagesgekonten, Sparbücher, Anleihen sind Gelwete und unterliegen der Inflation ausser inflationsgeschützte Anleihen.

Gegen Inflation sind Sachwerte eine Lösung. Sachwerte sind Aktien, Aktienfonds, Immobilien, sehr gut ausgesuchte geschlossene Beteiligungen die zum Portfolio passen wie, Windkraftanlagen, Solarkraftanlagen, Immobilienfonds und Edelmetall. Alle Anlagen sind inflationssicher und Aktienfonds sogar insolvenzgeschützt.

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