Indexzertifikate

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3 Antworten

Warum muss es ein Indexzertifikat sein? Wenn Du in den DAX investieren möchtest, dann bietet sich zunächst mal einer der DAX-ETFs an, die nämlich im Gegensatz zu Zertifikaten keine Schuldverschreibungen sind, sondern Fonds, was bei mittel- bis langfristigen Investments klar vorzuziehen ist.

Warum müssen es Zertifikate sein? Wer will Dir Zertifikate verkaufen?

Noch besser jedoch: warum denn einen DAX-Tracker in Form eines Zertifikats oder ETFs nehmen? In was willst Du eigentlich investieren? Deutsche Aktien? Ist Dir mal aufgefallen, daß der MDAX den DAX seit einiger Zeit outperformt, da hier eine deutliche bessere Innovationskraft und Diversifikation zu finden ist?

Also kannst Du Dir nun auch noch ETFs auf den MDAX anschauen.

Daher:

  • Welchen Anlagebereich in Deinem Portfolio willst damit abdecken? Den DAX per se, deutsche LargeCaps, deutsche Aktien allgemein?

  • Welches Instrument ist hier geeignet? Zertifikate (kurz- bis mittelfristig) oder ETFs (mittel- bis langfristig)?

  • Welches Produkt passt hier konkret? iShares DAX, db x-trackers DAX, Comstage DAX, ETFS DAX, Lyxor DAX?

Für jemanden, der einen Hammer hat, sieht alles aus wie ein Nagel. Es wird Zeit, mal über Schrauben und Dübel zu reden :-)

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ein Rating? Ich kann dir auch so sagen, dass bei Zertifikaten der Emittent viel verdient. Und dass es von der Bonität der Bank abhängt. Und dass Banken auch ausfallen können, das wissen wir seit Lehman.

Du suchst also ein Endloszertifikat? Die sind doch mehr oder weniger alle gleich gestrickt. Die Variablen sind der Abstand zum Basispreis, damit der Hebel. Muss man da noch mehr wissen?

Eine Suchmaschine ist allemal besser als eine Zeitschrift. Geh auf www.boerse-stuttgart.de . Dort findest du bei Zertifikaten alles, was das Herz begehrt.

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Warum ein Emittentenrisiko eingehen, wenn man den DAX auch als ETF (= insolvenzgeschütztes Sondervermögen) haben kann? Und das auch noch zu geringsten Kosten von nur ca. 0,2% p.a.?

Ich sehe nichts, was hier für ein (meist sehr teures) Zertifikat spricht, aber sehr viel, was dagegen spricht. Die ETF-Auswahl ist mit dem folgenden Link auch sehr einfach.

Wenn es um zusätzliche Portfolio-Beratung geht, so sind unabhängige Honorarberater geeignet, weil diese insbesondere auch ETF-Portfolios gestalten.

https://www.justetf.com/de/find-etf.html?assetClass=class-equity&index=DAX%25C2%25AE

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Kommentar von Niklaus
04.01.2013, 23:39

Nicht alle ETFs haben Sondervermögen.

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Kommentar von TopEconomist
05.01.2013, 03:11

Was GAFIB sagen will:

Bei Zertifikaten haften die Emittenten, also i.d.R. die ausgebende Bank. Klartext: Wenn die Bank pleite geht, ist das Zertifikat nichts mehr wert (siehe Lehman).

Zertifikate sind teuer, da sie zwar gewisse Chancen bieten, aber diese im Vergleich zum Risiko und abzüglich der Kosten oft ein geringeres Chance-Risiko-Profil aufweisen. Das heißt: die Chancen sind im Vergleich zu den Kosten zu gering, bzw. die Risiken sind im Vergleich zur Rendite (abzüglich Kosten) zu hoch!

Bei ETFs, die als sog. Sondervermögen gelten, sind diese Sondervermögen, also Deine Anlage, vor einer Pleite des Emittenten (der ausgebenden Fondsgesellschaft) geschützt, also wenn hier die Fondsgesellschaft pleite geht, ist Dein Vermögen geschützt! (Wie allerdings Niklaus anmerkt, sind nicht alle ETFs Sondervermögen. Dies ist also im Vorfeld des Invesments zu überprüfen.)

Die niedrigen Kosten von ETFs sind übrigens darin begründet, dass hier kein Fondsmanager (der ja ein Gehalt will) bzw. sein Team die Aktienauswahl vornimmt, sondern der Computer, indem ein bestimmter Index nachgebildet wird (in dem Fall der DAX). Allerdings gibt es hier auch wieder die Unterscheidung zwischen voll replizierenden ETFs und synthetischen ETFs auf Swap-Basis. (Ich nehme an, die Suchfunktion auf dieser Seite liefert hierzu ausreichend Treffer...).

Also Empfehlung: Wenn Du wirklich in den DAX investieren willst, dann am besten über einen ETF, der als Sondervermögen gelten sollte! (ob synthetisch oder replizierend ist Geschmackssache)

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