Indexmiete - faire Sache?

2 Antworten

Leider teilst Du nicht mit, ob nun der Gewerbe- oder der Wohnraummmietvertrag gemeint ist.

Beim Wohnraummietvertrag ist die sog. allgemeine Mieterhöhung durch den Indexmietvertrag ausgeschlossen:

http://dejure.org/gesetze/BGB/557b.html

Und die Frage nach der Fairness? Für wen? Wenn es Deflation geben sollte, wird der Vermieter einen solchen Mietvertrag als sehr unfair empfinden!

Beim Wohnraummietvertrag ist die sog. allgemeine Mieterhöhung durch den Indexmietvertrag ausgeschlossen:

Falsch, ist er gerade nicht, wie man in § 557b Abs. 1 BGB nun unschwer nachlesen kann :-)

Der Fragestellung ist aber nicht zu entnehmen, dass es sich ausgerechnet um preisgebundenen Wohnraum handeln soll, auf den diese Bestimmung einer Indexmiete nicht anwendbar wäre.

G imager761

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@imager761

Du kannst einfach nicht lesen: Was steht denn wohl in Abs.2 Satz 3 des § 557b BGB? Wenn man schon besserwisserische Belehrungen geben will, sollte man nicht ein so grundfalsches Zeug von sich geben.

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Ist eine Indexmiete eine faire Angelegenheit, da sie ja nur getaffelt ist, um die Inflation auszugleichen?

Eben nicht: Bei Mietinteressenten dürfte sich herumgesprochen haben, dass sie damit gleich “doppelt” bezahlen müssen :-O

Denn einerseits müssen sie bereits die steigenden Heizkosten - etwa durch die Auswirkungen des EEG - im Rahmen der Nebenkosten bezahlen und dann werden sie bei den Mietkosten bestraft, weil die Energiepreiserhöhungen auch zum Anstieg des Lebenshaltungsindex beitragen :-O

Gibt es Nachteile zu solchen Verträgen und kann der Vermieter ausser der Reihe noch erhöhen?

Eben nicht: Ein Hauptproblem aus Vermietersicht ist der wesentliche Ausschluss der modernisierungsbedingten Mieterhöhung gemäß § 559 BGB :-)

G imager761

Welche Mittel und Aussichten habe ich, um Mietschulden von einer ehemaligen WG-Mitbewohnerin bei mir einzutreiben?

Hallo,

Ich habe bis zum 31. Dezember 2014 in einer WG gewohnt. Meine damalige Mitbewohnerin, welche im August in die WG eingezogen war, erwies sich als stark inliquid. Da ich immer stellvertretend für die WG die Miete an den Vermieter überwies und wir schonmal wegen Unpünktlichkeiten ermahnt wurden, habe ich, als die Miete im Sept. fällig war, den üblichen (vollen) Betrag überwiesen, obwohl sie mir Ihren Anteil noch nicht übergeben hatte. Ich habe ihr dies mitgeteilt und Sie gefragt, wann Sie mir Ihren Anteil geben könnte. Daraufhin teilte sie mir mit, dass sie dies erst könne, wenn sie das Kindergeld von Ihrer Mutter sowie die Kaution von Ihrer letzten Wohnung bekommt. Im Oktober passierte das gleiche nur mit dem Unterschied, dass sie mir die Hälfte geben konnte. Damit schuldete sie mir also (bis heute) das 1,5-fache ihres Mietanteils.

Seit ich ihr vor ein paar Monaten ihr in einem sms-Gespräch sie gebeten habe, bald die Schulden zu begleichen, verweigert sie jeden Kontakt. Sie antwortet nicht mehr auf Sms, Facebooknachrichten oder Emails. Anrufe werden weggedrückt. Ein mal habe ich Sie mit unterdrückter Rufnummer erreichen können. Da wurde ich aber sehr unfreundlich abgewimmelt. ich dabei mich über meine rechtlichen Möglichkeiten und Aussichten zu informieren. Ich könnte folgendes einem Richter vorlegen:

  • Unterlagen, aus denen unser Mietvertragsverhältnis zum Vermieter (alle Hauptmieter) hervorgeht.
  • Nachweise über die laufenden Kosten (Mietvertrag, Strom/Gas-Verträge, Kontoauszüge).
  • Kontoauszüge, aus denen hervorgeht, dass Ihre Vorgängerin (auch nachweisbar) den gleichen Betrag mir jeden Monat überwiesen hat.
  • Facebooknachrichtenverlauf, in dem wir über ihre Schulden diskutiert haben (aus dem auch der Betrag hervorgeht).
  • den SMS-Nachrichtenverlauf von vor wenigen Monaten, in dem wir ebenfalls kurz über die Schulden gesprochen haben. Ich hätte auch noch ein Gespräch, das ich kurz vor meinem Auszug aufgezeichnet habe, in dem wir über die Schulden gesprochen haben. Aber inzwischen meine ich zu wissen, dass dies nicht rechtlich verwendet werden kann.

meine Fragen wären nun:

1.) Könnte ich im Falle eines Prozesses den Sachverhalt ausreichend belegen?

2.) Wie würden meine Aussichten ausehen, wenn sie vor Gericht einfach behaupten würde, dass Sie mir das Geld bereits gegeben hat (in Bargeld) oder sich sogar ein falsches Alibi besorgt?

3.) Wie hoch wären die Kosten für einen Prozess, welche ich auszulegen hätte?

4.) Um Ihre neue Anschrift (sie wohnt auch nicht mehr in der WG) herauszufinden, müsste ich erstmal eine Melderegisterauskunft beim Einwohnermeldeamt für etwa 20 Euro beantragen, richtig?

5.) Wäre ein Anwalt sehr ratsam (würde ich gerne meiden um die Investitionskosten nicht noch weiter zu erhöhen).

6.) Wäre der Titel überhaupt etwas Wert?

7.) Wann tritt eine Verjährung der Angelegenheit ein?

Ich bin sehr dankbar für jeden Rat den Ihr/Sie mir geben könnt(en). Vielen Dank!

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In unserem Mehrfamilienhaus hat ein Mann gewohnt, der jahrelang für Hausmeistertätigkeiten und den Winterdienst zuständig war. Deshalb steht in meinem Mietvertrag auch kein Passus, dass ich im Winter hierfür im Wechsel mit den anderen Mietern zu sorgen habe. Dieser Mann ist jetzt ausgezogen und der Vermieter möchte die Streupflicht jetzt auf alle Mieter im Wechsel aufteilen. Muss ich mich damit einverstanden erklären. Da ich ganztägig berufstätig bin, könnte ich tagsüber dieser Pflicht gar nicht nachkommen

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Wegen unglücklichen Umständen habe ich ein Haus in Deutschland viel zu billig vermietet. Der Mietwert wäre doppelt so hoch und da das Haus im 2016 versteigert wurde, habe ich auch eine Mietwertschätzung für Kaltmiete vom Mai 2015. Vom Gericht habe ich diese Schätzung vor der Versteigerung zugesandt erhalten. Es ist ein schönes Haus Baujahr 2010 gut isoliert an einer ruhigen Lage wo es auch Arbeitsplätze in der Umgebung hat. Eine Frau alleine hat das Haus gemietet, der Mietvertrag wurde im Sommer 2017 abgeschlossen.

Nun habe ich bei Kündigungsgründe gestöbert und folgendes gefunden auf einer deutschen Seite:

  • Wirtschaftliche Verwertung
  • Der Vermieter wird durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert, wodurch ihm erhebliche Nachteile drohen (sog. Verwertungskündigung). Bsp. Notwendige Sanierung eines Altbaus.Achtung: dieser Kündigungsgrund ist in den neuen Bundesländern nach dem Einigungsvertrag ausgeschlossen (Artikel 232 §2 EG BGB), wenn der Mietvertrag schon vor dem 3.10.1990 abgeschlossen wurde. Wenn der Abriss des Gebäudes wegen Leerstandes aber wirtschaftlich zwingend erforderlich ist, kann sich der Vermieter im Einzelfall unter Umständen auf ein sonstiges berechtigtes Interesse an der Kündigung behelfen (§ 573 Abs. 1 BGB). Eine Kündigung ist dann zulässig.

Weitere Gründe sind denkbar, wenn sie ähnlich schwerwiegend sind (§ 573 Abs. 1 BGB).

Liebe Leser: Was bedeutet wirtschaftliche Verwertung? Im Prinzip möchte ich das Haus an eine Ehepaar oder Familie vermieten, welche mir mehr bezahlen kann. Plötzlich kommt das Steueramt noch auf absurde Ideen und meint ich kriege noch auf anderem Weg Mietzins für das Haus ausser die Kontoüberweisung, da niemand ein Haus zu einem so kleinen Preis vermietet. Wieso ich das Haus für diesen Preis vergeben habe, könnte ich höchstens in Privatnachrichten erklären. Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate, ob die Dame noch eine Mietverlängerung herausholen kann ist fraglich, sie ist pensioniert.

Welche Kündigungsgründe gibt es. Ich könnte höchstens Eigenbedarf ankündigen, wenn ich das Haus als Ferienhaus nutzen kann und zum Teil als Ferienhaus vermieten möchte, damit ich freie Zeiten für mich nutzen kann. ich bleibe Wohnhaft wo ich bin. Wenn das Haus extrem unter dem Mietwert vergeben wurde, sollte doch eine Kündigung möglich sein, ich bin nicht bereit jahrelang auf die Hälfte des Mietzinses zu verzichten. schlossthierstein@outlook.de

Danke für Antworten

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