in wie weit kann mich mein ag bei fahrlässig verursachtem unfall in regress nehmen.

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2 Antworten

Die Arbeitnehmerhaftung ist in § 611 BG geregelt. Demnach haftest du voll für Schäden grober Fahrlässigkeit bis zu einer Obergrenze von 3 Bruttomonatsgehältern :-O

Im Einzelnen:

Jemand handelt grob fahrlässig, wenn er "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nach den gesamten Umständen in ungewöhnlich hohem Maße verletzt und unbeachtet lässt" .

Was hier jedem einleuchtet, der als Berufskraftfahrer unterwegs ist, dass der Fahrzeugführer die Abmessungen seines Fahrzeugs kennt, Schilder lesen und verstehen kann und im Zweifel vorher hält, prüft und sicherheitshalber wendet statt auf gut Glück (ungebremst?) weiter zu fahren :-(

"Dabei ist zu berücksichtigen, was der Schädigende nach seinen individuellen Fähigkeiten erkennen und erbringen konnte", so BAG 8 AZR 221/97 vom 12. November 1998, -AP Nr. 117 § 611 BGB- Haftung des Arbeitnehmers).

Hierbei haftet der Arbeitnehmer in aller Regel für den gesamten Schaden. Eine Haftungseinschränkung ist aber möglich, wenn zwischen Vergütung und Schaden ein deutliches Missverhältnis besteht. Ein solches Missverhältnis zwischen Schaden und Verdienst des Arbeitnehmers besteht nicht, wenn der zu ersetzende Schaden noch deutlich unterhalb der Haftungsobergrenze von drei Bruttoeinkommen liegt. Diese Haftungsobergrenze ist bisher nicht umgesetzt, wurde aber in der Reformdiskussion zur Begrenzung der Arbeitnehmerhaftung als Höchstbetrag vorgeschlagen. (vgl. BAG 8 AZR 95/01 v. 15. November 2001).

G imager761

Das hängt davon ab, welcher Grad der Fahrlässigkeit hier vorliegt, einfach-, normal- mittel- oder grobfahrlässig.

Wenn vor der Brücke ein Hinweisschild zur Höhe stand und Dein LKW höher als dort angegeben war, spricht die Rechtsprechung von grober Fahrlässigkeit.

In dem Fall wirst Du auf jeden Fall einen Teil des Schadens zu übernehmen haben (Quotelung).

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