In welchen Fällen bestellt man einen Nachlaßverwalter?

4 Antworten

Offenbar verwechselst du hier Nachlassverwalter und Testamentsvollstrecker.

Einen Vollstrecker setzt man ein, wenn man Erbauseinandersetzung befürchtete und seinen Willen als künftiger Erblasser moderiert umgesetzt haben möchte: Wer erbt genau welchen Nachlassgegenstand und mit welchen Auflagen, um eine Versteigerung des selbst errichteten Hauses an Dritte zu vermeiden, wer pflegt den hinterbliebenen Lebensgefährten und bekommt dafür wieviel extra, wer kümmert sich um die selbst gewählte Bestattungsfom und Ausrichtung der Beisetzungsfeier usw.

Ein Nachlassverwalter wird vom Nachlassgericht auf Antrag eines Erben bestimnmt, wenn der Nachlass unübersichtlich zur Kostenfalle zu werden droht, dessen gesamtschuldnerische Haftung man sich vom Hals halten will.

G imager761

Danke. Anscheinend hast Du Recht. Dann meinte ich den Testamentvollstrecker.

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Wenn wie hier alle zerstritten oder zumindest sich nicht grün sind, dann hilft auch die Einsetzung eines Nachlassverwalters nicht weiter, denn jeder Erbe kann ja die Ebauseinandersetzung durch Zwangsvollstreckung erzwingen. Da ist es allemal besser zu Lebzeiten ein Testament zu machen - koste es auch einem Dolmetscher viel Zeit und Mühe den Eltrn die Reichweite der einzelnen Anordnungen im Testament verständlich zu machen. Dem behinderten Sohn kann man ja in jedem Fall ein lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen und die zu Lebzeiten gewährten Darlehen können in der Aufteilung entsprechend berücksichtigt werden. Das Mehrfamilienhaus sollte in jedem Fall einem Erben klar zugeordnet werden, ebenso die Eigentumswohnung. Nur so ist sichergestellt, dass eine spätere Zwangsversteigerung zur Erbauseinandersetzung vermieden werden kann und dass auflaufende Instandhaltungsmaßnahmen auch durchgeführt werden können.

Der arme Nachlassverwalter bei den Verhältnissen.

Ich würde versuchen einen anderen Weg zu gehen.

4 Kinder, 4 Wohneinheiten.

Ich würde sehen, ob man das 3 Familienhaus einfach in Eigentumswohnungen aufteilen kann.

Dann den Kindern jedem eine WE vererben, so wohnt der mit dem Gesundheitsproblem in der, die er behalten kann.

Mit dem Bargeld und den Rückzahlungsverpflichtungen aus den Darlehen kann man den Wertausgleich machen.

Es bleiben dann zwar noch 3 Leute, die sich in Form einer Eigentümergemeinschaft über die Sachen an Dach und Fach des Dreifamilienhauses einigen müssen, aber es bleiben die Kosten und die Nerven des Nachlassverwalters gespart.

Das Haus hat zwar 3 Wohnungen aber ist als Zweifamilienhaus geführt. Das Dachgeschoss zählt zum Erdgeschoss. So einfach ist das nicht. Die Wohnungen haben alle einen anderen Wert. Wer soll welche bekommen? Schulden gibt es keine mehr. Meiner Ansicht kommt man an einem Verwalter nicht vorbei.

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@althaus

Man kann das Dachgeschoss ja zur Wohneinheit machen. Ausserdrem gibt es keine Schulden, aber die Forderungen gegen die Beiden die Darlehen bekommen haben. Die meinte ich. Diese Darlehen können ja zum Wertausgleich gereichen.

Ich bin mir sicher, wenn man die Werte der Wohnungen kennt und weiss, welche der Erben das Gelb bekamen, wer schon in welcher Wohnugen lebt usw. wird man eine Lösung finden.

Aber wenn man das Geld für den Verwalter ausgeben möchte, bitte.

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