In Unfallversicherung steht keine genaue Todessumme, wird jetzt nichts gezahlt?

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6 Antworten

Es muss eine Summe vereinbart worden sein, denn es kann ja wohl nicht eine Versicherung geben, die bei Eintritt des Versicherungsfalls nicht zahlt, obwohl Beiträge bezahlt wurden. Vielleicht ist die Unfallversicherung ja auch in Verbindung mit einer Kapitallebensversicherung (z.B. Verdopplung der Versicherungssumme in Falle eines Unfalls) abgeschlossen worden.

Also: welche Versicherung ist das, was genau sagt die Police bzw. das Abschlußdokument?

Die Unfallversicherung wurde 1977 bei der Gothaer abgeschlossen. Habe heute nach langem langem suchen endlich den Originalversicherungsschein gefunden. Hier steht in einem Absatz der genaue Wortlaut: § 8 Art und Voraussetzung der Leistungen Todesfallentschädigung Fürt ein Unfall innerhalb eines Jahres vom Unfalltage an gerechnet zum Tode, so wird Entschädigung nach der versicherten Todesfallsumme geleistet.

Der Unfall war am 09.02.2011 und auf Grund der Folgen ist er am 03.03.2011 verstorben. Auf der Todesbescheinigung vom Krankenhaus wurde auch richtigerweise eingetragen "unnatürlicher Tod".

Bis jetzt wurde lediglich das Krankenhaustagegeld gezahlt.

Von einer Lebensversicherung weiß ich allerdings jetzt nichts. Da müsste ich mich auch durch die Unterlagen wühlen, ob es da was genaues gibt. Ich bekomme keine Unterlagen von der Gothaer zugesandt. Angeblich finden sie selbst keine Unterlagen mehr. Renne seit 1 Jahr hinterher um an Informationen zu gelangen.

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@Gandalf: Eine UV braucht nicht zwangsläufig eine Todesfallsumme.

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@Niklaus

Korrekt, aber selbst wenn nur der "Unfall" versichert wäre, müsste die Versicherung eine Summe ausweisen. Eine Police ohne Versicherungssumme und Konditionen für ggf. anteilige Auszahlungen (z.B. nach Grad der Invalidität) gibt es ja wohl nicht.

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@gandalf94305

Was bei einer UV ausgehandelt wird, ist die Invaliditätssumme und die Progression. Alles ander sind nur Zusatzbausteine.

Wenn ein Unfall mit Todesfolge passiert, gibt es keine Versicherungsleistung, wenn keine Todesfallsumme abgeschlossen wurde.

Ein ähnliches Beispiel hast du bei einer Dread-Disease und einer Risikolebensversicheurng.

Stirbt die VP an Krebs, zahlt die DD nur, wenn eine Todesfallleistung vereinbart wurde. Wenn er die Krankheit überlebt bekommt er die Kapitalleistung.

Bei der RLV ist es umgekehrt. Stirbt die VP zahlt die RLV die Versicherungssumme. Überlebt sie einen Unfall und ist querschnittsgelähmt und ist absolut berufsunfähig, fließt keine einziger Euro.

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Wenn keine Todesfallsumme vereinbart wurde kann auch keine ausgezahlt werden. Das ist doch ganz einfach. Eine Unfallversicherung ist keine Lebensversicherung. Die Hauptaufgabe einer Unfallversicherung ist für den Fall der Invalidität eine entsprechende Kapitalsumme laut Versicherungsschein zur Verfügung zu stellen. Man kann auch eine Todesfallsumme bei einer Unfallversicherung einschließen, dadurch wird der Beitrag aber nur teurer. Denn die Todesfallsumme wird nur bei Tod fällig und nicht bei Invalidität. Wahrscheinlich hat dein Vater bewusst auf die Todesfallsumme verzichtet um Kosten zu sparen. Das war jedenfalls klug. Die Entscheidung kam bestimmt von ihm, denn im Gegensatz zu mir, bieten die meisten Versicherungsvermittler eine Todesfallsumme an.

Eigentlich sollte es bei einer Beratung zum UT nicht um den Todesfall gehen, sondern eher um eine evtl. Vorleistung im Falle der Invalidität. Viele wissen das aber nicht mal. Deswegen würde ich nicht pauschal gegen das UT urteilen, sofern die Beratung wirklich sich um den Invaliditätsfall dreht. Du weißt was ich meine.

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Also ein ganz klarer Fall für einen Fachanwalt. Bitte vorher den Ombudsmann für Versicherung einschalten das unterbricht alle Fristen für den Versicherer. Auf jeden Fall per Einschreiben Rückschein Kopie des Versicherungsscheins anfordern. Am besten mit Hilfe Deines Maklers. Eine Unfallversicherung ohne Versicherungssumme gibt es nicht! Viel Glück

Und was soll der lächerliche Ombudsman bewegen, wenn die schon jetzt nichts bewegen können, außer eine Bürokratiestelle mehr zu haben, um Geld zu verschleudern? 6 - 8 Monate teilweise Wartezeit? Meist ohne Ergebnis.

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@Helge001

Der Grund ist ein ganz simpler. Im Klagefall wird abgefragt, ob diese Instanz involviert wurde. Unter Umständen kann eine Nichteinhaltung zur Klageabweisung führen. Ein weiterer Aspekt ist, dass durch Einschaltung des Ombudsmannes sämtliche Fristen ausgesetzt werden. Ein Vorteil für den Anwalt, Zeit zu gewinnen. @ Helge001: Wieviele Ombudsmannfälle hatten Sie? Wir haben nämlich durchaus positive Erfahrungen gemacht und 6-8 Monate sind uns ebenfalls unbekannt. Fazit: Schaden kann es auf keinen Fall....

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@alfalfa

Wenn im Versicherungsschein hinter der Pos. TOD kein Betrag steht, dann ist die Pos. TOD nicht versichert - völlig unabhängig davon, dass im §8 der angehängten AUB möglicherweise die Todesfallleistung selbst erläutert wird!!

Wenn in den Bedingungen der VHB eindrücklich dargelegt wird, wann bei Fahrraddiebstahl geleistet wird, so muß trotzdem überhaupt erstmal Deckung für Fahhräder beantragt worden sein.

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Fordere doch die Versicherung auf, Dir eine Ersatzpolice auszustellen, dort muß eine Versicherungssumme genannt werden. Der Rest ist dann einen Angelegenheit für den Fachanwalt.

Die Versicherung gibt mir ja keinerlei Informationen. Hab ja schon nach allen möglichen Papieren gefragt. Die letzte Antwort war, dass sie leider keine Originalunterlagen mehr finden. Ich fühl mich irgendwie verarscht. Da steckt doch mehr hinter....

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@maggy201

Du hattest doch geschrieben, das Du den Originalversicherungsschein gefunden hast. In der Nähe woe das Krankenhaustagegeld eingetragen ist, und zwar die HÖHE des versicherten Tagegeldes, da müsste auch darüber oder darunter eine Todesfallsumme stehen und auch so bezeichnet sein, WENN SIE DENN damals beantragt wurde. Und wenn da nichts steht, dann gibt es keine auszuzahlende "versicherte" Todesfallleistung.

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Geh zu einem Anwalt und lass Dich beraten.

Keine Todesfallleistung vereinbart ==> keine Leistung im Todesfall!!

Ich verstehe die Frage nicht!?

Für Todesfälle sind Lebensversicherungen verschiedenster Gestaltungsformen vorhanden und geeignet.

Ähem....Frage richtig gelesen?

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