In Kürze kommt Teilungsversteigerung und in welcher Höhe lohnt sich das Bieten noch?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Da fehlen Infos, die ich erstmal durch Annahmen ersetze.

Ihr (Du und Dein Ex) habt gemeinsam ein Haus gekauft und beide zusammen den/die Kredit(e) aufgenommen. Die Idee den nach der Versteigerung verbleibenden Kredit zu teilen hat Ihr gemeinsam gefasst und noch nicht mit der Bank abgesprochen.

Damit ist die Sache klar.

Im ersten Termin gibt es einen Zuschlag nur wenn das Gebot mindestens 70 % ist, somit bei Schätzwert 250.000,- sind das 175.000,- wäre im ersten Termin ein Zuschlag möglich.

Nehmen wir mal an, im zweiten Termin bietest Du 130.000,- und bekommst es, ist die Rechnung wie folgt.

130.000,- an die Bank. Restschuld 93.000,- (weil die Bank wird sich an den Wenden, der Geld hat und nicht an Deinen Ex. + Gerichtskosten 10.000,- = 233.000,-,- minus EK 61.500,- Also brauchst Du 171.500,-, die Du als Kredit brauchst.

Aus meiner Sicht klüger wäre es an die Bank und den Ex zu gehen und denen vorzuschlagen den Kredit von 223.000,- gegen Übertragung der Hälfte vom Ex zu übernehmen. 

Dann tilgst Du mit Deinem EK den Kredit teilweise auf 165.000,- runter und lässt Dir einigermaßen vernünftige Bedingungen machen.

Besser wäre nur, wenn ein Fremder 200.000,- bietet. dann ist die Restschuld 23.000,-. Die kannst Du tilgen und hast mit einem schmerzlichen Verlust Deine Ruhe.

Es gibt natürlich noch andere Punkte, die aber nicht im Sachverhalt stehen:

Wird im Objekt gewohnt?

Was wäre danach als Miete woanders zu zahlen?

Hängst DU am Objekt?

Was kannst Du Dir als Kredit leisten?

Noname:

In der Teilungsversteigerung (der Begriff „Auseinandersetzungs-Versteigerung wäre zutreffender) bleiben Rechte an dem Grundstück (z.B. Hypotheken, Grundschulden etc.) bestehen, sie werden durch das Verfahren nicht beeinträchtigt.

Der Ersteher hat sie zu übernehmen. Bei hochbelasteten, insbesondere aber bei überschuldeten Objekten,wie hier, werden sich kaum Bieter finden mit der Folge, dass das das Verfahren mangels zulässiger Gebote vom Gericht eingestellt wird.

Dagegen ist bei unbelasteten oder gering belasteten marktgängigen Immobilien das Biet- und damit das Erwerbsinteresse allgemein größer.

Das Vollstreckungsgericht darf den (ehemaligen) Miteigentümern einen Erlösanteil nur auszahlen, wenn alle Mitglieder der Gemeinschaft spätestens im Verteilungstermin eine übereinstimmende Erklärung abgeben. Andernfalls wird der Betrag bei der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts hinterlegt.

Dann muss einer der Beteiligten vor dem Zivilgericht gegen die übrigen Beteiligten auf Zustimmung zur Auszahlung des anteiligen Überschusses klagen.

Beide Verfahren, Teilungsversteigerung und Prozess vor dem Zivilgericht, verursachen hohe Kosten und können sich etliche Jahre hinziehen, oft
mit unbefriedigendem Ergebnis für alle Miteigentümer.

Du rechnest zu viel rum.
Es lohnt sich dann wenn der Preis geringer als der Wert des Objekts ist. Oder du das Objekt so toll findest das du es unbedingt willst.
Bei der Entscheidung spielt es keine Rolle ob du was auch immer finanzierst.

Glaubst du bei der Marklage bekommst du das Objekt billiger als der Markt ??

Und die Restschuld wird wohl kaum halbiert werden. Die Bank nimmt sich den Versteigerungserlös und holt sich das Rest-Geld bei dem der Geld hat. Den Rest könnt ihr selber klären, und wenn die Ex das Haus heruntergewirtschaftet hat, wird das kaum an "Reichttum" liegen.

Hallo

Sorry, dass ich jetzt drin bin, war ständig unterwegs.

Danke für eure Hinweise, die ich paar Dingen nicht ganz gewusst zu hatten(z.B. 70% bei der erste TV) sowie auch die kompl. Ersteigerungskosten an die Bank(hatte bei der Bank erkundigt) zu geben. Die Bank hatte 2 x an die Ex geschrieben um das Problem aus der Welt zu schaffen, schlugen fehl(vor Weihnachten 2016 und Januar 2017)                 Wie ich mal las, darf die Bank auch nicht 2x verdienen, indem Sie zu bereichern, oder irre ich mich.

Nun die Ex wohnt immer noch im Haus, sie wehrte bis jetzt mit dem Auszug, obwohl div. Angebote(auch Bargeld wie Kaution) von mir gestellt wurde. Sie will nur dass das Haus verkauft wird(sie hatte nichts mal einen Cent investiert), sie will mich einfach fertig machen sowie einen maximalen Schaden zuführen. Alle Zahlungen und Erbteile (Großeltern und meiner Mutter)wurde ins Haus reingesteckt.                                                           Um das Problem aus der Welt zu schaffen war einen Antrag der TV im Nov. 2015 und musste im April /Mai 2016 vorübergehend stillgelegt werden um den Verkauf des schmuckes Objektes zu machen. Durch die Einverständnis beider Seiten(auch die Anwälte) wurde auf einer Makler fündig. Ich unterschrieb den Vertrag und gab einen Tag später dem Makler persönlich ab, das war 25.5.2016. Die Ex ließ uns alle vorspielen und weigerte mit dem Unterschrift beim Makler, noch heute. In der Ansicht meiner Anwältin waren wir gezwungen die Ruhephase der TV im Nov.2016 zu beleben um die Ex aus dem Haus zu schaffen. Was gibt für Alternative...? Ich liebe mein Objekt indem zu 95% vollendet sei mit Keller Garage,Carport, Schwimmhalle, Gartengerätehaus und große einseitige offene Wintergarten, die von mir erschaffen wurde. Bin auch handwerklich begabt.

Eine Frage, wer hat eine bessere Idee um die Ex aus dem Haus zu schaffen??? Sie ist eine Messie und ließ durch meiner 3 erwachsenden Kindern nicht beeinflussen usw. Also ich war bei den 2 Anwälten, Bank, Finanzierungsberater sowie auch der ILB mehrmals im Gespräch. Alle könnten mich nicht helfen wegen einer Unterschrift im Kaufvertrag: Die Ex sei als Miteigentümerin. Der Dumme muss alles zahlen. Einzige Alternative wäre mit dem Verkauf, sodass keinen Restschuld kommen soll, dann mit Plus. Das will die Ex angeblich nicht. Solange sie auf Hartz 4 lebt wäre ihr finanzielle Lage egal.

Die Immobilie(wo sie steht) steigert im Moment nördlich bei Berlin stark in die Höhe. Die kann ich mit der Lebensgefährtin wahrscheinlich keine neue Objekt leisten, wenn nicht dann nicht :-(

Mfg Noname1961

Noname:

Die konsultierten zwei (Fach-)Anwälte, der Bankexperte, der Finanzberater und vielleicht auch der Immobilienmakler haben dir bestimmt die wesentlichen Unterschiede zwischer einer Teilungsversteigerung und einer Forderungszwangsversteigerung aufgezeigt.

Bei der von dir geschilderten unneinsichtigen Hartnäckigkeit der Miteigentümerin, der hohen Belastung von immerhin 89 % des Verkehrswerts und deiner Liebe zum Obejkt bleibt m. E. nur die Möglichkeit, die Teilungsversteigerung zu forcieren.

0

Was möchtest Du wissen?