In der Wohlverhaltensphase kompletten Haushalt aber kein Geld geerbt

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5 Antworten

Haushaltsgegenstände, Erinnerungsstücke usw. werden natürlich nicht angerechnet.

Nur wenn Eure Mutter sehr teuere Dinge im Haushalt hatte, wäre das betroffen. Die Haushaltsgegenstände und die Erinnerungsstücke könnt ihr auch teilen.

Zur Sicherheit dem Treuhänder melden, aber passieren wird nichts.

Ich habe dazu folgendes gelesen:

"Da es nicht zu den Aufgaben des Treuhänders gehört, andere Vermögensgegenstände als Geld zu verwalten, kann der Schuldner seiner Obliegenheit auch nur durch Zahlung einer Geldsumme in Höhe des hälftigen Wertes des angefallenen Vermögens nachkommen. Besteht das von Todes wegen erworbene Vermögen nicht aus Geld, muss der Schuldner es verwerten, wenn er den erforderlichen Geldbetrag nicht anders aufbringen kann. Dies gilt auch dann, wenn der Schuldner nicht Allein-, sondern Miterbe geworden ist. Der Anteil an einer Erbengemeinschaft gehört mit dem Ablauf der Ausschlagungsfrist endgültig zum Vermögen des Erben"

Normalerweise hat ja einer von Euch beiden für das Nachlaßgericht eine Vermögensübersicht erstellt. Dort wird auch der Hausrat genannt und bewertet - normalerweise mit dem Zeitwert - und dieser dürfte mit 1,- € zutreffend sein. Ich glaube kaum, dass Euch ein Unternehmen das Entrümpelungen und Wohnungsauflösungen durchführt Euch einen nennenswerten Betrag bieten würde. Im Zweifelsfall sich solch ein Unternehmen holen und ein Angebot unterbreiten lassen. Dieser Betrag würde ich als Erbschaftserlös dem Treuhänder nennen und die Dinge dann selbst aufteilen und die Wohnung der Mutter dann leer räumen. Das Erbe kann natürlich angenommen werden.

Würde an Eurer Stelle den kompletten Haushalt noch einmal gründlich inspizieren zum einen um eine eventuelle Liste für noch verkaufbare Gegenstände zu erstellen, vielleicht hat die Mutter ja noch irgendwo Schmuck gelagert oder Geld (Spardose etc. deponiert von dem Ihr noch nicht wusstet. Zum anderen auch um die von Euch noch gewünschten Erinnerungsstücke, Fotos etc. mitzunehmen. Den Rest von einem selbständigen Haushaltsauflöser, vielleicht kann man einen Teil der Möbel noch an AN-und Verkauf gebrauchter Möbel verkaufen. Die insgesamt angefallenen Erlöse müssten von Euch natürlich dem Insolvenzverwalter bekannt gemacht werden.

Tatsächlich seit ihr zur Auskunft verpfichtet und habt den Nachglassverwaltern eine vollständige Liste der Nachlassgegenstände mit Angabe der Miterbequote 1/2 zukommen zu lassen.

Da mag er im Sinne der Gläubiger entscheiden, was davon verwertbar wäre und hälftig der Insolvenzmasse zugeführt werden kann :-)

Auf eure Restschuldbefreiung legt ihr doch Wert, oder?

G imager761

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