In das Grundbuch der Immobilie des Partners eintragen lassen?

5 Antworten

Natürlich ist das ein großer Nachteil. Es ist ja so, das Deine Frau verlangt, das Du ihr die Hälfte der Immobilie schenkst. Bei einer Scheidung wird dann natürlich sogleich eine Teilungsversteigerung betrieben um ihre Hälfte zu versilbern.

Es ist also nicht so, das Du nur die Hälfte verschenkst, sondern im Fall einer Scheidung kannst Du die komplette Immobilie verlieren, eben wg. der Teilungsversteigerung.

Alternativvorschlag: Mach ein Testament das sie alle kriegt. Dann ist gewährleistet, das sie sich nicht mit anderen Erben auseinandersetzen muss.

natürlich. Das Grundbuch beinhaltet nur die Eigentümer, bei einer Scheidung würde ihr das Haus zu gleichen Teilen zustehen. Als alleiniger Besitzer hast du bei einer Scheidung kein Problem und wirkliche Vorteile hat deine Frau auch nicht, wenn sie im Grundbuch steht. Solange sie nicht vor hat sich zu scheiden, denn sonst heißt es 50/50 :) Schlag es ihr aus dem Kopf

Das sehe ich nämlich auch so. Den Wertzuwachs (gemeinsam finanzierte Renovierung, steigende Immobilienpreise) des Hauses würde ihr ja im Fall einer Scheidung eh' zustehen, oder?

Ja. Der Wertzuwachs ja, ein möglicher Wertverlust natürlich nicht.

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Und wie könnte so eine Gegenleistung aussehen? Gibt es da spezielle Arten eines Vertrags?

Grüße

Hallo, gute Frage!

Im Falle der Scheidung droht dir definitiv ein finanzieller Nachteil. Du sollest dir sehr sorgfältig überlegen, ob du diesen Schritt machst. Denn Stand jetzt hat deine Frau im Falle der Scheidung keinen Anspruch auf irgendeine Zahlung von dir mit Blick auf das Haus. Das liegt daran, dass du das Haus vor Beginn der Ehe erworben hast und alleiniger Eigentümer bist. Somit kann das Haus nicht Gegenstand des Zugewinnausgleichs sein.

Ein Anspruch deiner Frau im Falle der Scheidung entsteht jedoch, wenn sie im Grundbuch eingetragen ist. Um dann wieder alleiniger Eigentümer zu werden, müsstest du sie zunächst "ausbezahlen". Dies wäre wohl mit großem finanziellen Aufwand verbunden.

Im Sinne der Gerechtigkeit wäre es nur fair, wenn du dafür, dass sie im Grundbuch eingetragen wird, eine Gegenleistung verlangst. Und zwar in der Höhe, die dem Wert der ihr dann zustehenden Anteile am Haus entsprechen. Ansonsten stehst du im Falle der Scheidung deutlich schlechter da als jetzt. Daher kann ich dir ohne Gegenleistung nur davon abraten.

Viele Grüße!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

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