Impfung durch Betriebsarzt-wer haftet bei Impfschaden?

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4 Antworten

Das Medizinrecht regelt klar die Haftung. Die liegt in diesem Fall überwiegend beim pharmazeutischen Unternehmer und dann beim Impfarzt.

Meine Meinung :

Impfungen sind für Betriebe ein Instrument zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter und absolut sinnvoll und bestimmten Voraussetzungen: . Wichtigste Impfung ist die jährliche Grippeimpfung im Oktober und November. pro Jahr versterben in Deutschland 5000 - 7000 Personen an der echten Influenza, ca. 10- 20 mal soviele erkranken daran. Die wirtschaftliche Schäden sind volkswirtschaftlich relevant. Zur zeit gibt es aktuelle Informationen der WHO für die Saison 2013/2014 und in ca. 3 Monaten wird der Impfstoff verfügbar sein. Die Anzahl der Impfschäden, die du meinst ist dagegen minimal und reversibel, will allerdings nicht verschweigen, dass ich ein Problem medizinischer Art bei einem bestimmten Impfstoff sehe. ( Für Fachleute . das ist im arznei-telegramm 2012 sehr gut erklärt worden)

Es gibt besondere Berufsgruppen, die unbedingt einen Impfschutz gegen Hepatitis A und Hepatitis B brauchen ( medizinisches Personal)

Und personal, das in Ostasien arbeitet muss man eine Impfung gegen die japanische Enzephalistis empfehlen.

Noch ein Tipp.

Jeder Leser dieses Blogs möchte bitte seinen persönlichen Impfschutz gegen Tetanus überprüfen - das ist ein Muss

Wofür soll denn gehaftet werden?

  • Hat das Unternehmen fahrlässig gehandelt, indem es z.B. einen nicht zugelassenen Arzt beauftragt hat?

  • Hat der Arzt fahrlässig gehandelt, indem er z.B. hygienische Sorgfalt vernachlässigte oder über Risiken nicht aufklärte?

  • Handelt es sich um übliche Nebenwirkungen, über die aufgeklärt wurde?

Es ist zu differenzieren, welcher Art ein konkreter "Impfschaden" wirklich ist und wer dafür zu haften hat bzw. ob jemand haftet oder der Patient Risiken mit der Impfung freiwillig akzeptiert hat.

Sorry nun begibst du dich in mein Fachgebiet und da möchte ich mich bei dir für deine gestrigen "Nachhilfe" zu meiner Unkenntnis zur Swiss Banc einmal revanchieren:

Auch bei Impfstoffen gibt es klare gesetzliche Vorgaben: jede Charge eines Impfstoffes wird vom Paul-Ehrlich Institut in langen freigegeben und der pharmazeutische Unternehmer trägt das volle Risiko bei der Anwendung.

Impfschäden entstehen auch nicht durch Hygienefehler o.ä., sondern durch Immunreaktionen - das gibt es den Sofortttyp mit dem allergischen Schock und verzögerte Reaktionen. Oftmals sind verunreinigende Eiweiße beispielsweise aus dem Medium Hühnerei zur Herstellung das Problem. Durch die PEI Chargenprüfung sind Impfstoffe zwar sicher, aber eben nicht zu 100 %. Es gibt ein sehr kleines Risiko.

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Wer haftet? In einem Ernstfall, wie überall, wird das ein Gericht entscheiden müssen. Kann sehr lange dauern und u.U. sehr teuer werden. Der Erfolg steht in den Sternen

Schadensersatzpflichtig ist immer der, der den Schaden verursacht. Aber ehrlich, welch ein Schaden sollte denn entstehen.

Impfschäden können gravierende Folgen haben und zur Berufsunfähigkeit führen!

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@Lohnverrechnung

Ja das wird immer wieder mal vorkommen. Aber ich finde nicht impfen und schwer krank werden viel schlimmer.

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