Immobilienverkauf wegen Heimbedürftigkeit des Grossvaters, was nun?


31.07.2020, 19:55

Grossvater befindet sich bereits im Seniorenheim.

2 Antworten

So wie ich das verstehe wurde das Haus verkauft ? Richtig ? Die 50000 Euro wurden auf das Konto vom Großvater überwiesen ? Lebte der Großvater schon im Heim , als das Haus verkauft wurde ? Darf der Großvater seine Bank-und Geldgeschäfte allein tätigen oder hat er einen Betreuer ? Kontoauszüge könnte man ja nachträglich von der Bank holen . Aber wenn das Sozialamt das Geld auf Großvater"s Konto lässt und der Großvater verjubelt das , können die Enkel da auch nicht`s mehr machen . Das Sozialamt muss sich an den Großvater wenden .

Woher ich das weiß:Recherche

Die Söhne haben Vorsorgevollmacht und auch Bankvollmacht.

Grossvater kam ins Heim, Antrag auf Kostenübernahme durch das Sozialamt wurde an dem Tag gestellt, Sozialamt sagte dann nach Einreichung der Unterlagen Vermögen in Form der Immobilie sei vorhanden und deshalb wurde es noch nicht bearbeitet, wir sollen zuerst das Haus verkaufen.

Nachdem Haus verkauft wurde bot Sozialamt an das wir den Antrag selbst zurückziehen oder wir können auch auf eine schriftliche Ablehnung bestehen weil das erwirtschaftete Geld durch den Hausverkauf ja etwas halten würde. Es wurde für den Rückzug entschieden, 50.000 kamen aufs Bankkonto, Söhne haben auf Wunsch volle Summe abgehoben und Vater gegeben. Jeden Monat wurde dann um die Differenz zu decken, vom Grossvater eine Summe in Bar gegeben um Konto erneut zu decken und Heimrechnungen zu zahlen.

Und nun ist das passiert was ich oben beschrieben hatte. Nach 1 Jahr war nichts mehr vorhanden um weiter Rechnungen zu zahlen... usw. siehe Frage oben.

mfg

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@Enkelin1996

Haben die Söhne eine eine vom Gericht bestellte Betreuungsvollmacht für die Bankgeschäfte vom Großvater ? Falls ja , hält sich das Sozialamt an die Betreuungsbevollmächtigten . So ist das im allgemeinen , so kenn ich das .

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@xenia798

Nein ganz normal beglaubigte Vollmacht die die Bank akzeptiert hat. Aber das war ja nicht meine Frage.

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Man muss unterscheiden:

  • Leistungen aus der Pflegeverischerung,
  • Leistungen vom Amt, um die Pflege im Pflegeheim finanzieren zu können.

Über die Pflegebedürftigkeit entscheidet der MDK. Er stuft die Pflegebdürftigen entsprechend ein. Dies hat mit dem Pflegezuschuss vom Amt nichts zu tun.

Es wurde hier ein Fehler gemacht. Die 50.000,-- Euro gehörten auf ein Sperrkonto, von diesem man lediglich monatlich 1.500,-- Euro abheben kann. So wurde das Risiko ein- gegangen, dass plötzlich von dem Geld nichts mehr da war.

Im Extremfall, je nachdem wie das Amt kulant ist, droht die Zwangsversteigerung des Hauses. Eine Alternative wäre, dass das Geld wieder aufgefüllt wird.

Denn das Geld hätte 30 Monate reichen müssen (50.000 : 1500 = 30 Rest 500,--). Frei kann sich der Großvater nur dann sprechen, wenn er Opfer eines Betruges wurde (unseriöse Pflegedienste kassierten zusätzlich ab; der Großvater hat eine neue Frau kennengelernt, die ihn ausnimmt).

Hab mich vielleicht etwas undeutlich ausgedrückt.

  1. Es besteht Pflegrad 2
  2. Das Haus wurde doch verkauft weil nach Antrag beim Sozialamt das Grundbuch gesehen wurde und wir gezwungen waren das Haus zu verkaufen, daher noch die 50.000. Der Punkt ist genau wie du sagst die hätten ja solang halten müssen aber Opa hat das Geld "ausgegeben" innerhalb 1 Jahres. 1 Jahr wurden ja die Heimrechnungen bezahlt aber nun ist nichts mehr übrig.
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DER VERFLIXTE FEHLERTEUFEL! 50.000 : 1.500 = 33, Rest 500,-- Euro. Also das Geld hätte für 33 Monate reichen müssen. / Pflegegrad 2. Hier gibt es etwa 330,-- Euro für die häusliche Pflege, 770,-- Euro für die stationäre Pflege. Wegen der 50.000,-- Euro bleibt der Druck des Amtes verständlich, das Haus doch zu verkaufen. Ich kenne oft die Regelung, dass das Haus zwangsversteigert wird und der Erlös auf ein Sperrkonto kommt, von dem dann die Heimkosten bezahlt werden.

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@Sektenforscher

Zum Verständnis nochmal: Wir haben das Haus freiwillig verkauft und uns nicht mit dem Sozialamt angelegt. Die Hauptfrage bezieht sich auf das Ende der Frage. Antrag wurde beim Sozialamt zurückgezogen und nach 1 Jahr erneut gestellt, Sozialamt fragt genau wie du : " Wo ist das restliche Geld der verkauften Immobilie?" ... Dementsprechend dann mein Szenario : Geld wurde ausgegeben . Frage: Untersteht mein Opa unter irgendeiner finanziellen Aufsicht? Durfte er über das Geld frei verfügen? Kann man ihn wegen unwirtschaftlicher Handhabung des Geldes bestrafen oder im schlimmsten Fall dann es sich bei Kindern oder Enkeln versuchen zu holen? Wie ist die Gesetzeslage in meinem Szenario?

Mein Denken ist ja moralisch das er machen kann was er will mit seinem Geld aber juristisch könnte das ja wieder anders aussehen.

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@Enkelin1996

Bevor man zum Amt geht, sollte man mit einem Rechtsanwalt über die rechtlichen Folgen sprechen. In der Regel sind hier viele Leute überfordert. Nicht selten geht es auch um Unterhaltsfragen. Bei einem niedrigen Pflegegrad sind die Leistungen nicht gerade üppig (Pflegegrad 2: 316/770; Pflegegrad 5: 901/2005). Wenn dann noch das eigene Einkommen nicht ausreicht, wird es heikel. Nicht umsonst heißt es: "krank und arm".

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