Immobilienkauf/verkauf, nicht verheiratet?

4 Antworten

Ich denke bei einem Teil Deiner Aussagen geht es von persönlichen Überzeugungen aus, für die nur noch eine passende Begründung gesucht wird.

  1. Wenn eine Gütertrennung vereibart wird, ist auch darauf zu achten, das kein eindeutiges Ungleichgewicht entsteht. Auf der einen Seite Immobilie, Anteil am Unternehmen, was sich im Laufe der Ehe um eventuell 1 Mio. an Wert gewonnen hat und auf der anderen Seite "0,-" wird bei einer möglichen Scheidung nicht so ohne weiteres akzeptiert werden.
  2. Ob nun Deine Ehefrau 1.000,- Euro monatlich als Gehalt bekommt (nach Abzug des Arbeitnehmerpauschbetrags) und 11.000,- Euro verteuern muss, oder Du im Betrieb 11.000,- mehr Gewinn hast, ist bei der gemeinsamen Einkommensteuererklärung egal.
  3. Das mögliche Gehalt würde eine eigene Alterversorgung aufbauen.
  4. Viele unserer Mandanten stellen ihre Ehefrauen sogar explizit im eigenen Unternehmen an, weil so die Kosten für die Altersversorung auch den Gewinn und damit auch die Steuerlast senken.
  5. DEine Gesellschaftsverträge im Falle einer Scheidung als Anwalt zu torpedieren, wäre mir überigens ein Vergnügen, denn das könnten (ich kenne die genaue Formulierung nicht) Verträge zu lasten Dritter sein, die u. U. ungültig sind. Das keine geschiedenen Ehegatten, oder Erben in die Firma hineinwurschteln, kann man anders weit besser verhindern.
  6. Du solltest dasganze Thema mit Deinem Steuerberater nochmal gewissenhaft durchgehen udn dann die perfekte Lösung finden. Die muss übrigens dem Plan, das Haus ganz allein im eigentum zu haben, nicht widersprechen.
Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Es ist gut, dass ihr nicht verheiratet seid. Das macht das Trennen einfacher.

Du lebst in einer Welt, in der jemand anders schwer Platz hat und sie will ganz einfach nicht zu kurz kommen. Sie zu verstehen wäre einfach, wenn du dich in ihre Lage versetzen könntest.

Wie du es schreibst und dir vorstellst, wäre deine Freundin auch als deine Frau von dir abhängig. Wenn dir was nicht passt, suchst du dir eine andere und sie wird zum Sozialfall oder muss jedenfalls allein für sich aufkommen. Nur die Kids bekommen Unterhalt, wenn sie noch in der Ausbildung sind aber die wird auf die Sozialhilfe angerechnet. Größer ist vermutlich ihre Sorge, dass es (wie so oft) bis zu deiner Midlife-Crisis gut geht und sie mit 55 durch eine 25-jährige ersetzt wird. Sie findet dann hächstens noch Teilzeitjobs und wird ein Fall für die Grundsicherung.

Würdest du das an ihrer Stelle wollen? Dann lieber gleich Alleinerziehend und auf die Art eigenes Geld und eigene Füße. Fast alle Frauen ziehen das vor. Deshalb gibt es so viele Alleinerziehende.

Du wirst also mit einem etwas besseren Angebot um die Ecke kommen müssen.

Natürlich kommt es dir (in deiner Welt) so vor, wie wenn es ihr doch gut geht und alles ganz normal wäre. Leider denken (fast alle) Frauen anders. Wenn sie Ihren Beruf aufgeben, dann auch die Chancen, beruflich aufzusteigen, die Freiheit, eigenes Geld auszugeben und auch die Altersversorgung. Dass man dafür bei einer Trennung einen Ausgleich bekommt, wäre bei dir wegen der Gütertrennung nicht der Fall und deshalb musst du dir etwas anderers einfallen lassen.

Manche setzen in deinem Fall ihre Frau von der Steuer ab (beim Seuerberater nachfragen), manche geben ihr tatsächlich die Hälfte vom Haus (gibt ihr Sicherheit) und andere zahlen ihr ganz einfach jeden Monat Geld (zur freien Verfügung) und machen dazu eine Rentenversicherung.

Das mit der Sozialhilfe bei Trennung wird jedenfalls nicht so einfach klappen.

Sie kümmert sich also um Kind und Haushalt.

Und du kümmerst dich allein um deine Altersvorsorge.

Ihre ist dir dabei egal, sie hat ja dann auch keine.

Unfassbar, sorry.

moment, dass sie eine gesonderte Altersvorsorge bekommt steht auf einem ganz anderen Blatt.
Hier geht es um die Immobilien und die Eigentumsverhältnisse.

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Solange wie Ihr nicht verheiratet seit, stellt sich die Frage des Güterstandes ja nicht. Jeder wirtschaftet ja für sich. Natürlich kann jeder kaufen und auch bezahlen was er will.

Der Königsweg wäre nach dem Hauskauf heiraten mit gesetzlichem Güterstand oder Gütertrennung. Aber das kostet grob gerechnet mehr als 5000€ beim Notar, die Gütertrennung. Da Du dann ja das Haus mit in die Ehe gebracht hast, bleibt es ja Deins und zählt nicht zum Zugewinn/Verlust. Ratsam ist eine Inventarliste/Vermögensliste zu erstellen und von beiden zu unterschreiben bei Eheschließung. Dann kann es später keinen Streit darum geben, wer was mit in die Ehe gebracht hat und welche Schulden oder Vermögen hatte zu Beginn.

Dann kann es allenfalls Streit um die Wertsteigerung und Investitionen in die Immoblilie gehen, die während der Ehe getätigt wurden. Bzw. um Schulden die während der Ehe entstanden sind.

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