Immobilienkauf in Wiesbaden?

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6 Antworten

Hallo Mondgesicht,

anbei möchte ich Dir gerne ein paar Informationen zum Eigenkapital mitgeben.

Beim Erwerb einer Immobile kommen zum Kaufpreis/Baukosten immer die sogenannten Erwerbsnebenkosten hinzu:

Hierzu zählen die Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % vom Kaufpreis), die Notar- und Grundbuchkosten (pauschal 2 % vom Kaufpreis) sowie gegebenenfalls Gebühren für einen Makler (etwa 3 % bis 6 % des Kaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer).

Diese Erwerbsnebenkosten solltest Du nach Möglichkeit aus Eigenkapital tragen, da nur wenige Darlehensgeber diese mitfinanzieren.

Nur sehr wenige Banken finanzieren über den eigentlichen Kaufpreis hinaus und binden die Nebenkosten in das Darlehen ein. Meist wird diese Variante nur für Eigennutzer angeboten. (Bei Kapitalanlegern die Immobilien zur Vermietung kaufen, wird ein gewisser Eigenkapitalanteil vorausgesetzt.)

Dabei ist in der Regel mit deutlich höheren Zinsen zu rechnen. Hinzu kommt, dass die Kreditprüfung in diesem Fall deutlich strenger gehandhabt wird und erhöhte Bonitätsanforderungen gestellt werden.

Es ist also generell zu empfehlen, die Kaufnebenkosten aus Eigenmitteln zu decken, soweit das möglich ist.

Für Finanzierungen bis zu 100% des Kaufpreises (bzw. der Anschaffungs- und Herstellungskosten) gibt es auf dem Markt bereits einige Anbieter, die auch hier vernünftige Konditionen anbieten. Generell gilt aber, je höher der Eigenkapitaleinsatz ausfällt, desto besser werden Deine Kreditkonditionen.

Ich hoffe, ich konnte Dir hiermit ein Stück weiterhelfen.

Viele Grüße

Mario von Interhyp

 

 

 

irgendwie 30% von der Kreditsumme

Das hast Du falsch verstanden;-) 30 % der Kreditsumme plus Kreditsumme ergibt keine 100 %. Es sollten 30 % der Immobilienkosten als Eigenkapital vorhanden sein. Die Investitionssumme einschließlich aller Nebenkosten liegt bei ca. 110 - 115 % der Immobilienkosten. Bei Eigentumswohnungen kommt noch die Ablösung der Instandhaltungsrücklage hinzu.

Wenn die Nettoeinkommen und die Ausgabensituation günstig ist, dann werden auch 90 % der Immobilienkosten finanziert, allerdings wird es dann zinsmäßig teurer.

Abfragemöglichkeiten: biallo.de, fmh.de, unabhängige Immobilenfinanzberater.

Weitere Infoquellen: finanztest unter test.de.

klar kann man das eigenheim auch ohne eigenkapital finanzieren. manche banken bieten sowas an. allerdings steht der kreditnehmer dann ziemlich unter druck, weil er jeden monat ziemlich hohe raten zahlen muss. zudem heißt: je mehr eigenkapital man mitbringt, desto günstiger wird der kredit. ich würde also eher noch etwas geld ansparen. 

Die Immobilienpreise sind stabil und steigen. Das wäre also eine gute Investition.

Der erste Satz ist ein Widerspruch in sich. Die Preise sind nämlich gestiegen, jedenfalls in Städten wie Wiesbaden.

Wie lange sie noch weiter steigen, weiß niemand wirklich. Allerdings beißen den Letzten die Hunde und wir sind schon ziemlich nahe dran am Schluß. Steigen die Zinsen erst einmal, können die Preise auch wieder sinken, sogar kräftig.

Gibt es auch andere Möglichkeiten an eine Finanzierung ran zu kommen?

Das ist die Frage nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und die läßt sich aus dem Forumsnamen "Mondgesicht" leider nicht ableiten.

Mondgesicht:

Immobilienpreise in Wiesbaden stabil?

Im Wiesbadener Raum war bislang ein stetiger Anstieg der Immobilienpreise festzustellen, vergl. auch Immobilienspiegel hildebrandimmobilien.de.

Die Postbank hat in ihrer Studie "Wohnatlas 2016 Leben in der Stadt" bis  2030 einen Anstieg 13,77 % proknostiziert. Zum Vergelich: München + 4,39 %, Stuttgart + 10,01 %, Frankfurt ./. 8,12 %..

Im vorderen Rheingau sieht es ähnlich aus.

Zum Thema Leistungsfähigkeit wurde bereits eingegangen. Was sagt denn deine Hausbank zu einer Finanzierung ohne ausreichend Eigenkapital und Ersatzsicherheiten?

...das mit den 20 oder 30 Prozent Eigenkapital ist "Schnee von gestern"...das war vor 30 Jahren Pflicht, weil da Immobilien fast ausschließlich von Hypothekenbanken oder Bausparkassen finanziert wurden, die nicht mehr als 80% des Immobilienwertes finanzieren durften....

Sie können ja mal meine Kollegen Heinz-Günter Friedrich in Wiesbaden bzgl. einer Finanzierung ansprechen. Der kennt sich auch mit Fördermitteln in Hessen aus (die fehlendes Eigenkapital ersetzen können).

Siehe https://www.baufi-nord.de/experten-vor-ort/baufinanzierungsberatung-in-hessen/27-friedrich-baufinanzierungsberatung-wiesbaden

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