Immobilienfinanzierung: wie freies Kapital verwenden? Eigenkapital oder Reserve?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist eine Gratwanderung, denn im Moment ist es nicht einfach, eine hohe Rendite zu erwirtschaften mit einer Anlage.

Eigenheim oder Anlageobjekt?

Wenn Anlageobjekt, dann würde ich das EK so gering wie möglich halten (sofern genügend finanzieller Spielraum vorhanden).

In beiden Fällen würde ich die Konditionen für Sondertilgungen verhandeln. Das ist immer gut, wenn man Spielraum hat und agieren kann, wenn die Belastung zu hoch wird z.B. wg. Arbeitslosigkeit oder Leerstand des Objektes.

Bei einem Eigenheim würde ich das EK höher ansetzen. Wenn ich mich an der Börse auskenne und auch einen Verlust von 20% (oder gar mehr) aussitzen kann, dann könnte man sich auf dieses riskante Spiel einlassen.

Entscheidend ist jedoch der Gesamtkontext, die Vermögensverhältnisse wie auch die Erfahrung mit der Börse. Nur wenn letzteres gegeben ist, würde ich überhaupt überlegen, nach einer höher verzinsten Anlage zu suchen.

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DH - ganz wichtig ist in der Tat, viel Spielraum für Sondertilgungen zu haben - so erhält man sich eine größere Flexibilität.

Da der EK-Einsatz eine "sichere" Rendite darstellt von vielleicht 3% (=keine Darlehenszinsen) muss man dagegen stellen, ob man anderweitig eine ähnlich sichere Rendite erzielt, vermutlich aber nicht.

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@GAFIB
EK-Einsatz eine "sichere" Rendite

Ja, wirklich "sicher" im Sinne von "gebunden" und nicht frei verfügbar, wenn man das Geld braucht!

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@LittleArrow

@LA: Ich denke, der häufigere Fehler ist, dass zu wenig EK in die Finanzierung/Tilgung gesteckt wird und die "Blütenträume" hoher alternativer Renditechancen nicht wahr werden.

Selbstverständlich ist immer auch die nötige Liquidität vorzuhalten, gar keine Frage.

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Es fehlt der entscheidende Hinweis, ob diese Immobilie selbst genutzt werden soll oder als Kapitalanlage dienen soll. Ein hinzugezogener Steuerberater kann die steuerlichen Aspekte beurteilen. Kapital für andere Aktivitäten zu nutzen macht nur Sinn, wenn die zu erwartende Rendite höher ist als der Zinssatz.

Was tun nun in so einer Situation?

Man könnte z. B. das Anlageziel genauer beschreiben, was willst Du mit der Immobilie? In welchem Lebensalter und mit welchem Zeithorizont soll sie gekauft werden? Wie ist das übrige Vermögen angelegt oder ist das gleich den 60 %? Und 60 % von einem Kaufpreis von € 80.000 oder 650.000 macht vielleicht auch noch einen Unterschied.

es besteht finanzieller Spielraum jeden Monat bei Kreditzahlungen

Diese Aussage halte ich für besonders fragwürdig. Ich nehme mal an, dass mit dem Spielraum das frei verfügbare Nettoeinkommen gemeint ist. Die Höhe von Kreditzahlungen richtet sich nach einigen Bestimmungsgrößen eines Immobilienkredites, die allesamt nicht näher beschrieben sind. Einige davon könnten echte Illusionen erzeugen, z. B. die fünfjährige Sollzinsbindungsdauer oder die 1%ige Tilgung. Andererseits verursacht eine Immobilie nicht nur Kreditzahlungen, sondern in vielen Fällen auch Betriebskosten, meist sogar höhere Betriebskosten und anfänglich sogar noch Reparatur- und Instandhaltungskosten. Aber es ist ja genug EK (ausgedrückt in € und nicht in %) vorhanden oder?

Danach erst würde ich über eine alternative Anlage nachdenken.

Mehr Eigenkapital generieren. Mit Immobilie.?

Hallo, habe da jemanden der mehr Eigenkapital braucht, aber auf keinen grünen Zweig kommt; und ich komme da auch nicht mehr weiter---- Er wohnt in einem Zweifamilienhaus das ihm gehört, ist aber noch nicht abbezahlt, eine Wohnung des Hauses wird selber von ihm bewohnt, die andere ist vermietet. Grundschuld für das 2-Fam-Haus insgesamt 220.00€- noch offen ca. 190.000€( Darlehen bei der Bank). Daneben gibts noch ne Eigentumswohnung( in nem anderen Ort) die ihm auch gehört; auch vermietet; Grundschuld 40.000€ ---20.000€ noch offen bei der Bank als Darlehen. Beide vermietete Wohnungen( Haus und ETW) haben Mieteinnahmen von ca. 10.000€ pro Jahr( also 5000€ pro Wohnung). Die Mieteinnahmen fliessen natürlich in die Rückzahlung der Darlehen; er selber ist berufstätig, aber es ist ihm nicht möglich Eigenkapital aufzubauen, da er laufende Kosten hat und natürlich Haus und Wohnung abbezahlen muss..... Gibt es eine Möglichkeit mehr Eigenkapital aufzubauen? Nach Möglichkeit sollten die bestehenden Darlehen nicht aufgestockt werden---> Zinsbindungsfrist. Bin für alles offen. Danke für eure Antworten......

Bitte macht ruhig kreative Vorschläge; Mieterhöhung o.ä. finde ich persönlich nicht kreativ; das sind Standardantworten----- denkt ruhig mal um die Ecke!! Weg von den "Hausfrauenantworten".!!!!

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