Immobilienfinanzierung mit sehr wenig/ohne Eigenkapital?

5 Antworten

Abgesehen davon, dass Ihr es von der Beleihungsseite nicht schaffen werdet eine Finanzierung zu bekommen, denn ihr braucht ja mehr als den Kaufpreis und somit über 100 %, was keine Bank machen wird, wird auch die Belastung zu hoch.

Für Zinsen und Tilgung sollte man auch in einer Niedrigzinsphase 4 % als Minimum ansetzen. Das wären 15.000,- pro Jahr, also 1.250,- im Monat. Dazu die Nebenkosten des Hauses mit 250,- Euro. Also 1.500,- und somit mehr als die Hälfte des Familieneinkommens.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
Hat jemand Erfahrung mit der Vorfinanzierung von LBS und Co.?

Damit jubelt ihr nur die Belastungen hoch und tragt zur Freude des Bausparkassenvertreters bei, denn der kassiert dabei eine Topprovision.

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@wfwbinder

Ok, was schlagen Sie mir jetzt vor? Oder so rum gefragt, was würden Sie in dieser Situation mit großem Wunsch auf Eigenheim tun?

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@OmriC

Ich würde meinen Mandanten raten zu versuchen in den nächsten Jahren Eigenkapital anzusammeln.

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Guten Tag,

die Situation ist wahrlich ein wenig schwierig.
Nichts desto trotz habe ich bereits einen noch engeren Fall durchbekommen.

Gern möchte ich Ihnen den Gefallen tun und den Versuch tätigen Ihnen die Finanzierung zu ermöglichen.

Sollten Sie ernsthaftes Interesse haben, melden Sie sich einfach per Nachricht an mich.

Mit freundlichen Grüßen
Nils Zierenberg

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ups, das war ein Versehen :) Ich kann Sie nicht anschreiben. Können Sie das tun?

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... und wenn das Auto, der Kühlschrank, der Gefrierschrank kaputt geht und ersetzt werden muss???

.... oder Hausreparaturen anfallen und der Mieter b.a.w. nicht zahlt?

.... welche zusätzlichen (Mehr-/Minder)Kosten entstehen durch den Aus- und Umzug und wie werden diese Kosten gedeckt?

= Damit kannst Du Deinen finanziellen "Spielraum"(?) etwas besser und realistischer einschätzen.

Hier mehr zur "Vorfinanzierung", bei der Vieles zwecks Vertragsabschluss und Provisionserzielung schön geredet wird:
https://www.test.de/Immobilien-Riskante-Kombikredite-von-Schwaebisch-Hall-und-Wuestenrot-5055906-0/

Sprecht mal mit Euren Eltern, ob die Euch Geld für Euer Eigenkapital schenken können. Aber selbst wenn sie Euch € 30.000 schenken würden, bliebe die Finanzierung wegen der beiden niedrigen Nettoverdienste hoch riskant.

Trotz meines Gehaltsanstieges ab September? Auf 2200 € netto? Diesen habe ich nämlich schriftlich von meiner Firma.

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@OmriC

Das fehlende Eigenkapital ist das größere Problem! Im folgenden Artikel findest Du Finanzierungskosten für unterschiedliche Eigenkapitalquoten - auch für eine Nullquote. Dabei kommt es weniger auf das Nettoeinkommen an, sondern auf das Risiko der Bank:

https://www.test.de/Baufinanzierung-Eigenkapital-einsetzen-je-mehr-desto-besser-5483381-0/

Bei dieser knappen Kassenlage sollte man nicht dem Fehler verfallen, eine 5- oder 10-jährige Sollzinsbindung zu wählen, weil diese billiger ist, sondern eher eine 20-jährige Bindungszeit. Wenn die Bauzinsen in 10ff. Jahren immer noch niedrig sind, dann kann man das gesamte Darlehn nach § 489 Abs. 1 Ziff. 1 BGB kündigen und umfinanzieren, weil dann durch die eingetretene Darlehnstilgung auch die Eigenkapitalquote gestiegen ist und die Kreditkosten gesunken sind. Die Anschlussfinanzierung sollte dann bis zu letzten Rate eine Zinsfestschreibung haben.

PS: Die Erträge aus der vermieteten Einliegerwohnung sind natürlich auch noch zu versteuern per Anlage V!

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@LittleArrow

Zum PS. nun das PPS:

2200,- netto bei Lohnsteuerklasse III könnten sich auch noch relativieren durch Steuernachzahlung nach Abgabe der Steuererklärung.

Aber die Fragestellerin will das ja nun unbedingt.

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@LittleArrow

Vielen Dank, deine Antwort ist echt hilfreich! :-) Wir haben das Eigenkapital-Thema nun mit unserem Vater geklärt, d.h. er würde uns etwas schenken.

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Lesenswert ist der Art. in DER WELT vom 12.07.2019 "Die Banken spielen nicht mehr mit. Beim Eigenkapital akzeptieren Geldininstitute nicht mehr jeden Kaufpreis. Kredite werden teurer" von Michael Fabricius.

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Immobilienfinanzierung mit hohem Eigenkapital und geringem Einkommen

Liebe Finanzexperten,

in den letzten Jahren hatte ich finanziell großes Glück und konnte mir aus verschiedenen Quellen einen Grundstock von ca. 300000 EUR zusammensparen.

Ich würde gerne einen Teil dieses Geldes dafür nutzen, um damit eine oder mehrere Eigentumswohnungen zur Kapitalanlage zu kaufen. Die Idee ist, dass ich einen bestimmten Anteil an Eigenkapital einbringe und den Rest der Wohnung finanzieren lasse. Die Mieteinnahmen werden dann zur Kreditrückzahlung verwendet und nach 15-20 Jahren ist die Wohnung abbezahlt, ohne dass ich mehr als 10-20% meines Grundkapitals investieren musste.

Mein Problem ist: Mein aktives Einkommen ist relativ gering. Ich verdiene nur ca. 900 EUR brutto im Monat durch Nebenjobs und kleinere selbstständige Tätigkeiten, den Rest meines Lebens bestreite ich im Prinzip durch Zugriff auf den Kapitalstock. Ich habe bei einigen Banken angefragt und habe bisher keine Bank für eine Finanzierung gefunden. Es werden i.d.R. 1100-1500 EUR monatliches Bruttoeinkommen nachweisbar verlangt, um ein Angebot zu bekommen. Als Grund wird immer wieder genannt, dass die Banken das "unternehmerische Risiko" einer Immobilie als Kapitalanlage nicht mittragen will.

Hat jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir in meiner Situation Tipps geben? Es klingt natürlich etwas nach einem Luxusproblem, aber ich würde gerne mein bisheriges Kapital als möglichst starken Hebel einsetzen.

Vielen Dank an für alle hilfreichen Antworten!

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