Immobilienfinanzierung - je mehr Eigenkapital desto besser?

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Man könnte mit "ja" antworten, aber im Bereich zwischen 70 und 99 % Eigenkapital wird die Finanzierung mit Fremdkapital nicht besser, sondern wieder teurer wegen der Fixkosten.

Eine Finanzierung wird definitiv günstiger, wenn das Eigenkapital nicht nur 10 %, sondern ca. 40 % vom Beleihungswert ausmacht. Die Kreditanbieter erheben individuell höhere Zinsen, wenn eine niedrigere Eigenkapitalquote eingebracht wird und somit gewisse Beleihungsgrenzen überschritten werden.

Hierbei ist zu beachten, dass der Beleihungswert den vermutlichen Wiederverkaufswert ausmacht. Zusätzlich zum Beleihungswert muß der Hauskäufer noch die Maklergebühren, Grunderwerbssteuer und Notar-/Gerichtskosten tragen. Diese Kosten tragen zwar nichts zum Hauswert bei, belasten aber durchaus ca. 10 % Eigenkapital. Ferner muß der Käufer noch ausreichend Eigenkapital für den Umzug und die Renovierungs-/Anpassungsarbeiten haben.

Genau so ist es, 20 - 30 % sollten es schon sein, je mehr desto besser. Je geringer die Beleihungsgrenze bei der Finanzierung und je höher das Eigenkapital umso günstiger wird der Effektivzins von vielen Immobilienfinanzierern gewährt.

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