Immobilienerwerb trotz Insolvenz des Ehepartners?

2 Antworten

Erstmal Glückwunsch, dass Deine Frau/Ihr es bald geschafft habt. Sechs Jahre durchzuhalten, ist ja auch nicht ganz einfach, oft schwerer, als sich die Schulden aufzuhalsen.

Wie @Maerz2019 schon geschrieben hat, ist ein Forum wie dieses für solche Fragen in der Regel nicht geeignet.

Ich kann Dir auch nur sagen, wie meine persönliche Meinung dazu ist.

Dass Deine Frau nicht (Mit-)Eigentümerin sein soll, ist ja mal zunächst kein Problem. Du kaufst das Haus, Du übernimmst die Finanzierung allein und stehst auch allein im Grundbuch. Damit bist Du Alleineigentümer, das erfordert keine zusätzlichen Maßnahmen.

Für eine Trennung des Hauses aus der Zugewinngemeinschaft scheint nach meinem Eindruck eine modifizierte Zugewinngemeinschaft richtige Weg zu sein, ich bin aber kein Fachmann.

Eine kompetente Beratung wäre dazu obligatorisch, wobei ich, auch aus Kostengründen, keinen Rechtsanwalt, sondern einen Notar, der sich mit Familien-/Erbrecht auskennt, nehmen würde. Den braucht man ja ohnehin füreine Beurkundung. Vielleicht könnte man in einem Zug auch gleich eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung aufsetzen, sollte ohnehin jeder haben.

https://www.notar.de/notarsuche/notarsuche

Viel Erfolg.

Frage einen Fachanwalt für Insolvenzrecht bzw. Familienrecht oder so. Die Frage ist zu speziell, als dass sie felsenfest und wasserdicht von Laien wie uns beantwortet werden könnte. Sonntags haben die Anwaltskanzleien geschlossen? Das ist nicht unser Problem! Solche spez. Fragen häufen sich in aller Regelmässigkeit am Wochenende im Forum.

Insolvenzerechtler sind in der Regel auch mit Forderungsmanagement der Banken vertraut. Du alleine willst die Kosten eines ganzen Hauses also mit EK und Bank stemmen? Mit und für eine Frau, die schon in der Vergangenheit nicht mit Geld umzugehen wusste?! Der Ärger in der Ehe scheint vorprogrammiert, das Zutun der Banken geradezu utopisch.

Die Gütertrennung soll bitte nicht vonstatten gehen, die Zugewinngemeinschaft aber igendwie doch aufgehoben werden. Die Quadratur des Kreises? Die Welt malen, wie sie gefällt??

Oder einfach mal in Geduld üben, bis die Schufa der Frau wieder sauber ist?!! Die ist nicht einfach so in der PI gelandet, sie ist und bleibt ein Risiko und Du würdest mit dem Haus nach de,m "The winner takes it all" - Prinzip - also die alleinige Macht - auf Dich vereinigen. Die Frau hat schonmal über die Verhältnisse gelebt und anscheinend hat sie daraus bis heute nichts gelernt.

Hallo und danke für die Antwort. Ja du hast recht, es ist eine sehr spezielle Frage und diesbezüglich werde ich selbstverständlich noch einen Anwalt aufsuchen. Mir ging es im Vorfeld einfach um Erfahrungsaustausch bzw. Menschen die in einer ähnlichen Situation gewesen sind und hier evtl. einige Tipps dazu gehabt hätten. Ich hatte jetzt hier keine 100% Lösung angestrebt, daher sorry falls es jetzt von dir so aufgefasst wurde. Ja ich hatte vor das Haus alleine zu stemmen, bzw. auf dem Papier wäre ich der Eigentümer und eine Finanzierung wäre ja auch alleine machbar laut der Bank. Ich verdiene ca. 2800€ netto und meine Frau würde natürlich entsprechend durch ihr Einkommen zum Lebensunterhalt beitragen. Sie wäre halt dann nur nicht Eigentümerin und ohne jeglichen Anspruch der Immobilie gegenüber. Das Sie jetzt in der Vergangenheit nicht mit Geld umgehen konnte würde ich jetzt so pauschal nicht sagen, es ist durch eine Selbstständigkeit heraus halt damals entstanden und natürlich ärgerlich, allerdings stellt die Situation jetzt für uns nicht das Ende der Welt da. Wir sehen der Sache sehr positiv entgegen und versuchen hier eine Lösung zu finden, liebend gern nicht erst in ein paar Jahren sondern wenn möglich in kürzerer Zeit. Wie gesagt vielleicht gibt es hier Menschen, die Vorschläge für gute Anwälte oder Vertragsvarianten hätten, die unserem Problem helfen könnten.

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Nun sei mal nicht gleich so hart mit dem FS. Am Wochenende hat ein arbeitender Mensch nun mal mehr Zeit, sich um solche Fragen zu kümmern.

Ich sehe das nicht so negativ. Wieso sollte Ärger "vorprogrammiert" sein? Schließlich haben beide fast sechs Jahre zusammen gut überstanden. Das Haus aus der Zugewinngemeischaft herauszunehmen, vor allem, wenn der Mann die Finanzierung alleine bewerkstelligt, scheint mir für den Beginn gerecht und vernünftig.

Die angesprochene modifizierte Zugewinngemeinschaft ist wohl u.a. auch für solche Situationen vorgesehen. Ich finde, "Die Quadratur des Kreises? Die Welt malen, wie sie gefällt??" hat damit nichts zu tun. Wozu hat der Gesetzgeber solche Möglichkeiten vorgesehen?

Und "Die Frau hat schonmal über die Verhältnisse gelebt und anscheinend hat sie daraus bis heute nichts gelernt", sehe ich auch nicht, eher im Gegenteil. Sechs Jahre hat sie das bestimmt nicht getan und jetzt soll/will sie sich ja eben nicht dem Risiko einer hohen Verschuldung aussetzen.

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