Im Nebenjob geringfügige selbstständige Tätigkeit?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Fehler, den viele machen ist zu denken, "wenn 450,- Euro steuer- und versicherungsfrei sind, dann gilt das für alle."

  1. Die 450,- Euro Minijob sind nicht steuer- versicherungsfrei. Die Abgaben werden pauschal vom Arbeitgeber gezahlt. Man denkt nur es ist frei, weil man selbst nichts zahlt. Wer sollte denn bei einem selbständigen diesen Part übernehmen? Wir müßten eine "Kleingewerbepauschale" (da könnte man das Unwort verwenden) erfinden, die die Auftraggeber zahlen müssten, aber ob die das machen würden?

  2. Eben weil die Erträge aus Selbständigkeit nicht von einem Arbeitgeber durch Pauschalabgaben versichert und versteuert werden, muss man das selbst machen.

  3. Für den Bereich Einkommensteuer ist das einfach, steht alles im EStG.

  4. Für die Sozialversicherung ist es eben nicht so einfach, weil es nicht nur um Beträge geht, sondern AV udn RV gar nicht anfallen und für die KV Sonderregeln vorliegen.

Danke, das ist logisch!

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Würde mich über eine kurze Aufklärung sehr freuen!

Es gibt etwas derartiges nicht.

Nur in 2 Bereichen der Sozialversicherung kann dies eine Relevanz haben.

  1. Du fällst als Selbständiger unter die in § 2 SGB VI gennanten Personengruppen und bist kraft Gesetzes versicherungspflichtig in der gesetlichen Rentenversicherung. Dies entfällt, wenn dein Gewinn (was wollt ihr immer mit euren Umsätzen, die Sozialversicherung interessiert sich dafür nicht!) monatlich 450,- € nicht überschreitet.
  2. In der gesetzlichen Krankenversicherung kann ein Mensch familienversichert werden (§ 10 SGB V), wenn er die Voraussetzungen hierfür erfüllt. U.A. darf sein Einkommen regelmäßig nicht größer als 1/7 der Bezugsgröße sein (z.Zt. 395,- € im Monat). Die 450,- € gelten nur für Minijobs. Und Minijobs sind abhängige Beschäftigungsverhältnisse und keine Selbständigkeiten.

Dein Denkansatz ist dem Grunde nach falsch. Versuch doch einfach so viel Geld wie möglich zu verdienen. Weder bei der Steuer noch in der Sozialversicherung gibt es Sätze von 100% oder mehr. Mehr Einkünfte bedeutet immer auch mehr Netto.

Angestellt (50%) plus freiberuflicher Nebenjob - Steuern?

Guten Tag zusammen,

Kurz vorweg : Mir ist bewusst, dass es etliche ähnliche Fragen gibt, aber leider sind die Einzelfälle doch zu unterschiedlich oder ich blicke einige Punkte nicht. Deshalb hier schon mal: Vielen Dank! Also: Ich bin angestellt, habe eine halbe Stelle und komme auf etwa 25000 brutto (Klasse 1). Mir wurde eine freiberufliche Tätigkeit angeboten, die ich ein paar Stunden die Woche machen wollen würde. Das grobe Ziel dabei ist, etwa 200-300 Euro im Monat dazu zu verdienen. Die Haupttätigkeit bleibt natürlich das Angestelltenverhältnis. In Steuer- und Versicherungsfragen kenne ich mich noch gar nicht aus, daher wäre es sehr nett, wenn mir jemand folgende Fragen beantworten oder bestätigen könnte:

  1. Krankenversicherung usw. läuft weiter über mein Angestelltenverhältnis?
  2. Umsatzsteuer entfällt, solange die freiberuflichen Einnahmen 17.500 EUR pro Jahr nicht übersteigen?
  3. Einkommenssteuer: Werden beide Einkommen einzeln versteuert oder werden Sie addiert und gemeinsam versteuert?
  4. Hat die 17.500 EUR-Grenze irgendwas mit meinem Gesamteinkommen zu tun (denn da läge ich dann ja auf jeden Fall drüber)?
  5. Kann man irgendwie grob berechnen (unter Berücksichtigung meines gesamten Einkommens), wieviel ich freiberuflich verdienen müsste, um schließlich auf die besagten 200-300 netto zusätzlich zu kommen? Oder lohnt sich diese Konstellation gar nicht?

Möglicherweise vertausche ich hier einige Dinge oder frage zuviel auf einmal - ich bin trotzdem für jede Hilfe sehr denkbar!

Gruß Dexterhaven

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