Im Arbeitsvertrag sind 160 Sollstunden je Monat festgeschrieben

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zum ersten ist im Arbeitsvertrag festgehalten, dass er 160 Stunden arbeiten soll, kann oder muss? Hier gibt es feine Unterschiede. Wenn der Arbeitgeber 160 Stunden festgesetzt hat, dann ist er auch verpflichtet dafür zu bezahlen, natürlich ohne Zuschläge. Dein Bekannter stellt ja seine Arbeitskraft zur Verfügung, er wird ja nur nach Hause geschickt. In diesem Punkt würde ich mich rechtlich beraten lassen.

Zum 2. Punkt der Abfindung: Es besteht generell keine Verpflichtung zu einer Abfindung. Eine Abfindung wird üblicherweise gezahlt um einen Arbeitsvertrag im Gemeinsamen aufzulösen. Dafür, dass der (unbequem gewordene) Arbeitnehmer auf seinen Arbeitsplatz verzichtet, wird ihm eine Abfindung angeboten. U.U. gibt es auch eine Freistellung von der Arbeitszeit für die Zeit der Kündigungsfrist.

Eine Abfindung wird generell in einer Höhe eines Vieterls bis zu einer Hälfte des Bruttomonatsgehaltes pro Beschäftigungsjahres gezahlt. Bei netten Arbeitgebern bzw. guten Arbeitsrechtsanwälten (im Falle einer gerichtlichen Einigung) wird auch bis zu einem Monatsgehalt pro Beschäftigngsjahr gezahlt (ist aber selten).

Fehlt noch die Antwort zu den Zuschlägen an Sonn- und Feiertagen. Es liegt im Ermessen seines Arbeitgebers ihn an Sonn und Feiertagen einzusetzen - es sei denn es ist hier etwas spezielles im Arbeitsvertrag vereinbart. Einen Anspruch an diesen Tagen beschäftigt zu werden hat er in der Regel nicht.

Alleine die Tatsache, dass der Chef diese Tages selbst die Arbeit übernimmt spricht dafür, dass er mit der Tankstelle überleben möchte und auf diese Weise einfach Lohnkosten spart. Damit sichert er auch letztlich den Arbeitsplatz der übrigen Mitarbeiter. Das sollte Dein Freund sich verinnerlichen anstelle auf mehr Verdienst aus sein, den der Betrieb einfach nicht mehr abwirft.

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