Kann ich eine Solaranlage auf dem Dach des Hauses meines Sohnes auf seine Tochter überschreiben?

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4 Antworten

Dein Enkel hat ja dann Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Wenn Du es nur dem Stromversorger mitteilst, dann schenkst Du nur die einnahmen an Deinen Enkel, wenn die zukünftig auf ein Konto überweisen sollen (Sparbuch) was für den Enkel eingerichtet ist. Du versteuerst es selbst weiter.

Um die einkommensquelle zu übertragen, also die Anlage, muss eine Schenkung ausgesprochen werden, die Rechtswirksam angenommen wird. Das müssen schon die Eltern machen, aber es muss auch geregelt werden was passiert, wenn die Anlage kaputt geht. Der 7-jährige hat doch kein Geld das raparieren zu lassen.

Wenn es nur um die Erlöse aus der Anlage, um diese für den Enkel zu sparen würde ich das völlig unkompliziert machen, d.h. alles so lassen wie bisher und entweder nur die Einnahmen auf ein Sparkonto für Enkel direkt durch den Stromversorger überweisen lassen, oder noch einfacher-ein Sparbuch für Enkel anlegen und darauf selbst monatl. oder jährlich die Einnahmen überweisen. Das Konto kann mann als Geschenkkonto einrichten, wo der Enkel als Bezugsberechtigter eingetragen ist und auch ein Datum der Auszahlung festgelegt erden kann. Passiert dem Kontoinhaber, also Ihnen etwas, wird das Konto bis zum Auszahlungstermin still gelegt, also es ruht. Soll das Geld direkt vom Energieabnehmer überwiesen werden kann es auch passieren, dass hier auch evtl. Forderungen (Jahresabrechnung) wieder abgebucht werden.

Wenn aber nun die gesamte Anlage auf den Enkel übertragen/geschenkt werden soll sind die Eltern als Vormund dafür verantwortlich, den s.g. Betrieb anzumelden, Steuern zu bezahlen u.s.w., dass ist glaube nicht in Ihrem Sinne.

Also erst noch einmal überlegen, was das eigentliche Ziel für Ihren Enkel ist,

denn als Vorsorge für die Ausbildung gibt es sicherlich einfachere Wege.

Ich fürchte das geht nur mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichts. Der Enkel würde dann nämlich als Betreiber der Anlage gelten.

Und mal offen gefragt: Was soll das? Wer Geld verschenken will, soll auch Geld verschenken und keine Umwege gehen. Willst Du Dir etwa die nächsten 10 oder 20 Jahre anhören müssen, was an der Anlage schon wieder repariert werden mußte? 

nur mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichts.

Das sehe ich auch so, denn von dieser Anlage geht - wie bei einer Immobilie - eine potentielle Gefährdung von Dritten aus.

Und auch Deiner Besorgnis wegen Reparaturen bzw. Wartung (z. B.  Reinigung) stimme ich zu.

Eine Geldschenkung ist die bessere Lösung.

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Eine völlig andere Frage tut sich auf: Kann man Betriebsvermögen verschenken? Ich denke nicht. Zumindest müsste man dann, falls man Umsatzsteuerpflichtig ist, die Umsatzsteuer auf den Restwert abführen. Wenn dies innerhalb der 60 Monatsfrist geschieht, wird die Umsatzsteuererstattung widerrufen und man zahlt anteilig die erstattete Umsatzsteuer zurück mit Zinsen. Ist also nicht zu empfehlen, da schon das fachkundige Begleiten (Steuerberater) der Aktion Kosten im vierstelligem Bereich verursacht.


natürlich kann Betriebsvermögen verschenkt werden. Was spräche dagegen?

der Beschenkte tritt in die Fußstapfen des Schenkers, somit Änderung der Umsatzsteuer nicht erforderlich

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@wurzlsepp6682

Klar wenn man den ganzen Betrieb verschenkt, veräußert oder vererbt. Aber einzelne Teile des Betriebsvermögens verschenken würde als Privatentnahme des Eigentümers gebucht werden und ist damit Umsatzsteuerpflichtig. Wenns eine AG wäre, könnte man Aktien verschenken, klar das ginge.

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@hildefeuer

aus der Fragestellung ergibt sich nicht, dass mehrere PV-Anlagen vorhanden sind. es heißt "die" PV-Anlage.

somit eine alleine.

und selbst bei mehreren PV-Anlagen könnte eine (oder zwei) an jemanden verschenkt werden, ohne dass Umsatzsteuer ausgelöst wird

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@wurzlsepp6682

Na dann viel Spass! Eine ähnliche Konstellation haben andere schon ausprobiert und sind auf die Nase gefallen. Da gab es pfiffige Installateure, die Anlagen errichtet haben und dann in Teilen weiterverkaufen wollten, nachdem die Umsatzsteuer erstattet wurde.

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@hildefeuer

wundert mich nicht, dass Installateure damit auf die Schnauze gefallen sind ....

aber glaub mir, wenn ein Trockenbauer eine PV-Anlage verkauft, ist diese Umsatzsteuerfrei ....

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