Ideelles Miteigentum, jahrelange Nutzung durch mündliche Absprache, nun Streit?

4 Antworten

Die "50% ideelles Miteigentum" verstehe ich so, dass ihr beide je zur Hälfte im Grundbuch als Eigentümer eingetragen seid, also gemeinsam Eigentümer des Hauses seid und dieses Haus aus 2 getrennten, in sich abgeschlossenen Wohnungen besteht.

Für die Kostenverteilung sehe ich folgenden Argumentationsansatz:

  • Das betrachte ich wie eine Eigentümergemeinschaft, bestehend aus 2 Eigentümern. Eure Kostenverteilung sollte dazu analog erfolgen.
  • Solange nichts anderes schriftlich (!) geregelt ist verteilt ihr diese Kosten nach "Miteigentumsanteilen", also jeder trägt die Hälfte.
  • Wenn ihr jetzt ohne schriftliche Vereinbarung bereits nachweisbar 80% übernommen habt und das auch der Wohnflächenverteilung entspricht wäre es auch eine korrekte Alternative, ggfs. berechnet das einmal, wie es sein müsste..

Natürlich kann Mutter weitere Räume verlangen, wenn das ohne Umbaumassnahmen aber nicht möglich ist, dann hat sie ein Problem.

Denn Baumassnahmen sind nur zulässig wenn alle (!) im Grundbuch eingetragenen Eigentümer zustimmen.

Bei einem Rechtsstreit habt ihr nach meiner Einschätzung eine sehr gute Ausgangsposition.

Das Problem insgesamt sehe ich eher, dass bei einer unter einem Dach lebenden Familie jetzt ein Streit entstehen, bei dem es im Prinzip nur (rechtliche oder moralische) Verlierer gibt.

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Vielen Dank für die Einschätzung! Ich sehe das ähnlich von meinem Rechtsempfinden her als Laie. Entscheiden wird letztendlich aber das Gericht, hoffentlich sehen die das auch so.

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Also bei 50% kann keiner irgendwas und beide behindern sich. Man könnte die Auflösung der Gemeinschaft notfalls per Versteigerung erzwingen. Oder den eigenen Anteil verkaufen.

Ideal und fair wäre eine angemessene Miete beider Parteien mit Nebenkosten. Der Gewinn wird dann 50/50 geteilt. Nicht rückwirkend.

Da dies auch gerichtlich durchsetzbar wäre, würde ich es anbieten. Der Rechtstreit würde ewig dauern, viel Geld kosten, und hätte das selber Ergebniss

Wenn man es genau nimmt übervorteit ihr die andere Partei.

Ist die Mutter doch nicht (mehr) im betreuten Wohnen und will sie die zusätzlichen Räume für sich oder was hat sie geäußert?

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Nein sie wollte zwei Mal in betreutes Wohnen umziehen, hatte sogar Mietverträge dort unterschrieben und dann einen Rückzieher gemacht, da sie "noch nie zur Miete gewohnt hat und hier ja ein Eigentum hat" was sie uns nicht einfach so überlassen will. Wobei wir Ihre Hälfte auch abkaufen würden aber sie will uns schikanieren. Sie zeigt uns auch ständig bei Behörden grundlos an, die sind schon genervt von den Anrufen. Per Anwalt hat sie nun Zutritt zu unseren Räumen gefordert bzw. will vor Gericht 2 zusätzliche Zimmer von unserer Wohnung einklagen. Ja ich weiss viele raten uns auszuziehen aber das mache ich nicht, es handelt sich um kein normales Haus was man an jeder Ecke findet sondern um einen kleinen Bauernhof wo wir Pferde und Hunde halten und eine Weide haben , da kann man nicht eben mal so umziehen.

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