Ich muss 360 Euro Steuern nachzahlen, ist der Steuerbescheid fehlerhaft?

5 Antworten

Wenn Du in Zukunft Steuernachzahlungen vermeiden willst, dann mußt Du Deinen Hausmeistervertrag auf andere Beine stellen. Versuche doch diesen Posten nicht als Selbstständige auszuführen sondern als Minijob für 180,- € je Monat. Das hätte auch noch den Vorteil, dass Du Urlaubsanspruch erwerben würdest und bei der Steuererklärung bliebe dieses Einkommen unberücksichtigt. Auch aus jurstischer Sicht wärest Du auf der sichern Seite, denn jetzt wirst Du oder eine speziell von Dir abgeschlossene Haftpflichtversicherung im Schadensfall haftbar gemacht. Typisches Beispiel - defektes Leuchtmittel im Treppenhaus --> jemand stürzt bei Dunkelheit.

Bei ihrer anderen Frage wurde bereits vergeblich versucht, ihr das zu erklären.

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@vulkanismus, damals war mein Arbeitgeber nicht bereit, diesen Vertrag in einen Minijob umzuwandeln und da ich das Geld dringend brauchte, habe ich zugestimmt. 

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Snooopy155, danke für Deinen Rat, seit Anfang des Jahres wurde der Vertrag schon in einen Minijob umgewandelt. Mit Wechsel des Chefs war es dann möglich.

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Unser Steuersystem basiert darauf, dass mit zunehmendem Einkommen die fällige Einkommensteuer nicht proportional steigt (doppeltes Einkommen = doppelte Steuer), sondern progressiv, also mit steigendem Einkommen steigt auch der Prozentsatz der Steuer.

Wenn Ihr zusammen auf 2.000,- Euro zusätzliches Einkommen nur (ja "nur") 360,- Euro = 18 % zahlt, bedeutet das, wenn z. B. das Bruttoeinkommen von Deinem Mann nur 2.000,- Brutto monatlich ist, dass Ihr ohne Dein Einkommen Geld rausbekommen hättet, denn sonst wäre der Grenzsteuer satz (dass ist der Steuersatz der auf die jeweils nächsten 100,- Euro fällig wäre) schon über 20 % gewesen, also auf die 2.000,- wären mehr als 400,- Euro fällig gewesen.

Wenn wir das Brutto Deines Mannes hätten udn seine Werbungskosten, dann könnte man es genau nachrechnen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Nachrechnen ist nicht nötig, recht herzlichen Dank. Wenn mir das so eindeutig erklärt wird, das alles rechtens ist, dann glaube ich das und ärgere mich still weiter.

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@Thea11

Ärgern hat schlechten Einfluß auf die Gesundheit.

Du hast dich keinen Grund dazu - dann müssten sich doch alle Steuerzahler ständig ärgern.

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Vorab - ich gehe davon aus, dass Du Eueren Steuerbescheid von vorne bis hinten gelesen hast.

Daher ist Deine Frage unverständlich.

Was soll daran falsch sein, wenn man für Einkünfte Steuer i.H. von nur etwa 15 % zahlen muss !

Das finde ich verwunderlich, weil wir über all die Jahre nie eine Steuernachzahlung hatten, sondern immer Guthaben. Daher denke ich, es ist dem Umstand meiner 10-monatigen Selbstständigkeit zu verdanken. An allen anderen Angaben, die wir steuerlich geltend machen und auch am Verdienst meines Mannes hat sich bis auf ein paar Euro nichts verändert. Deshalb frage ich ja hier nach, ob sowas möglich sein kann, daß 2000 Euro mehr solch eine Nachzahlung rechtfertigen können. Natürlich habe ich den Bescheid gelesen, aber nur als Laie und zu 100% kann ich ihn eben nicht nachvollziehen. Zumal ich vor der Abgabe und während der Erstellung mit einer Sachbearbeiterin gesprochen habe und die mir sagte, ich müßte mit keiner Nachzahlung rechnen bei dieser zusätzlichenVerdienstsumme meinerseits.

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@Thea11

Natürlich liegt es an DEiner Tätigkeit, bzw. den Einkünften daraus. grob gesagt, im Vergleich zum Vorjahr muss doch ein Zusatzeinkommen von 2.000,- versteuert werden. Also müssen 2.000,- Euro Abzüge da sein, um wieder bei 0,- zu sein.

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Hallo,

ich sehe gerade ehrlich gesagt nichts verwunderliches, klingt doch okay. 18% Steuern ist doch gar nicht viel. 

Du kannst Dich aber an Deinen Steuerberater wenden, wenn Du einen hast, oder beim Finanzamt anrufen und Deine Frage stellen.

Liebe Grüße,

Tom

Wieder so einer, der glaubt, dass "das Finanzamt" dazu da wäre, Bescheide zu erklären. Dort hat man ja auch nichts anderes zu tun, als die Sinnlosigkeit von Anrufen zu erklären.

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Das ist doch ganz normal, wenn ihr gemeinsam veranlagt seid und dein Mann "Normalverdiener" ist.

Das sind nur 18 % Steuern auf die 2000 €. 

Ich verstehe die Aufregung nicht, oder hast du noch etwas wichtiges vergessen zu erwähnen.

Ja, ich habe vergessen zu erwähnen, daß ich bei der Erstellung der Steuererklärung mit einer Sachbearbeiterin vom Finanzamt sprach und die mir sagte, ich hätte mit keiner Nachzahlung zu rechnen, lediglich vom Guthaben könnten wir etwas einbüßen.

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@Thea11

Telefonische Steuerberatung vom Finanzbeamten, ist nicht der Idealzustand. Schließlich kann auch die Dame vom Finanzamt nur beurteilen, was ihr gesagt wird.

Wenn Du die Erklärung mit Elster erstellt hättest, wäre gleich das komplette Ergebnis zu sehen gewesen.

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