Ich möchte einen Vermögenswert schreiben. Als Expat kann ich es so schreiben, dass meine Familie im Ausland davon profitiert?

4 Antworten

Ich habe neulich bei Deinen Fragen schon überlegt, ob nicht die Bestellung eines Testamentsvollstreckers sinnvoll sein könnte, gerade da Deine Eltern in Indien leben und das Vermögen so unübersichtlich ist.

Das hat vor vielen Jahren mal ein Notar einer Person vorgeschlagen, deren einzige Tochter in Kanada lebte ( und ich sollte das machen). Leider weiß ich nicht mehr, wie das dann genau lief. Ich glaube, die Tochter mußte dann später in Kanada zum Konsulat o.ä. und irgendwann hab ich ihr und dem testamentarisch eingesetzten Haupterben das Vermögen überwiesen, vorher alles aufgelöst. Das Einsetzen eines Testamentsvollstreckers hat jedenfalls die ganze Abwicklung sehr vereinfacht. Es ist aber nicht kostenlos.

Lass Dich von einem Notar dazu beraten. Es ist sicherlich auch möglich, dabei eine Liste möglicher Vermögenswerte zu erstellen und zu integrieren oder als Anlage anzuhängen, schätze ich. Damit die Werte dann auch gefunden werden.

Ansonsten wünsche ich Dir natürlich gute Besserung und dass Du nicht nur über das Vererben nachdenkst, sondern vor allem darüber, was Du für Dich selbst Gutes tun kannst. Unbezahlter Urlaub, Reise nach Indien, was Dir eben einfällt.

Die Berechnung der Testamentsvollstreckervergütung ist ein Kapitel für sich:

https://www.agt-ev.de/2019/08/18/die-verguetung-des-testamentsvollstreckers/

Schon deshalb sollte man sich zu Lebzeiten auch damit beschäftigen. Die echte Herausforderung wird allerdings darin liegen, eine ebenso kompetente wie vertrauenwürdige Person für dieses Amt zu finden.

Wir wissen nicht, wie umfangreich hier das Vermögen wirklich ist. Aber schon angesichts des völlig anderen Kulturkreises mit einem absolut anderen Rechtssystem und vermutlich fehlenden Kenntnissen der deutschen Sprache ist das eine gute Idee.

Bei der Kanadierin wundert mich der Vorschlag des Notars schon ein wenig. Ich habe vor 30 Jahren erlebt, dass der Bruder einer verstorbenen Mieterin extra aus Brasilien anreiste um das Erbe zu regeln. Allerdings war der Mann Rechtsanwalt mit Doppelzulassung, sprach fließend Deutsch und es gab ganz offenkundig sehr viel zu verteilen. So sehr in die Sache reingehängt wie er hätte sich kein externer Nachlassvollstrecker.

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@Privatier59

Ja, eine geeignete Person wird wohl eher professioneller Natur sein. Ich würde vielleicht beim Nachlassgericht nach den üblicherweise eingesetzten, bewährten Nachlassverwaltern fragen. Das ist natürlich keine Garantie für Vertrauenswürdigkeit, aber wenigstens ein Anhaltspunkt.

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Testament reicht.

Geld zu erwarten ist aber nur aus den Lebensversicherungen.

Da sollte man schon gleich die Eltern als Begünstigte eintragen lassen.

Hinsichtlich der Einschätzung von Ärzten zur Lebenserwartung ist aber Vorsicht angebracht. Ich kenne Fälle wo Patienten ihren Arzt trotz ähnlicher Diagnose noch um Jahrzehnte überlebt haben.

wie wäre es mit : Risikolebens , bauspar (BHW)

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@nithish

wie wäre es mit : Private Alter vorsorge , Risikolebens, bauspar (BHW)

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Notar einschalten und alles korrekt vertraglich regeln.

Gehe zu einem Notar. Der berät Dich und macht für Dich ein Testament.

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