Ich bin Witwer 84 (Krebspatient) und möchte heiraten.Ab wann hat meine 2.Ehefrau Anspruch auf Witwenrente?

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3 Antworten

Für die Witwenrente gelten strenge Voraussetzungen: 

Hat die Ehe nicht mindestens ein Jahr bestanden, geht der Hinterbliebene leer aus. 

Ausnahme: Es gibt besondere Umstände, die es nahelegen, dass es nicht der alleinige oder überwiegende Zweck der Heirat war, einen Anspruch auf eine Hinterbliebenenversorgung zu begründen 

Beziehst Du eine Beamtenpension, gilt auch dieses eine Jahr nicht, denn dann geht die Zukünftige leer aus.

Brigi123 07.09.2017, 19:12

Echt? Gibt es bei Beamten nur für Erstfrauen eine Hinterbliebenenversorgung? Könntest Du das bitte  nochmal erläutern?

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Brigi123 07.09.2017, 22:08
@Brigi123

Das meinte Primus wohl:

"Beamtenversorgungsrecht: Hinterbliebenenversorgung

         

Ein Anspruch auf Witwen- bzw. Witwergeld entsteht grundsätzlich erst dann, wenn die Ehe/Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden hat. Diese Regelung gilt für Ehen, die nach dem 31. Dezember 2001 geschlossen wurden. Für Ehen, die vor diesem Termin geschlossen worden sind, muss die Ehe 3 Monate bestanden haben. Diese Regelungen sollen aus schließen, dass Versorgung gezahlt wird, obgleich die Ehe zum überwiegenden Zwecke späterer Hinterbliebenenversorgung geschlossen worden ist. Die Annahme einer solchen sogenannten Versorgungsehe kann jedoch mit besonderen Umständen des Einzelfalles widerlegt werden, wenn die Schlussfolgerung eines Versorgungszweckes trotz kurzer Ehezeit vor dem Tod als nicht gerechtfertigt erscheint.

Der Anspruch auf Witwen- bzw. Witwergeld ist ferner ausgeschlossen, wenn die kinderlose Ehe erst nach Eintritt in den Ruhestand geschlossen wurde und zu diesem Zeitpunkt bereits das 65. Lebensjahr des Beamten vollendet war (sog. Nachheirat). In diesen Fällen kann jedoch gemäß § 22 BeamtVG ein Unterhaltsbeitrag bis zur Höhe des Witwengeldes gewährt werden, der sich im nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere der Dauer der Ehe und dem jeweiligen Alter der Eheleute richtet.

Das Witwengeld beträgt 55 Prozent des Ruhegehalts, das der Verstorbene erhalten hat oder hätte erhalten können, wenn er am Todestage in den Ruhestand getreten wäre. Dies bedeutet, dass bei vorzeitigem Ableben auch Versorgungsabschläge in die fiktive Berechnung einbezogen werden.

Schließlich gilt: Sofern der/die Verstorbene mehr als 20 Jahre älter als der/die Witwe war, wird die Witwen- bzw. Witwerversorgung prozentual gekürzt, was jedoch durch die Dauer der Ehe kompensiert werden kann (§ 20 Abs. 2 BeamtVG)"

http://www.beamtenversorgungsrecht.de/beamtenversorgungsrecht/hinterbliebenenversorgung

Für das komische Format kann ich nichts. Danke an Primus für den Hinweis!

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Impact 07.09.2017, 19:32

"denn dann geht die Zukünftige leer aus" - nein.

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M.W. nach einem Jahr.

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