Ich bin seit 44 Jahren verheiratet habe immer getrennt von meinem Mann gelebt, auch wirtschaftlich. Jetzt Scheidung. Darf er meine Rente beanspruchen?

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3 Antworten

Natürlich darf er vorhandene Vermögenswerte nicht verschweigen. Im übrigen müßte der Verkauf eines Unternehmens doch auch im nachhinein nachweisbar sein. Den Kaufpreis dürfte er doch wohl kaum bar und ohne Rechnung erhalten haben.

Große Barvermögen durch Verschiebung ins Ausland zu verdunkeln ist in der heutigen Zeit zudem so gut wie unmöglich. Immerhin pflegen alle EU-Staaten untereinander den automatischen Informationsaustausch über Kapitalerträge oder stehen unmittelbar davor.

Ein versierter Scheidungsanwalt wird es schaffen Deinen Ehemann in geeigneter Weise davon zu überzeugen dass die Offenlegung vorhandener Vermögenswerte das geringere Übel gegenüber ein Anzeige beim Finanzamt sein dürfte.

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Der Zugewinnausgleich findet seine Rechtfertigung aus dem Zusammenleben und für einander Aufkommen der Eheleute. Einen Zugewinnausgleich zu fordern, nach einer mehr als dreißigjährigen Trennung, ist grob unbillig.

Der Zugewinnausgleich kann nach § 1381 BGB durch den ausgleichspflichtigen Partner dann verweigert werden, wenn sich grobe Unbilligkeit nachweisen ließe – der Ausgleich also nicht verhältnismäßig wäre (Absatz 1). Grobe Unbilligkeit ist vor allem dann anzunehmen, wenn dessen Ehepartner während der Ehezeit willentlich nicht den ehelichen, finanziellen Verpflichtungen nachgekommen ist, also z. B. sich weigerte über die Ausübung eines Berufs zum Unterhalt der Ehegemeinschaft beizutragen (Absatz 2).

Sprich mit einem Anwalt, er sollte mehr darüber wissen.

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Privatier59 23.07.2016, 08:56

Das ist alles richtig, muß dann aber umgekehrt für den Versorgungsausgleich ebenso gelten. Der Ehemann aber will das offenbar nicht hinnehmen sondern Rosinen picken.

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Ich bin sehr verwundert, dass die Scheidung nicht schon eher vollzogen wurde. Zu diesem Zeitpunkt, muss auf jeden Fall ein Anwalt hinzugezogen werden.

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