Ich bin schwanger im Ausbildung!

2 Antworten

erst einmal bekommst du ein Beschäftigungsverbot und du bist nicht mehr kündbar, das ist besonders wichtig. Sollte dein Chef dir keine andere Arbeit geben können (sprich ohne Lösungsmittel etc.) wirst du bis 8 Wochen nach der Geburt "freigestellt" und bekommst ganz normal deine Ausbildungsvergütung (dein Chef bekommt in diesem Fall das ganze Geld von der Krankenkasse wieder). Wenn das Kind da ist kannst du auf jeden Fall mind. 1 Jahr zu Hause bleiben da bekommst du dann Elterngeld.

Vielen dank! :)

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Ich schließe mich meiner Vorrednerin an.

Ersteinmal sollte Du dafür sorgen, dass ein Beschaäftigungsverbot ausgesprochen wird. Sollte Dein Arbeitgeber nicht wollen, sprich mit Deinem Frauenarzt. Dieses Beschäftigungsverbot ist im Mutterschutzgesetz (MuSchuG) ganz klar festgelegt, damit Dein ungeborenes Kind größtmöglichen Schutz erfährt und sich gut entwickeln kann. Dein Arbeitgebr kann Dich aber auch auf eine andere gefährdungsfrei Stelle im Betrieb versetzen. Das wird aber selten gemacht.

Dein Arbeitgeber muss Dir das durchschnittliche Gehalt bis zum Beginn der Schutzfristen vor der Geburt (=Mutterschutz; Beginn 6 Wochen vor errechnetem Geburtstermin; Ende 8 Wochen nach Geburt) weiterzahlen.

In der Schutzfrist zahlt Dir die Krankenkasse ein Mutterschutzgeld von 13€ am Tag, dass Dein Arbeitgeber auf Dein tatsächliches Netto aufstocken muss.

Du bekommst also bis 8 Wochen (ca. 2 Monaten) nach der Geburt das Netto, das Du heute auch schon hast. Du musst nur darauf achten, rechtzeitig die richtigen Anträge bei den richtigen Stellen abzugeben.

Mit der Geburt erhälst Du als Mutter auch das Kindergeld (184 €) bis max zum 25 Lebensjahr Deines Kindes.

Auch beginnt mit der Geburt die Elternzeit, die maximal 3 Jahre ab Geburt betragen kann. Diese musst Du auch beim Arbeitgeber anmelden. In dieser Zeit bist du weiterhin angestellt, also nicht arbeitslos. Das ist wichtig wegen Deiner Krankenversicherung (Dein Kind ist dann über Dich kostenlos mitversichert) und der geseztlichen Rentenversicherung. Du bekommst allerdings in dieser Zeit auch kein Gehalt vom Chef.

Während der Elternzeit kannst Du deshalb Elterngeld beantragen. Das ist sehr kompliziert. Such Dir also eine entsprechende Hilfe beim Ausfüllen des Antrags. Wahrscheinlich wirst Du -wenn Du vor Deiner Ausbildung nicht noch Geld verdient hast- 300 € pro Monat für 12 Monate bekommen (14 monate, wenn du Alleinerziehend bist). ACHTUNG: In den ersten zwei Monaten nach der Geburt, in denen Du auch Mutterschutzgeld bekommst, werden Elterngeld und Mutterschutzgeld verrechnet UND NICHT beides gezahlt!.

Du kannst während der Elternzeit bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten gehen, ohne das das Elterngeld gekürzt wird. Willst Du woanders arbeiten, muss Dein Chef zustimmen.

Ich weiss nicht, ob der Vater des Kindes ebenfalls Elternzeit nehmen kann, weil er doch Schüler ist. Das würde ihn aber auch nicht weiterbringen, wenn er nicht zur Schule geht, oder?

Auch kann er meines Erachtens kein Elterngeld beantragen, weil er kein Arbeitnehmer ist.

Hab ich weitergeholfen oder sind Fragen offen?

Hallo,

es hat mir geholfen....aber ich weiß jetzt nicht, warum aus vor dem Ausbildungslohn die Elterngeld gerechnet wurde?Warum nicht von Ausbildungslohn?

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@Sacarnes

Hi!

Die Höhe vom Elterngeld wird ermittelt aus den Netto-Einkünften des Jahres vor Beginn der Elternzeit bzw. vor Beginn des Mutterschutzes. Es wird noch etwas komplizierter, aber das ist eine andere Frage.

Wenn Dein Kind Mai 2013 zur Welt kommt zählt fürs Elterngeld also der Durchschnitt aus den 12 Monaten vor Beginn der Geburt abzüglich der 6 Wochen Mutterschutz. Leider schreibst Du nicht den genauen Geburtstermin. Ich nehme also mal den 15.05.2013 an.

Dann wird zur Berechnung des Elterngeldes Dein Gehalt aus den Monaten: - März 2013

  • Februar 2013

  • Januar 2013

  • Dezember 2012

  • November 2012

  • Oktober 2012

  • September 2012

  • August 2012

  • Juli 2012

  • Juni 2012

  • Mai 2012

und

  • April 2012 zusammengerechnet und durch 12 geteilt.

Du schreibst weiter, dass Du bereits einen Monat Ausbildung gemacht hast. Das war wahrscheinlich der September 2012 und dabei 555,31 € verdient hast. Vorher warst du auf der Schule und hast wahrscheinlich nichts verdient.

Also sieht die ungefähre Rechnung -Es wird von der Behörde noch etwas anders gerechnet- so aus:

April 2012 - August 2012 = 5 Monate * 0€ = 0€

September 2012 - März 2013 = 7 Monate * 555,31 € = 3.887,17€

==> 3.887,17 € durch 12 = 323,93 €

==> 67% von 323,93 = Elterngeld = 217,03€

Es gibt aber mindestens 300€ Elterngeld.

Solltest Du also in den Monaten April 2012 bis August 2012 kein Geld verdient haben, bleibt es bei 300 € Elterngeld. ansonsten musst Du einiges mehr verdient haben, damit du über 300€ Elterngeld kommst.

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@macmorgan

Hallo!

Ich verstehe schon...aber man rechnet das auch dazu,wenn ich SGB2 bekommen habe. Oder? Das habe ich seit Oktober, 2010. Und das Geld,was ich bekommen habe, war 544,19 (mit der Unterkunft und Heizung...)...

Dann ist so:

April 2012 - August 2012: 5*544,19€= 2720,95€

September 2012- März 2013: 7*555,31= 3887,17€

==> 2720,95€ + 3887,17€= 6608,12€

==> 6608,12€ durch 12 = 550,676666€

==> 67% von 550,68€ = Elterngeld = 368,9556€

Dann ist so viel die Elterngeld....oder? :)

Habe ich richtig gesagt?

Ich danke für Deine hilfe! :) Den Termin ist 23. Mai 2013.

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