Ich bin für eine umsatzsteuerbefreite kirchliche Einrichtung tätig - wie ist das mit der Mehrwertsteuer - muss ich die Anlage UR ausfüllen?

4 Antworten

Mickey hat vollkommen Recht, wenn Deine Leistung nicht von der Umsatzsteuer befreit ist, dann musst Du aus dem erhaltenen Betrag die Steuer abführen.

Nur wenige Tätigkeiten sind, wenn sie für gemeinnützige, oder öffentliche Einrichtungen ausgeführt werden, von der Umsatzsteuer befreit.

Das Honorar entsprechend festzusetzen ist eine Frage des Wettbewerbs.

Und ein drittes Mal:

Ob deine Leistungen umsatzsteuerbereit sind oder nicht, hängt nicht vom umsatzsteuerlichen Status deines Kunden ab. Sonst müsste ja jeder Bäcker fragen, ob der Kunde vorsteuerabzugsberechtigt ist und seine Brötchen mal mit, mal ohne Umsatzsteuer verkaufen.

Sinn der Umsatzsteuer ist ja gerade, dass sie beim letzten Leistungsempfänger, der nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist, klebenbleibt. Sonst könnte man sich die Umsatzsteuer ja gleich ganz sparen.

Hallo EnnoWarMal, auch Dir ganz herzlichen Dank für Deine Antwort!!! Vor allen Dingen für das Bäcker-Beispiel :D das macht es nochmal wirklich ganz nachvollziehbar. Viele Grüße :D Steuerland

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umsatzsteuerbereit

Das gefällt mir.

"Seid bereit! - Immer bereit!"    :-)

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Ob Du Mehrwertsteuer berechnest oder nicht, hängt nicht davon ab ob Dein Kunde die als Vorsteuer geltend machen kann, sondern ob die Leistung entsprechend abgerechnet werden muss.

Wenn Du also eine Vereinbarung über den Bruttobetrag hast, bleibt Dir nichts Anderes übrig, als die Steuer von diesem Erlös abzuführen.

Wenn Du eine Behörde als Kunden hast, kann die auch keine Vorsteuer geltend machen, da wäre es dasselbe.

Einkommenssteuererklärung Studentin - Lohnsteuer und Gewerbe

Hallo zusammen,

ich benötige Hilfe zu Fragen bzgl meiner ersten Einkommenssteuererklärung und hoffe darauf, dass mir hier jemand weiterhelfen kann.

Kurz etwas zu meiner Situation:

Ich bin neben meinem naturwissenschaftlichen Studium als Werkstudentin tätig. Seit Oktober im Master.

Dort habe ich dieses Jahr ca. 14.000-15.000 Brutto verdient. Abgezogen wurden Lohnsteuer, Rentenbeiträge, Soli.

Soweit mir bekannt darf ich etwa 8500 Euro verdienen, sodass keine Einkommenssteuer anfällt.

Da ich darüber hinaus verdient habe, muss ich entsprechend der Grundtabelle 2014 nach dem progressiven Steuersatz eine gewisse Summe XY an das Finanzamt abtreten.

Da ich dieses Jahr einige Kosten hatte, hatte ich gehofft meine Steuerast soweit zu mindern, sodass ich unter die 8500 Grenze gelange und die gezahlte Lohnsteuer zurückerstattet bekomme.

Jetzt stellt sich ein großes PROBLEM: Ich habe dummerweise nebenher ein paar mal (max 4 Einsätze) als Messehostess über Gewerbeschein gearbeitet und entsprechende Rechnungen geschrieben. Blöderweise hat mir niemand von der Stadtverwaltung und nichtmal beim Finanzamt davon abgeraten einen zu beantragen, sondern selbst nach Schilderung meiner Jobsituation dazu geraten.

Ich habe mir nun sagen lassen, dass diese Arbeit auf Gewerbeschein (waren insgesamt max 500 Euro :/) mich in die Bredouille bringt.

Weiß jemand, inwiefern sich meine Möglichkeit auf Lohnsteuerrückerstattung ändert?

Besten Dank im Voraus! :)

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