Ich bin Bürge für die Eigentumswohnung meines Sohnes . Muss mich zustimmen wenn er seine neue Ehefrau ins Grundbuch eintragen will?

5 Antworten

Du haftest für einen Kredit, daran ändert sich nichts.

Die Bank wird eventuell einen Einwand machen, wird es vermutlich aber nicht tun, wenn die Raten pünktlich gezahlt werden.

Etwas anderes ist, dass eventuell der Kredit in ein paar Jahren verlängert, oer neu abgeschlossen werden muss, weil die Zinsfestschreibung abläuft. Ich würde ggf. den Sohndarauf aufmerksam machen, dass ich die Bürgschaft nicht erneuern werde.

Wobei gegenüber der Bank so etwas auch nach hinten losgehen könnte. Wird der Kredit nicht verlängert, oder neu abgeschlossen, könnte die Bank kündigen. Wenn dann nicht gezahlt werden kann, könnte es zur Zwangsversteigerung kommen und Deine Bürgschaft fällig werden.

Aber ich denke es geht in der Hauptsache darum dem Sohn klar zu machen, das er keine einsamen Entscheidungen fällen soll.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Nein, Du bist nicht Bürge für die Eigentumswohnung Deines Sohnes, sondern für den Kredit den er aufgenommen hat. Er ist Eigentümer und kann mit der Wohnung machen was er will, juristisch betrachtet. Er kann sie auch ohne Deine Erlaubnis verkaufen/verschenken belasten usw. Du stehst ja nicht im Grundbuch oder?

Ich würde den Sohn mal darauf ansprechen, wie er sich das denkt. Du must bürgen für Eigentum, was er anderen überträgt zumindest teilweise. Du bist ja die Bürgschaft nur eingegangen weil es Dein Sohn ist und weil eine Sicherheit vorhanden ist. Diese Sicherheit wird ja halbiert, wenn die Frau mit eingetragen wird. Da würde ich meine Bürgschaft zurückziehen androhen, obwohl das rechtlich nicht möglich ist. Das sind solche Situationen wo man es bereut eine Bürgschaft eingegangen zu sein. Deshalb ist es grundsätzlich auch ratsam, sich bei einer Bürgschaft besser abzusichern. z.B. mit ins Grundbuch eintragen zu lassen.

Vielleicht zieht ja auch das Argument der "Schenkungssteuer" die dann auf die Ehefrau zu kommt. Klar viele Frauen wollen irgendetwas geschenkt bekommen......

"Du must bürgen für Eigentum" sollte heissen für Eigentumerwerb!

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Windi:

Du hast mit dem Grundpfandrechtsgläubiger einen Vertrag abgeschlossen, für die Erfüllung der Verbindlichkeit deines Sohnes einzustehen, die er anlässlich des Erwerbs der ETW eingegangen ist.

Überträgt der Sohn das Eigentum an der ETW ganz oder teilweise an seine Frau, ist deine Zustimmung als Bürgin nicht erforderlich. Du haftest weiterhin.

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