Hypothekendarlehen - Freigabe der Lebensversicherung

2 Antworten

Ich nehme an, die Lebensversicherung sollte als Tilgung dienen und dies wurde vertraglich auch seinerzeit so festgeschrieben. Demnach handelt die Bank vorschriftsgemäß. Sprich mit der Bank, ob Du nicht die Restschuld anderweitig besichern kannst, Du schreibst hier von Geldwerten, die vorhanden sind. Diese könnten hierfür dienlich sein.

Hebeba: Ich beurteile den Vorgang anders und kann die Ablehnung der Bank nicht nachvollziehen:

Du hast vor 23 Jahren ein Darlehen aufgenommen. Es wurde durch eine Hypothek grundbuchlich auf deiner Immobilie gesichert. Die zugunsten des Darlehensgebers (zusätzlich zur dinglichen Besicherung) abgetretene/ oder erpfändete Lebensversicherung diente dem Darlehensgeber höchstwahrscheinlich als Zusatzsicherheit und weniger zum Zwecke der Tilgungsaussetzung. Denn du hast ja immerhin 84 % = 67.000 € = durchschnittlich 3.85 % jährlich, getilgt.

Die Hypothek besteht nach wie vor. Die Immobilie ist nicht untergegangen, existiert nach wie vor, und ist im Wert nicht total verfallen. Somit ist die Realsicherheit für den Rest von 13 000 allemal gegeben.

Deine Bonität ist nach wie vor einwandfrei, Leistungsrückstände bestehen jedenfalls nicht. Andere Forderungen der Bank gegen dich bestehen ebenfalls nicht. Die Bank geht also keinerlei, ich wiederhole keinerlei, Risiko ein, wenn sie die LV aus der Abtretung/Verpfändung zu deinen Gunsten freigibt. Im Übrigen dürfte - je nach Höhe des Rückkaufswerts - eine Übersicherung vorliegen. Ob es allerdings ratsam erscheint , die LV zu kündigen und den Rückkaufswert zur Rückführung anderer Verbindlichkeiten einzusetzen, ist eine andere Frage.

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