Hypotheke als Bürge eintragen?

4 Antworten

Eine Hypothek ist akzessorisch. D. h. Sie ist fest mit der zugrundeliegenden Forderung verbunden.

Wenn es sich wirklich um eine Hypothek handelt musst Du eine Erklärung der Bank bekommen, dass Dir die Forderung und die damit verbundene Hypothek übertragen sind.

Im Gegensatz zur Antwort vom geschätzten Artworterkollegen @wjgmuc bin ich der Ansicht, dass sich eine Hypothek schon abtreten lässt, aber nur wenn sie gemeinsam mit der Forderung auf Dich übrtragen wurde.

Wenn Du allerdings eine Grundschuld meinst, so muss Dir die lediglich nur abgetreten werden. Du müsstest die nicht einmal beim Grundbuchamt durch einen Notar anmelden lassen, denn zu löschen wäre sie nur mit Deiner Zustimmung, wenn sie Dir wirksam abgetreten wurde.

Aus der Grundschuld kann man vollstrecken ohne nachzuweisen, dass die Forderung noch besteht.

Hallo wfwbinder, zuerst Danke für das Lob.

Auf die Möglichkeit der Übertragung der Hypothek (nur zusammen mit einem sog. "Forderungskauf"/war uns in der Bank ein Gräuel, das abzuwickeln) bin ich nicht eingegangen, da es in der Frage ja heisst, es sei komplett zurückgezahlt. Auf das anschliessende mögliche Wandeln in eine Eigentümergrundschuld nach Par. 1177 BGB ebenfalls nicht, da er sich in der Frage nicht als Kreditnehmer, sondern als Bürge bezeichnet.

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@wjgmuc

Ja, die Problematik ist mir bewusst. Der Frager hätte (im Fall, dass es wirklich eine Hypothek ist) im Moment, als er von der Bank als Bürge in Anspruch genommen wurde, gleich die Zahlungsbedingung, Zahlung gegen Übertragung der Forderung und der Hypothek setzen müssen, um es gleich wasserdicht zu haben.

GRuß von einem Walter zum anderen. :-)

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Zuerst einmal die Frage, ob du eine "Hypothek" oder eine "Grundschuld" meinst.

Das ist ein wesentlicher Unterschied, denn

  • die Hypothek ist mit einem konkreten Kredit verbunden und erledigt, sobald der zugrundeliegende Kredit zurückgezahlt ist. Sie lässt sich deshalb nicht wiederverwenden und, wenn der Kredit auf 0 ist, auch nicht umschreiben
  • eine Grundschuld ist von einer Forderung unabhängig und kann jederzeit wiederverwendet werden. Sie lässt sich neben wiederverwenden auch löschen (nach Kreditrückzahlung) oder auf einen anderen Gläubiger übertragen (was Du mit "umschreiben" meinst).

Nun zur konkreten Frage:

  • bei einer Hypothek braucht das Grundbuchamt überhaupt nichts, da sie sich nicht übertragen lässt.
  • bei einer Grundschuld braucht das Grundbuchamt eine notarielle Abtretungserklärung des bei der Grundschuld eingetragenen Grundschuldgläubigers auf den neuen Grundschuldgläubiger.

Werden Bürgenpflichten erfüllt, so gehen nach §§ 774, 401 BGB nicht nur die Hauptforderung, sondern auch die Sicherungsrechte hierauf auf den Bürgen über.

Zu der Frage nach den vorzulegenden Unterlagen: Ich würde es mit einer notariell beglaubigten Abschrift des Bürgschaftsvertrags und einer notariell beglaubigten Quittung über die erbrachte Zahlung versuchen.

Absolut dichte Paragraphenkette. Top.

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