Honorarberatung und Provision

3 Antworten

Eine Beratung mit Honorar und Provision ist m. E. unzulässig.

Entweder Beratung gegen Honorar und dann keine Provision. Für den Fall das die Bank nur Provisionstarife hat, wird die Provi an den Kunden durchgereicht.

Oder eben Provision, aber die Höhe der Provision muss gegenüber den Kunden aufgedeckt werden.

Wenn der Honorarberater das Geschäft nicht vermittelt, fließen auch keine Provisionen. Nach der Beratung halten Sie ja nun ein vollständiges Finanzierungskonzept bzw. Finanzierungsplan in Händen. Sie wissen nun auch die Namen der Geldgeber, können also selber dorthin und die Darlehensverträge abschließen.

Haben Sie mit dem Honorarberater vereinbart, dass er Ihnen evtl. Provisionen auf das Honorar anrechnet? Das sich also das vereinbarte Honorar um die Provision vermindert? Wenn ja, kann/sollte er Ihnen die Provisionszahlung nachweisen. Wenn nein, sollten Sie vorsichtig sein, dass die Beratung nicht nur einem Verkauf diente.

Typisch Geiz ist Geil Mentalität. Dazu ist die Antwort auch noch falsch.

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Die Beratung auf Honorarbasis setzt eine größtmögliche Transparenz voraus. Es würde nicht nur moralisch sondern auch rechtlich ein Verstoß sein, für die Vermittlungsleistung ein Honorar vom Kunden zu nehmen und sich zusätzlich von Produktgeber eine Vermittlungsprovision zahlen zu lassen.

Bei einer Immobilienfinanzierung ist die Beratung gegen Honorar für den Kunden nicht unbedingt sinnvoll, wenn er dann die Beschaffung des Darlehens über den gleichen Berater macht. Die Kosten des Darlehens sind i. d. R. völlig transparent. Wenn auch der Effektivzins nur bedingt Aussagekraft hat, kann man mit wenigen Rechenschritten unterschiedliche Angebote hinsichtlich der Gesamtkosten berechnen. Damit wäre es dann zwar nicht schön und ggf. rechtlich angreifbar, für die Vergleichbarkeit aber egal, ob möglicherweise "versteckte" Provisionen gezahlt wurden.

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