Honorar des Steuerberaters viel höher als Steuererstattung -darf das sein?

3 Antworten

Wenn Der Steuerberater nur einen Teil der Steuererstattung als Honorar bekäme, dann würde kein Steuerberater mehr für Leute arbeiten, die nachzahlen müssen.

Das Honorar richtet sich nach dem Gegenstandswert (wie bei Rechtsanwälten) und nach dem Schwierigkeitsgrad der Arbeit.

Sehen wie weniger auf die eventuell 100,- Euro Erstattung und die 300 Euro Honorar, sondern sehen Sie mehr, dass sie ohne den guten Rat des Beraters nicht die 100,- zurück bekommen hätten, sondern eventuell500,- hätte nachzahlen müssen.

Falls Ihnen die Lösung nicht behagt, fragen Sie doch nach dem discountpaket für den sparsamen Mandanten

für 25 Euro hält der Berater einen Umschlag mit den Links zu Elster und zu Gesetze im Internet, einem Formularsatz und einem Taschenrechner bereit.

und einem Taschenrechner bereit.

Völlig richtig, aber den gibt es nur leihweise.

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Natürlich kann das sein, denn das Honorar bemisst sich ja nicht nach der zu erwartenden Erstattung sondern nach Zeitaufwand und Schwierigkeit des Falls.

jep! Wieso nicht? Vielleicht hättest du ohne Steuerberater gar keine Erstattung bekommen und in Summe noch mehr verloren/ ausgegeben.

Wenn du das nicht willst, dann verhandle vorab mit dem Steuerberater. Nur ist es so, dass dieser nach einer Gebührenordnung abrechnet.

Wieso ist das Honorar des Steuerberaters so hoch?

Ich bin AN mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und immer wieder arbeitslos, da ich mich seit Jahren von einem befristeten Job zum nächsten hangeln muss.Deshalb habe ich mir ein zusätzliches Standbein als Freiberuflerin aufgebaut. Umsatz p. a. im unteren 4-stelligen Bereich.

Bisher habe ich meine StErkl (Mantel, Anlage N, KAP; Vorsorge, S sowie EÜR) immer selber gemacht und stets eine Erstattung bekommen. Ab 2017 ist man gezwungen, die Steuererklärung über Elster zu machen. Da ich das nicht kann, habe ich mich entschlossen, meine Steuererklärung für 2017 einem Steuerberater zu übergeben. Wegen der EÜR konnte ich das Ganze leider nicht über die Lohnsteuerhilfe machen lassen. Als Kostenvoranschlag wurden von der Kanzlei ca. 600 Euro genannt, wobei mir nicht gesagt wurde, dass da noch 19% MwSt. hinzukommen. Das kam mir zwar etwas teuer vor für eine 08/15-Arbeitnehmersteuererklärung und eine einfache EÜR, aber da ich es ordentlich gemacht haben wollte, habe ich das akzeptiert.

In Rechnung gestellt hat der Steuerberater letztendlich 1800 Euro - erst 892 Euro Abschlagszahlung und dann nochmal fast 900 Euro als Schlussrechnung. Also das Dreifache des Kostenvoranschlages. Mich hat regelrecht der Schlag getroffen. Damit kassiert er nicht nur die gesamte Erstattung des Finanzamtes, sondern ich muss noch mehrere hundert Euro drauflegen. Da ich gerade wieder arbeitslos bin, ist das für mich existenzbedrohlich.

Wie sich dieses exorbitante Honorar errechnet, ist mir schleierhaft. Wie gesagt, ich habe das jahrelang selber gemacht und da ich ein steuerrechtlicher Laie bin, kann es ja nichts Großartiges oder Kompliziertes sein. Hinzu kommt, dass ich dem Steuerberater meine selbst erstellte EkStErkl von 2016 als Muster zur Verfügung gestellt hatte. Verschiedene Posten, wie Mitgliedsbeiträge, Versicherungen usw., die immer gleich bleiben, brauchte der nur aus 2016 abzuschreiben! Belege habe ich vorsortiert eingereicht.

Meine Nachfrage bei der Kanzlei ergab, dass meine Steuererklärung angeblich so aufwändig gewesen wäre und über 20 Arbeitsstunden in Anspruch genommen hätte. Das kann ich mir nicht recht vorstellen, da ich das Ganze selber immer in acht bis zehn Stunden erledigt hatte. Außerdem entfällt ab 2017 ja auch das Einreichen der Belege, so dass das zeitintensive Aufkleben und Deklarierenn entfällt. Die Kanzlei hat mich auch im Vorfeld nicht darüber informiert, dass das Honorar nach erster Durchsicht der Unterlagen möglicherweise deutlich höher ausfallen könnte, als zunächst veranschlagt. Ich hatte somit auch keine Möglichkeit, vom Mandat zurück zu treten.

Nachdem ich den teuren Abschlag bereits bezahlt habe, bin ich nicht bereit, jetzt nochmal 900 Euro zu berappen. Ich weiß wirklich nicht, wofür. Wie kann ich mich wehren? Wer kann mir helfen? Bin echt verzweifelt.

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