Hohe Rendite = hohes Risiko?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Nehmen wir als einfaches Beispiel zwei Aktien. Einmal vom Öl Multi Exxon und die von Nokia. Wenn du die von Exxon kaufst kannst du am Ende eines Jahres (Krisen und ähnliches ausgeschlossen) einen Kurs von +-15€ erwarten. Kleines risiko kleine Rendite. Kaufst du jedoch Nokia Aktien hast du am Ende des Jahres die Gefahr das dein Geld weg ist (schlecht laufende Firma ->Konkurs) oder du erlebst eine positive Überraschung weil die firma als underdog voll durchgestartet ist und du einige 100% Performance erreicht hat. Es hängt alles davon ab ob dein Basiswert/underlying konservativ oder spekulativ ist. Natürlich gibt es Ausnahmen und das beispiel ist sehr vereinfacht aber im Grunde kann man es so erklären.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Investor ist an zwei Dingen interessiert:

  • Return on Capital: Kuponzahlungen, Dividenden, Ausschüttungen, Prämien - wie auch immer man das nennen mag. Es sind Zahlungen, die über die Anlagedauer eine "Kompensation" für die Investition darstellen. Eine Emittentin wird diese Zahlungen so niedrig wie möglich halten wollen, ein Investor will natürlich so viel wie möglich.

  • Return of Capital: die Rückzahlung des investierten Kapitals zum Ende einer Laufzeit (bei Instrumenten ohne Laufzeit seitens Emittenten wäre das z.B. das Ende der Haltedauer, d.h. die Zeit bis zum Verkauf des Wertpapiers). Hier steckt das Risiko darin, daß die Emittentin von Wertpapieren nicht in der Lage sein könnte, dieses Kapital zurückzuzahlen, bzw. man keinen Käufer mehr für das Papier zu einem entsprechenden Preis findet.

Ausgehend davon muss man also unterscheiden:

  • Bei Geldwerten wie Anleihen oder Hebelprodukten und Zertifikaten funktioniert die Regel mit hoher Rendite und hohem Risiko in dieser Form. Das liegt daran, daß der Wert des Papiers durch Emittenten garantiert wird - hier liegt das Risiko. Legt man nun gewisse Eintrittswahrscheinlichzeiten verschiedener Ausfälle mit unterschiedlichen Quoten zugrunde, so kann man sich ausrechnen, wie hoch eine Prämie sein müsste, um diese statistische Wahrscheinlichkeit zu kompensieren. Diese "Prämie" kann aus Ausschüttungen bestehen, aber auch aus Gewinnen aus Kurssteigerungen.

  • Bei Sachwerten wie Aktien, Rohstoffen oder Immobilien geht es eher um Volatilität und Sensitivität zu Marktereignissen, da das Instrument einen eigenen Wert ("Sachwert") hat. Man muss Aufschläge für ertragsreiche Instrumente mit hohen Dividenden, mit nachfragegetriebenen Preissteigerungen, mit laufend guten Unternehmensergebnissen oder mit einer nachhaltig guten Wachstumsstory zahlen. Bei Aktien kann auch das damit verbundene Stimmrecht so wertvoll werden, daß man gut dafür zahlt. Es ist auch zu beachten, daß der Markt liquide sein muss, um Sachwerte zu liquidieren. Illiquide Instrumente werden daher auch mit Abschlägen gehandelt.

Unterschiedliche Anlageklassen verhalten sich also anders in Bezug auf Rendite und Risikomerkmale.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
mig112 12.09.2012, 07:01

Sie ist 19; daher versteht sie gar nicht, wovon du redest... ;-)

0
gandalf94305 12.09.2012, 07:08
@mig112

Auch jemandem mit 19 kann man erst mal eine vernünftige Antwort geben und Verständnis voraussetzen - wenn es noch Fragen gibt, kann man nachfragen. Waren wir nicht alle mal 19? :-) Lang ist's her...

0

Die Frage ist wie sich die Rendite gebildet hat. Das Risiko wird durch den Hebeleffekt verstärkt. Liegt dein Kapitaleinsatz einfach unter dem eigentlichen Wert, so ist das Risiko alleine aufgrund des Hebeleffektes viel höher.

Wenn wir das auf eine Versicherung/Kredit beziehen, ist häufig die Rendite dann höher, weil an einigen Stellen das Risiko auf den Versicherungsnehmer/Kreditnehmer abgewälzt wurde.

Schreibe uns doch bitte in welchem Bereich es um die Frage einer Rendite geht. Danke

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kann mir denken, dass man einen höheren Betrag einzahlen muss, damit die Zinsen höher werden und dadurch mehr ausgezahlt wird.

Wenn Du einen Zinssatz von 4 % p.a. sowohl für ein Anlagekapital von € 1.000 als auch für € 10.000 angeboten bekommst, dann trifft Deine Aussage zu. Dies ist z. B. der Fall bei dieser Anleihe der Eurohypo mit WKN EH0A2B. Beim zehnfachen Anlagebetrag bekommst Du einen zehnfachen Zinsbetrag, also mehr Zinsen.

Willst Du aber nur € 100 anlegen, dann kannst Du diese Anleihe gar nicht kaufen, weil deren Mindeststückelung € 1.000 ist.

Aber das Beispiel hat in den ersten beiden genannten Fällen nichts mit dem Risiko zu tun, da es sich um das gleiche Kreditrisiko handelt. Dein zitierter Gedanke entspricht nur der Arithmetik, aber nicht der Fragegleichung "Hohe Rendite = hohes Risiko".

Dieser Gedanke, den ich bejahe, wird in diesem Link vom 13.07.2010 weitergehend aufgedröselt:

http://finanzdeutsch.de/Wordpress/2010/07/13/die-sache-mit-der-rendite-und-dem-risiko/

Heute wissen wir, dass die damalige Rendite der griechischen Staatsanleihen von 11 % p.a.noch viel zu niedrig war.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Privatier59 12.09.2012, 05:12

Dann will ich mal hoffen, dass da mehr Liquidität als bei dem Pfandbrief der UniCredit ist, denn diese Empfehlung hat sich als Rohrkrepierer erwiesen.

0
LittleArrow 12.09.2012, 10:43
@Privatier59

Die Liquidität ist in beiden Fällen mit "niedrig" ausgewiesen, somit muss man unbedingt mit Limit kaufen oder verkaufen.

Der Hinweis auf dieses Eurohypo-Papier sollte nur für Anschauung dienen. Die Laufzeit wäre für eine kurzfristige Anlage völlig ungeeignet.

Frühere Hinweise auf den Unicredit-Pfandbrief müssen vielleicht noch um den Limitaspekt ergänzt werden. Danke für Deinen Hinweis!!!

0

Je riskanter eine Geldanlage ist, desto höher müssen die Anreize für Anleger sein, um in sie zu investieren. Der Anreiz besteht in der Rendite. Je riskanter die Anlage ist, desto höher ist in der Regel die mögliche Rendite.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

hätten wir eine komplette Transparenz über die Risiken einer Anlage und jeder würde die Risiken kennen, dann könnte man die Rendite vermutlich exakt angeben.

Aber sicherlich ist es so, dass eine höhere Rendite ein höheres Risiko bedeutet. Das könnte man auch über Angebot und Nachfrage zu erklären versuchen. Ist eine Anlage sehr sicher, dann finden sich genügend Anleger, die ihr Geld dafür hergeben. Ist eine Anlage sehr riskant, dann findet man weniger.

Damit nun hier Gleichgewicht erreicht wird bzw. genügend Geld aufgetrieben werden kann, wird der Zins hoch genug angesetzt. Dann kommen mehr Anleger.

Banken agieren ja auch so im umgekehrten Sinne. Vergeben sie Geld an sichere Firmen, Personen etc., dann ist der Zins geringer. Je riskanter die Bank so eine Geldvergabe erachtet, desto mehr Zinsen will sie oder gibt gar kein Geld.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das verstehst Du sofort, wenn Du die Gleichung umdrehst: "Hohes Risiko = hohe Rendite".

Wenn ein Anleger mit seiner Geldanlage bewusst ein hohes Risiko eingeht, dann erwartet er, dass ihm dieses hohe Risiko wenigstens durch einen hohen Ertrag versüßt wird.

Leider wissen viele Anleger derzeit nicht wie hoch die Risiken auch bei angeblich sicheren Anlagen sind und kaufen z.B. Bundesanleihen mit Renditen unter 2%. Man muss also feststellen, dass niedrige Renditen einer Anlage kein sicheres Anzeichen für ein niedriges Risiko sein muss, sondern derzeit oft nur Zeichen für die Ahnungslosigkeit der Anleger sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es ist auch nicht sehr einfach zu erklären. kurz zusammengefasst: es geht um das geld, was nicht aus dem himmel fällt und ein system, das sich selbst korregiert. dieses system wird derzeit per preisstabilität in betrieb gehalten. als faustregel bedeutet es also, dass langfristig im durchschnitt so viel rendite erwirtschaftet werden kann wie stark die inflation ist.

wenn jemand mehr rendite erwirtschaftet, wo soll das geld denn her kommen? da müsste jemand zwangsläufig verlieren. und wenn es niemanden mehr gibt, der verlieren kann, dann kann es auch niemanden geben, der hohe renditen erwirtschaften kann.

naja, die erklärung ist nicht besonders gut, aber anders kann ich es derzeit nicht erklären. aber der faustregel (hohe rendite = hohes risiko) kann man ruhig trauen. auch wenn es nicht immer kurzfristig zutrifft, so jedoch immer langfristig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Bella2o1o 11.09.2012, 22:54

Danke, das ist doch recht gut erklärt. Jedenfalls hast du es so erklärt, dass ich es verstanden habe. :-)

0
valuetrader 21.11.2012, 22:57

Wenn sich das System selbst korrigieren würde, dann hätten wir nicht die immer stärker werdenden Verwerfungen. Das ist die vorherschende Fehlannahme der Marktfundamentalisten. Näheres hierzu findest Du bei John Maynard Keynes, John Kenneth Galbraith und George Soro. Und Geld fällt sehr wohl vom Himmel. In Form von Zentralbank die hunderte Milliarden davon in das mittlerweile globale Finanzsystem schütten. Am stärksten davon betroffen sind die Währungen Dollar und Euro, welche sich ein geradezu späktakuläres Kopf an Kopf rennen liefern um ihre maroden Banken zu retten. Das wirkt sich am stärksten auf in Dollar gehandelte Waren und Güter aus. Die Rohstoffe, sie werden auf der ganzen Welt in Dollar gehandelt. Energie, Industriemetalle, Edelmetalle und Agrarrohstoffe. An den Markozyklen orientiertes, diszipliniertes Trading ermöglicht dort hohe Renditen bei überschaubaren Risiken.

Die Aussage hohe Renditen bedeuten hohes Risiko ist ein typischer Bankerspruch. Herr Ackermann selbst formulierte es einmal sehr treffend: Alles über 7 Prozent ist unseriös.(Oder so...) Natürlich ist es das. Denn wenn der Anleger selbst die 20 Prozent abholen würde die Brent Öl, Mai, Zucker oder Gold während eines dieser Zyklen machen, was bliebe dann noch für die Bank?

Und jetzt mal Klartext: Risiko entsteht wenn man in etwas investiert was man nicht kennt! Warren Buffet hatte in seiner Anfangszeit selten mehr als 5 Aktien in seinem Bestand. Und er ist erfolgreich weil er seine Investments kennt und nicht weil er sich überlegt wie er am besten an einem möglichen Risiko vorbei kommt. Wenn Du Dir jedes Jahr ein neues schnelles Auto dazukaufen, wist Du mit hoher Wahrscheinlich irgendwann an einem Baum landen weil Du irgendwann keins davon mehr richtig kennst.

Oder Du gehst vom Gas... ;-)

0

Der Zins ist der Preis für das Geld. Viele Sicherheiten = kleiner Zins. Keine / wenig Sicherheiten = hoher Zins.

Gute Schuldner zahlen einen niedrigen Preis (=Zins) für Geld das ihnen geliehen wird, da die Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlung höher ist. Und wenn du bei einer Bank dein Geld anlegst, dann gibst du dieser Bank quasi einen Kredit. Zahlt diese Bank deutlich mehr als der Durchschnitt, so hat das seine Gründe und liegt nicht daran, dass die Bank dich mag...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, du hast die Formel offensichtlich gar nicht verstanden...

Vielleicht hilft dir zu bedenken, dass deutsche Staatsanleihen nahezu gar keine Renditen 0,001% abwerfen, die griechischen und spanischen hingegen mehr als 6%... dabei ist die Anlagehöhe erstmal vernachlässigungswürdig!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Bella2o1o 11.09.2012, 21:58

Ich schreibe nicht von Staatsanleihen. Außerdem: Warum soll ich die Formel nicht verstanden haben?

Rendite ist das Verhältnis zwischen eingezahltem und ausgezahltem Kapital in Prozent angegeben. Mal so einfach ausgedrückt.

0
volksbanker 11.09.2012, 22:32
@Bella2o1o

"Ich kann mir denken, dass man einen höheren Betrag einzahlen muss, damit die Zinsen höher werden und dadurch mehr ausgezahlt wird. "

Das ist Käse und zeigt leider, dass du absolut nichts verstanden hast.

0
Bella2o1o 11.09.2012, 22:53
@volksbanker

Ich weiß nicht, warum man mich so verletzen muss. Denn eure beiden Antworten haben meine Frage nicht beantwortet. Zeigt also: Ihr seid nicht mal in der Lage eine einfache Frage zu verstehen. Es haben hier andere bessere Antworten gegeben und diese Menschen geben hier ihren Senf nicht dazu. Besteht da vielleicht ein Zusammenhang?

0
mig112 12.09.2012, 07:00
@Bella2o1o

Die Fakten sind:

Du bist 19 Jahre alt, hast keinerlei Lebenserfahrung oder Ahnung in Finanzdingen, keinen Dispo und kein Vermögen, aber dafür hast du einen Hartzler als Lebensgefährten!

Und DU willst den Finanzfüchsen hier erklären, wie man Fragen beantwortet!? Das ist lustig :-))

0
volksbanker 12.09.2012, 07:55
@mig112

Das sind doch gute Voraussetzungen für eine sorgenfreie Zukunft.

0
Ariene 12.09.2012, 16:57
@mig112

OH mein Gott, Dass sind natürlich alles Gründe, warum man ihr keine ordentliche Antwort auf ihre Frage geben darf, sondern sie runterputzen muss: Sie ist jung, hat noch nicht viel erlebt und, das schärfste: SIE HAT KEINEN DISPOT! Wir sollten sie teeren und federn!

Egal, was für ein Finanzfuchs Sie sind: wenn sie sich durch ihre arrogante und herablassende Art verletzt, gedemütigt oder sonst irgendwie fühlt, dann sollte sie Ihnen das schon sagen dürfen. Die Art und Weise, wie Sie die Frage teilweise beantworten, ist durch keinerlei "Fachwissen" Ihrerseits gerechtfertigt. Ich habe Ihre Antworten schon öfter gelesen und frage mich jedes Mal, ob Sie in diesem Forum sind, um Leuten gut gemeinte Ratschläge zu geben oder alle nur zurecht zu weisen und dumm zu machen. Wenn Sie die Leute oder die Fragen Ihrer unwürdig finden, dann antworten Sie doch einfach mal nicht.

Aber ich sollte Ihnen auch weiterhin nichts erklären - ich habe nämlich auch keinen Dispot und bin älter als 19...so, nun ist es raus, ich kann gar keine Ahnung haben....dieser Einwand ist so lächerlich....(der mit dem Hartzer als Lebensgefährten übrigens auch!)

0
mig112 12.09.2012, 19:30
@Ariene

Ähem @Arielle, kleine nichtMehrjungfrau: DISPO schreibt man ohne... - ach ist ja auch egal! ;-)

0

Was möchtest Du wissen?