Höhe der Auszahlung bei Fälligkeit Kapital-Lebensversicherung?

5 Antworten

Glaubst Du, Du könntest die Versicherung dazu überreden, Dir mehr auszuzahlen? Glaube ich nicht. Da nutzen Dir Online-Rechner und BGH-Urteile herzlich wenig.

Besser solltest Du einen Blick in das damalige Angebot werfen. Was Du da zitierst ist eine Musterrechnung basierend auf dem damaligen Stand des Kapitalmarktes.

Der Garantiezins ist Dir sicher, aber nur der. Wie hoch der ist, ist vom Zeitpunkt des Abschlusses der Lebensversicherung abhängig:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167936/umfrage/garantiezins-der-lebensversicherer-fuer-neuvertraege/

Der Garantiezins bezieht sich allerdings nicht auf den Gesamtbeitrag, sondern nur auf den Sparanteil und der liegt erheblich niedriger. Infolgedessen ist auch die Gesamtverzinsung erheblich niedriger.

Vor 30 Jahren gab es auf 10-jährige Bundesanleihen noch Koupons von 7 bis 8% pro Jahr, heute liegen die unter 0%. Wenn also eine Musterrechnung über die nicht garantierten Überschußanteile davon ausgegangen ist, daß es für die gesamte Laufzeit der Versicherung weiter so gute Zinsen geben wird, muß jetzt zwangsläufig ein Abschlag erfolgen. Dagegen wehren kann sich der Versicherungsnehmer nicht. Wie gesagt: Überschüsse werden nicht garantiert.

Von der positiven Entwicklung der Aktienmärkte profitieren die Kunden einer klassischen Lebensversicherung im übrigen nicht, denn es gibt Bestimmungen darüber, wie das Beitragsvermögen anzulegen ist und da sind sichere Anlagen Pflicht.

Das Problem haben gerade alle Geldanlagen. Die Verbraucherzentralen rechnen für dich nach - aber nicht kostenlos. Da ist bei jedem und jeder Versicheurng anders.

Du bekommst die garantierte Summe und die hälfte des Überschussen den du erwartest.

Aber es ist überall das selbe - du bekommst nur was gegen Klage und nicht jeder gewinnt,

Vieln Dank für die Antworten, ich denke, das ich den Weg gehen werde mir zunächst ein schriftliches "Angebot" zukommen zu lassen. Ich hatte mal gelesen, daß die Versicherungen das machen müssen, ist das verpflichtend? Hat darüber nicht der BGH geurteilt?

Es ist doch schon ein alter Hut, dass vor dem Abschluß solcher Versicherungen einem Musterrechnungen vorgelegt werden, die eine deutlich höhere Auszahlungssumme vorgaukeln als sie jemals erreichen. Das war auch schon vor 30Jahren so, dass Kapitallebensversicherungen nicht die Auszahlungssume ereicht haben, die einem immer versprochen wurde. Aber die Versicherung informiert einen jährlich über den Stand der Versicherung und den derzeitigen Auszahlungswert. Anhand dieser Information kann man schon bald erkennen wie hoch der tatsächliche Auszahlungswert sein wird. Daran wird auch ein Gespräch mit dem Versicherungsvertreter nichts ändern, egal wie gut Du Dich darauf vorbereitest.

Die Beratung bei der Verbraucherzentrale kostet "günstige" 85 €, das ist mir bekannt

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