Hobby-Fotograf - Gewerbe notwendig? Keine Gewinnerziehlung beabsichtigt!!!

2 Antworten

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Als Fotografin musst du kein Gewerbe anmelden, da es sich nicht um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Du brauchst ja auch keinen Hebezeugführerpass, wenn du gar nicht Kran fahren willst, oder?

Du kannst die Aufträge annehmen und ausführen. Je nach Umfang deiner Arbeit würden die dann steuerlich behandelt werden müssen, aber da genügen konkrete Fragen, wenn du das erste Geld einnimmst oder für Ausrüstung ausgibst.

Solange sie keinen Laden eröffnet oder ein Atelier mietet. Dann wird das ein stehendes Gewerbe.

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@hildefeuer

Das ist Unsinn. Gewerbe wäre es, wenn sie die Bilder anderer Leute verkaufen würde.

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@EnnoBecker

Also erstmal Danke für die Antworten. Nein, ich beabsichtige nicht ein Atelier zu mieten, bzw. einen Laden zu eröffnen. Was bedeutet dann "Je nach Umfang" und dürfte ich rein theoretisch sagen "Ok, du willst, dass ich dich ablichte, dafür gibst du mir bitte 50€", ohne, dass ich irgendwo bei einem Finanzamt angemeldet bin?

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@ricardali
Was bedeutet dann "Je nach Umfang"

Wie groß wäre denn so der Umfang? ich mag hier lieber konkrete Antworten auf konkrete Fragen geben. Für einen Einführungskurs in Unternehmensführung und Steuerrecht reicht die Seite hier nicht.

Das steht mir noch bei meiner Tochter bevor, die selbst eine vorzügliche Fotografin wird.

ohne, dass ich irgendwo bei einem Finanzamt angemeldet bin?

Jetzt vermische mal nicht Gewerberecht und Steuerrecht. Das "Gewerbe" haben wir schon abgebügelt, bei den Steuer ist es leider etwas komplizierter. Schon weil es mehr als zwei Steuerarten gibt.

Sind es weniger als 410,01 Euro im Jahr? Dann musst du dir einkommensteuerlich gar keine Gedanken machen. Ist es mehr? Dann müssen wir halt gucken, was wir machen.

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@EnnoBecker

Also, ich denke, dass es schon mehr als 410,01€ im Jahr sein könnten. Sagen wir mal, ich würde im Jahr 1000€ daran "verdienen", aber auch 1100€ für eine Kamera ausgeben. Wie müsste ich mich steuerrechtlich darum kümmern? Oder interessiert es dann keinen, dass ich 1100€ für die Kamera ausgegeben habe?

Ich hoffe, die Frage war konkret genug. Leider bin ich wirklich absoluter Anfänger / Nichtswissender in diesen Bereichen.

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@ricardali

Lass man kurz nachrechnen.

Die kamera kostet 1.100 und hat eine Nutzungsdauer von 3 Jahren. Im Schnitt würdest du also zur Mitte des Jahres die Kamera anschaffen und folglich 6/36 abschreiben, das sind 184 Euro im ersten Jahr. Verbleiben 916.

Nehmen wir weiter an, dass du noch weitere 216 Euro an Aufwendungen hast, damit unsere Zahl schön rund wird. Verbleiben 700.

Wegen § 70 EStDV ziehen wir nun von 820 die 700 ab und erhalten 120. Diese 120 ziehen wir wiederum von 700 ab, verbleiben 580 Euro.

Diese 580 Euro wären der Einkommensteuer (Anlage S) zu unterwerfen.

Mach dir nichts draus, wenn du die Rechnung nicht verstehst - das Steuerprogramm sollte das von selber rechnen können.

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  • Gewinnerzielung natürlich ohne h. Leider kann man hier bereits gestellte Fragen nicht mehr bearbeiten.

Sowahs kommt vor. Na und?

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Kein Ding. Hier gibt es Schlimmeres.

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