Hilft eine Rechtschutzversicherung bei Streitigkeiten mit der privaten Krankenverischerung ?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Rechtschutz mit Vertragsrechtsschutz ist zutreffend.

Allerdings wie MIG112 ausführt, bei Streitigkeit um die Gesundheitsprüfung und Leistungsausschluss wird die Versicherung nicht zahlen.

Ich würde hier ganz einfach den potentiellen Rechtschutzversicheren genau diese Frage stellen und schriftlich eine Auskunft einholen, sofern dies nicht explizit genannt ist.

Die Befürchtung einer willkürlichen Leistungsverweigerung oder Leistungskürzung ist nach meiner Erfahrung völlig unberechtigt. Ich bin jetzt über 20 Jahre in der PKV und hatte durch einen Unfall diese leider häufig in Anspruch nehmen müssen. Aber eine Leistungskürzung oder gar Leistungsverweigerung, die einen Klagebedarf induziert hätte, hatte ich noch nie. Es kursieren zwar dauernd soloche Fälle im Internet, aber dies ist mit Sicherheit nicht die Alltagspraxis. Ich gehe mal davon aus, dass die überwiegende Mehrzahl der Leistungsfälle geräuschlos und problemlos abgewickelt werden. Aus eigener Erfahrung halte ich einen anderen Punkt für viel bedeutsamer. Wird man berufsunfähig (z.B. durch einen Unfall), so hat man Probleme mit der kleinen Rente die Versicherungsbeiträge zu bezahlen. Deshalb halte ich heute den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für sinnvoll. Ob man eine Rechtschutzversicherung abschließt, sollte man nicht unter dem Gesichtspunkt der PKV betrachten.

PKV gekündigt

Nach dem ich einige Jahre versicherungspflichtig angestellt war, reifte in mir die Idee, es als Selbstständiger zu versuchen. Allerdings wollte ich zur Sicherheit für die ersten Monate nicht auf das mir zustehende Arbeitslosengeld1 verzichten. Bitte jetzt keine Kommentare in Richtung Sozialschmarotzer o.ä. Da das Arbeitsamt bei Eigenkündigung nur einen Grund akzeptiert , ohne das eine dreimonatige Sperre verhängt wird, lies ich mich wegen Mobbing krank schreiben und kündigte dann meinen Arbeitsvertrag. Also der Start in die Selbstständigkeit verlief hervorragend und auf Anraten meines Versicherungsvertreters (Wuerttembergische) ordnete ich dann im September letzten Jahres alle meine Vorsorgeverträge neu. Dabei kam auch die Sprache auf die private Krankenversicherung. Da ich den Vertreter der Wuerttembergischen eigentlich als guten Freund bezeichnen konnte, kannte dieser natürlich auch die ganze Geschichte mit meinem Start in die Selbstständigkeit und natürlich auch meinen miesen Trick, um das Arbeitslosengeld 1 zu bekommen. Also private Krankenversicherung besprochen, Tarif ausgewählt, Antrag gestellt (ich habe diesen dann nur noch unterschrieben) und Beiträge bezahlt. Und dann kam was wohl kommen musste, im März bin ich Stationär für vier Wochen behandelt worden. Nach meiner Entlassung hatte ich dann ein nettes Schreiben von der Wuerttembergischen im Briefkasten. Ob Sie meine Erlaubnis hätten, bei meinem Hausarzt meine Behandlungsgeschichte abzufragen. Keine Einwände von meiner Seite. Zwei Wochen später: Rücktritt vom Vertrag, weil ich die Geschichte mit dem Kranklenschein nicht erwähnte. Dumm gelaufen und selbst schuld, aber ist es nicht so, dass wenn der Vertreter einer Gesellschaft vor Antragstellung volle Kenntnis über die Wahrheit hat und diese als nichtig bezeichnet, dann auch irgendwie mithaftet? Hat jemand eventuell zu diesem Thema außer Häme einen echten Rat?

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