Hilfe beim Kauf und hinterher gesetzte Preiserhöhung

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8 Antworten

Meine Meinung dazu ist die, dass ich zum Rücktritt des Kaufes rate, denn ich finde es sehr dreist, nach der eingegangenen Bestätigung der Bestellung den Kaufpreis verändern zu wollen.

Da Du innerhalb von 14 Tagen vom Kauf zurücktreten kannst, würde ich das schon aus Prinzip tun und mir den schon gezahlten Betrag zurückfordern.

Kevin1905 17.02.2015, 13:52
Da Du innerhalb von 14 Tagen vom Kauf zurücktreten kannst

Diese Frist hat noch gar nicht begonnen, da die Ware noch nicht geliefert wurde. Vorkasse ist kein Schlupfloch für Händler das Widerrufsrecht zu umgehen.

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Preise in Internetshops sind genauso wie Preise in Geschäften erstmal als "unverbindliches Angebot" zu sehen. Sie können an der Kasse ggf. noch korrigiert werden.

In einem Internetshop sieht das so aus, dass die Bestellung selbst i. d. R. nur als Angebot deinerseits gesehen wird. Erst mit der Bestellbestätigung (meist per Mail) wird das Angebot auch vom Shop angenommen. Solltest du diese bereits bekommen haben und es keinen Vorbehalt zu einer eventuellen Preiserhöhung geben, liegt ein gültiges Rechtsgeschäft vor. Grundsätzlich wäre dieses vor Gericht auch durchsetzbar.

Erstmal sitzt der Shop aber am längeren Hebel. D. h. wenn er nicht liefert, müsstest du ihn im Zweifel verklagen. Ob sich das Risiko bei der Preiserhöhung lohnt wirst du selbst entscheiden müssen. Aber die Lieferung mit Fristsetzung anzumahnen ist durchaus ein Versuch wert.

Sonnenschein261 17.02.2015, 09:24

Danke für die schnelle Hilfe!! Ja, wir hatten schon eine Bestellbestätigung bekommen. Das ärgert mich ja so an der Sache. Die hätten ja die Möglichkeit gehabt, den Irrtum zu korrigieren. Und spätestens, als die Zahlung eingegangen ist, hätte ja der Irrtum nochmals bemerkt werden können. Aber die haben sich einfach nicht gemeldet und nicht versandt.

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Wie sollen wir weiter vorgehen?

Ich würde eine Frist zur Lieferung der Fliesen setzen und wenn diese verstreicht vom Kaufvertrag zurücktreten und das Geld erstattet verangen.

Nach Erhalt der Bestellbestätigung ist keine Preisanpassung mehr zulässig, der Shop hätte zu dem auf seiner Homepage angegebenen Preis liefern müssen. Meines Erachtens gibt es folgende Vorgehensweisen, 1. Auf den bereits überwiesenen Preis bestehen und die Lieferung einfordern (notfalls per Klage), 2. vom Kauf zurücktreten und den Kaufpreis zurück fordern, 3. den Mehrpreis akzeptieren/überweisen und die Fliesen doch liefern lassen.

In der Tat ist es nicht richtig, die Preise nach Rechnungsstellung zu ändern. So wie ich es einschätze, könnte es ein Betrug sein. Ich kenne den Händler nicht, um es genauer zu sagen. Du kannst versuchen eine Strafanzeige zu stellen. Evtl. bist du nicht der einzige geprellte Käufer.

Du kannst auch versuchen vom Kaufvertrag zurück zu treten und das Geld zurück zu fordern.

Aber wie ich es sehe, wird es schwierig. ^^

Hanseat 20.02.2015, 21:27

Wieso soll es nicht möglich sein, vom Kaufvertrag (so es denn jemals einen gab) zurück zu treten ???

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Erstens solltest du mit dem Begriff BETRUG mal etwas zurückhaltender umgehen.

Des Weiteren ist eine Bestellbestätigung eher so etwas wie eine ... BESTELLBESTÄTIGUNG; nicht aber die Annahme deines Kaufangebotes! Das ist rechtlich ein großer Unterschied.

Du solltest dich möglichst friedlich mit dem Verkäufer einigen. Erbitte einen Nachlaß oder tritt von deinem Kaufangebot zurück und lass' dir deine Anzahlung erstatten. Alles Andere führt zu rein gar Nichts.

Sonnenschein261 17.02.2015, 12:49

Mag sein, aber wenn da die Zahlungsaufforderung drauf steht mit dem angegeben Preis und die Zahlung nach DEREN AUFGEFORDERTEN BEZAHLUNG ist es definitiv nicht Rechtens.

Letztendlich ist es jetzt auch egal. Geld wurde zurück geordert und bei einem seriöseren Händler bestellt.

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Kevin1905 17.02.2015, 13:50
@Sonnenschein261
Mag sein, aber wenn da die Zahlungsaufforderung drauf steht mit dem angegeben Preis und die Zahlung nach DEREN AUFGEFORDERTEN BEZAHLUNG ist es definitiv nicht Rechtens.

Betrug ist aber ein Straftatbestand und eine Vorsatzhandlung. Einen fahrlässigen Betrug gibt es nicht.

Jemanden einer Straftat zu bezichtigen kann übel nach hinten losgehen (z.B. falsche Verdächtigung, üble Nachrede bis hin zur Verleumdung).


Nicht alles was zivilrechtlich keinen Vertragsschluss darstellt (wie hier, denn es liegt eben keine übereinstimmende Willenserklärung vor) ist auch strafrechtlich ein Betrug o.Ä.

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Für mich stellt sich die Frage, ob überhaupt ein Kaufvertrag zustande kam oder ob es nicht an den übereinstimmenden Willenserklärungen scheiderte!?

Es stellt sich die Frage, ob ein Kaufvertrag überhaupt zu Stande kam. Meiner Ansicht nach scheidert es an zwei übereinstimmenden Willenserklärungen.

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