Wie kann ich mir günstige Zinskonditionen für den Hauskauf sichern?

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3 Antworten

Du schreibst zu Deiner (fast gleichen) Frage vom 12.7.2016: "Deswegen bin ich auch hier und frage euch(da Ihr ja im Endeffekt keine Provision draus schlagt :)"

Grundsätzlichen Antworten hast Du schon auf Deine Frage von 12.7. erhalten und das durch die Bank weg - sinnvoll.

Bitte helfe mir zu verstehen - Du bist hier im Forum um neutralen Antworten auf Deine Fragen zu erhalten, weshalb gehst Du dann zu Schwäbisch Hall?

Was nutzen Dir die neutralen Antworten, wenn Du Dir von "provisionellen" Verkäufern die Lösungen holst? 

Mein Tip: Gehe zu einem unabhängigen Honorar-Immobiliardarlehnsberater. Dieser darf keine Zuwendungen von dritter Seite annehmen. Ist also neutral und keinen vertrieblichen Fehlanreizen ausgesetzt.

Er wird Dir gegen Honorar gerne Deine Fragen kompetent beantworten und ein maßgeschneidertes Finanzierungskonzept / Anlagekonzept erarbeiten. 

Wenn Du dann so weit bist um Deine Immobilie zu erwerben, wirst Du dort ein provisionsfreies Darlehen erhalten.

Um den Aufschreien entgegen zu wirken. Ja, es gibt auch unabhängige Darlehensvermittler die einen perfekten Job für Ihre Mandanten machen. Die Zugang zu den besten Konditionen haben. Die fair beraten. Die frei von Vertriebsvorgaben sind.

Nur diese finden sich i.d.R. nicht bei Banken, Bausparkassen u. Finanzvertrieben. Hier werden Produkte verkauft, um die Umsatzziele des Unternehmens zu erreichen, der das Gehalt der Verkäufer/Vermittler bezahlt.

Eine gute Bonität, also hohes Eigenkapital beschehrt dir einen guten Zinssatz, daher würde ich in aller erster Linie versuchen hier dran zu arbeiten.

Renditemaximierung geht fast nur über eine moderate bis hohe Risikotoleranz an den Kapitalmärkten (sprich: Aktien und Fonds).

Riesterförderung ist in sehr enge Rahmenbedingungen gefasst und hat hinten heraus diese schöne Besteuerung eines fiktiven Einkommens aus dem Wohnförderkonto.

Jeder Riestervertrag kann wohnwirtschaftlich verwendet werden, es muss kein desolat verzinster Bausparvertrag sein.

Ich persönlich kann den Wunsch nach einer eigenen Immobilie nur bedingt verstehen. Ist die Lage nicht gut, erfährt das Objekt keine Wertsteigerung und wird spätestens bei der ersten größeren Renovierungsmaßnahme zur bösen Kostenfalle.

Häuslebauer neigen dazu gewisse Risiken (Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Unfall, Pflege) auszublenden, da sie auf der Suche nach einem "Traumhaus" oft emotional agieren statt rational.

Lieber kaufen um zu vermieten und ggf. irgendwann Eigenbedarf anmelden oder das Objekt verkaufen.

Habe ich dort nicht zu große Nachteile?

Ja. Riester-BSV ist ein Schönwetterprodukt.

Guck einfach mal nach: Hausverkauf, Scheidung, Versteuerung im Alter. Mit einem Riester-BSV legst Du Dir unnötige, lebenslängliche Hand- und Fußschellen an und verlierst Flexibilität in Deiner bzw. Eurer Lebensplanung.

Und die einfachen Bausparverträge? Immer mal hingucken, wie hoch die Annuität beim späteren Bauspardarlehn ist (auch welche Darlehnslaufzeit), um zu sehen, ob das überhaupt theoretisch passen würde.


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