Heute Abschluss einer Rechtsschutz, morgen Rechtsstreit. Zahlt die Versicherung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

zu 100% NEIN!

es gibt bei (meines wissens) jeder versicherung eine mindestwartezeit von 3 monaten. erst danach würden rechtsstreitigkeiten von der versicherung übernommen. eventuell muss man noch einen gewissen eigenanteil bezahlen.

es darf sich auch nicht um einen schon bestehenden rechtsfall handeln,auch dieser würde nicht angenommen werden,sondern nur neue fälle die NACH abschluss der versicherungspolice hinzukommen würden.

in der regel stimmen die obigen aussagen. wartezeit ist drei monate, 6 monate höre ich das erste mal. keine wartezeit gibt es beim schadenersatzrechtsschutz (z.B. Unfall) oder beim Führerscheinentzug, wenn die Ordnungswidrigkeit NACH dem technischen Versicherungsbeginn (= Beginn in der Police)geschehen ist.

Abhängig ist das vor allem von drei Faktoren: Ist das Ereignis, das zu einem Rechtsstreit führt im Rechtsschutzvertrag versichert? Besteht dafür eine Wartezeit oder nicht? Es gibt Leistungsarten für die keine Wartezeiten besteht, so dass es durchaus sein kann, dass das o. g. Ereignis versichert ist und die Kosten dafür übernommen werden. Wann war der Schadenzeitpunkt? Stichwort: Folgeereignistheorie. In den Versicherungsbedingungen nachsehen, wie der Schadenzeitpunkt definiert ist. Wird hier von Kausaltheorie gesprochen, dann kann es dazu führen, dass selbst wenn die ersten beiden Bedingungen erfüllt sind, keine Deckungszusage erteilt wird, weil der Schadenzeitpunkt laut Definition der Versicherung bereits in der Vergangenheit beginnt. Das ist jetzt sehr abstrakt, aber hier gibt es ein gutes Beispiel http://www.rechtsschutzversicherung.info/bedingungen/

Definitiv wird keine Rechtsschutzversicherung leisten, denn es gibt Wartefristen, ca. 6 Monate. Das steht alles in den AGBs einer Rechtsschutzversicherung.

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