Frage von Jonic, 40

Herstellungskosten rückwirkend abschreiben?

Hallo, ich habe 1995 ein Haus gekauft das ich selbst bewohne. 2015 wurde damit begonnen einen Anbau zu errichten der vermietet werden soll. Der Anbau wird voraussichtlich 2018 kompl.fertiggestellt sein. Kann ich für die Jahre 2015 (rückwirkend) und 2016 die bis dato angefallenen Herstellungskosten in der EKSt.Erklärung 2016 abschreiben oder muss ich mit der Abschreibung warten bis der Anbau fertig ist und alle Rechnungen vorliegen? Gehören zu den Kosten auch Bauleiter, Vermessung, Architekt usw.? Danke!

Antwort
von wfwbinder, 29

Die Abschreibungen beginnen mit der Fertigstellung des Wirtschaftsgutes (hier Haus).

Bauleitung, Architekt usw. gehört auf jeden Fall dazu. Warum musste vermessen werden? Wurde ein Grundstücksteil abgetrennt, oder ging es darum das Gebäude/den Anbau auf das Grundstück einzumessen?

Antwort
von Jonic, 8

Herstellungskosten werden ja mit 2% jährlich abgeschrieben. Welcher Wertansatz ist hier die Grundlage? Der Architekt hat im Bauantrag kosten von 75000€ angegeben. Die tatsächlichen Kosten sibd aber viel geringer weil Selbstbau. Über wieviel Jahre wird abgeschrieben? Der (neue) Anbau ist auf einer bestehenden Garage mit Restnutzubgsdauer von 20 Jahren...

Antwort
von LittleArrow, 22

Die letztgenannten Kosten gehören zu den Herstellungskosten. Letztere können ab Fertigstellung abgeschrieben werden, also voraussichtlich ab 2018.

Was Fertigstellung im einkommensteuerlichen Sinn ist, kannst Du hier nachlesen:

http://www.steuerlinks.de/richtlinie/esth-2010/hin7.4.html

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