Herstellungskosten Haus, Zaun und Hecke

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1 Antwort

Denken wir uns das Gebäude mal weg und stellen wir uns das unbebaute Grundstück eingezäunt und umheckt vor, dann kommst du von selbst auf die Antwort.

Und wegen der Abschreibungsdauer guckst du hier: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Weitere_Steuerthemen/Betriebspruefung/AfA-Tabellen/afa-tabellen.html

EnnoBecker 24.10.2013, 10:50

Ohne zu gucken: 10 Jahre?

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blackleather 24.10.2013, 10:57
@EnnoBecker

Fast.

Umzäunungen aus Holz: 5 Jahre. sonstige Umzäunungen: 17 Jahre.

Ich frage mich gerade, wie das bei einem Zaun ist, der aus horizontalen Metallbändern besteht, auf die vertikale Schmuckbrettchen aufgeschraubt sind. Wahrscheinlich haben wir dann tatsächlich 10 Jahre.

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EnnoBecker 24.10.2013, 11:00
@blackleather

Glücklicherweise sind die Abschreibungstabellen ja nicht in Beton gegossen.

Ich habe schon Kfz auf drei oder gar zwei Jahre abgeschrieben.

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blackleather 24.10.2013, 11:09
@EnnoBecker

Ja, glücklicherweise sind sie kein Gesetz, sondern eine bloße Verwaltungsvorschrift, auf der man sich als Bürger theoretisch ein Ei braten kann. Oder, wie ich so gern zu formulieren pflege: Sie sind nicht rechtsetzend.

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Helmut12343 24.10.2013, 11:24

Aber irgendwo meine ich gelesen zu haben, daß lebende Umzäunung (Hecke) zu den Anschaffungskosten des Gebäudes gehört und alles andere selbständige Wirtschaftsgüter sind.

Ist nicht so?

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Helmut12343 24.10.2013, 12:32
@blackleather

http://www.123recht.net/Abschreibung-Garten-__f377523.html

Gem. R21.1 Einkommensteuerrichtlinien erfolgt die Abschreibung einer "lebenden Umzäunung" regelmäßig mit dem Gebäude. Die restliche Gestaltung stellt ein selbständiges Wirtschaftgut dar. Sofern die Mieter den Garten (mit-)benutzen dürfen wird dieser auf 10 Jahre abgeschrieben. Instandhaltungsaufwendungen sind sofort abzugsfähig.

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blackleather 24.10.2013, 12:56
@Helmut12343

Hier der Originaltext der Richtlinie, auf die du mittels deiner Sekundärquelle Bezug nimmst:

"Kosten für die gärtnerische Gestaltung der Grundstücksfläche bei einem Wohngebäude gehören nur zu den Herstellungskosten des Gebäudes, soweit diese Kosten für das Anpflanzen von Hecken, Büschen und Bäumen an den Grundstücksgrenzen ("lebende Umzäunung") entstanden sind. Im Übrigen bildet die bepflanzte Gartenanlage ein selbständiges Wirtschaftsgut."

Wie gesagt, handelt es sich dabei um eine (für dich unverbindliche) Richtlinie, kein Gesetz.

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EnnoBecker 24.10.2013, 12:56
@Helmut12343

Das ist aber nicht der richtige Text der R 21. 1 (3). Richtig geht das so:

(3) 1Kosten für die gärtnerische Gestaltung der Grundstücksfläche bei einem Wohngebäude gehören nur zu den Herstellungskosten des Gebäudes, soweit diese Kosten für das Anpflanzen von Hecken, Büschen und Bäumen an den Grundstücksgrenzen („lebende Umzäunung”) entstanden sind. 2Im Übrigen bildet die bepflanzte Gartenanlage ein selbständiges Wirtschaftsgut. 3Bei Gartenanlagen, die die Mieter mitbenutzen dürfen, und bei Vorgärten sind die Herstellungskosten der gärtnerischen Anlage gleichmäßig auf deren regelmäßig 10 Jahre betragende Nutzungsdauer zu verteilen. 4Aufwendungen für die Instandhaltung der Gartenanlagen können sofort abgezogen werden. 5Absatz 2 Satz 2 ist sinngemäß anzuwenden. 6Soweit Aufwendungen für den Nutzgarten des Eigentümers und für Gartenanlagen, die die Mieter nicht nutzen dürfen, entstehen, gehören sie zu den nach § 12 Nr. 1 EStG nicht abziehbaren Kosten (grundsätzlich Aufteilung nach der Zahl der zur Nutzung befugten Mietparteien). 7Auf die in Nutzgärten befindlichen Anlagen sind die allgemeinen Grundsätze anzuwenden.

Tja..... es kommt also drauf an.

(Und ich hab wieder was gelernt.)

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